Rückzahlung Urlaubsgeld im Falle einer Kündigung?

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5 Antworten

Gratifikationen, Boni, Sonderzahlungen (wie z.B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) können vom Arbeitgeber im Falle einer Kündigung nur gekürzt oder nach Zahlung ganz oder teilweise zurück gefordert werden, wenn das im Arbeitsvertrag oder einem anzuwendenden Tarifvertrag entsprechend vereinbart wurde.

Ohne eine solche Vereinbarung ist ein Kürzung oder Rückforderung ausgeschlossen: Du hast also Anspruch auf das Urlaubsgeld!

Das gilt unabhängig davon, ob der Arbeitgeber diese Leistung "freiwillig" erbringt oder aufgrund vertraglicher Verpflichtung.

Zu einer vertraglichen Verpflichtung zählt auch, was Du hier "Gewohnheitsrecht" nennst: Der Arbeitgeber zahlt die bestimmte, tatsächlich oder proportional gleiche (!) Leistung über mindestens drei Jahre ohne die einschränkende Erklärung, dass daraus kein Rechtsanspruch für die Zukunft erwachsen soll; alleine der Hinweis auf die Freiwilligkeit der Leistung befreit ihn nicht von dieser Verpflichtung (die anders lautende Antwort von Barolo88 ist falsch).

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Grundsätzlich liegt ja die Kündigung vor, somit kommt es darauf an ob der Chef das komplette Urlaubsgeld ausbezahlt oder vielleicht nur die Hälfte, hält anteilig. Wenn nichts geregelt ist, dann kann es auch nicht zurückgezogen werden.

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Wenn überhaupt, dann höchstens anteilig, also 3,5 von 12 Teilen.

Frag doch einfach im Personalbüro.

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Kommentar von anonym12101988
29.07.2016, 08:38

Unser Personalbüro ist recht klein und gehört auch mit zur Geschäftsführung. Da käme diese Frage nicht so gut an, meine ich ;-)

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Kommentar von Familiengerd
29.07.2016, 13:06

Wenn überhaupt, dann höchstens anteilig

Das ist falsch, wenn es  - wie hier - nicht entsprechend vertraglich so vereinbart wurde!

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das hängt davon ab, ob das Urlaubsgeld Bestandteil deines vertraglich vereinbarten Jahresgehalts ist, oder eine freiwillige Leistung. Gewohnheitsrecht gibts in diesem Falle nicht, wenn darauf hingewiesen wurde, dass Urlaubs- und Weihnachtsgeld freiwillige Leistungen sind.

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Kommentar von anonym12101988
29.07.2016, 08:36

Über Urlaubsgeld steht nichts im Vertrag. Nur dass das Weihnachtsgeld eine freiwillige Leistung ist...

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Kommentar von Familiengerd
29.07.2016, 12:45

Gewohnheitsrecht gibts in diesem Falle nicht, wenn darauf hingewiesen wurde, dass Urlaubs- und Weihnachtsgeld freiwillige Leistungen sind.

Das ist falsch!

Alleine der Verweis auf die Freiwilligkeit einer Leistung verhindert nicht, dass nach Zahlung über drei Jahre ein Rechtsanspruch der Arbeitnehmer entsteht aufgrund betrieblicher Übung (Dein "Gewohnheitsrecht").

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Aliquot hast Du Anspruch , im Vertrag muss stehen ob nach 6 Mon. oder kürzer. 

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Kommentar von Bambi201264
29.07.2016, 08:42

Was bitte heisst "aliquot"?

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