Ohne zahlungsaufforderung direkt ein schreiben vom Inkasso bekommen. Ist das Rechtens?

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8 Antworten

Es gibt 2 verfahren, das Onlinebilling/ECV (mit Pin) und das Offlinebilling/ELV (mit Unterschrift).  Beim Pin Verfahren wird in Echtzeit das Konto geprüft und bei keiner Deckung die Transaktion abgelehnt, beim Offlinebilling wird das ganze nachträglich gemacht als Lastschrift (hier gibt es auch die Möglichkeit zum Widerspruch). Mit deiner Unterschrift auf dem Kassenzettel bestätigst du das dein Konto gedeckt ist... und eine ganze Latte anderer Dinge (z.B. erlaubst du deiner Bank deine Daten rauszugeben, die Übermittung an Sperrdateien etc.).... man sollte sich das auch mal durchlesen in Ruhe. Es soll auch solche "Verträge" geben bei denen genaue Kosten im Falle einer Rücklastschrift drin stehen... ob das ganze jetzt als Vertragsstrafe oder überraschende Klausel gelten würde und möglicherweiße ungültig wäre k.a..).

Fällig wäre die Forderung, und über die nicht eingelöste Lastschrift wirst du von deiner Bank informiert (und hast zusätzlich auch die Pflicht dein Konto zu prüfen), ob das jetzt prinzipiell das einschalten eines Inkassobüros gerechtfertig kann man darüber streiten. Ich halte geplatze Rücklastschriften eher noch als normales Tagesgeschäft das zu den normalen Aufgaben gehört. Berechnet werden können auf jeden Fall die Rücklastschriftkosten sowie die Bankauskunftskosten. Diese Bewegen sich zwischen 3-8€ für die Rücklastschrift und ca. 10-20€ für die Aufkunftskosten. Im Zweifel muss der Schaden nachgewiesen werden (sprich die Unternehmen müssen die tatsächlichen Kosten offen legen). Aussagen wie es sind nur 5€ zu zahlen oder ähnliches sind falsch.... natürlich könnte man pauschal 5€ sagen und schreiben das ein höherer Schaden bitte nachgewiesen werden soll... wegen ein paar Euro wird das vermutlich kaum einer machen.

Generell gilt:

Sobald du von der Rücklastschrift erfährst (in der regel max. 2 Werktage danach durch einen Brief deiner Dank, sofort wenn man sein Konto alle 1-2 Tage checkt... viele Handyapps benachrichtigen einen automatisch über neue Transaktionen wenn man das möchte) sofort dort Anrufen und um Kontoverbindung verlangen. Betrag + Rücklastschriftkosten nachüberweisen udn fertig.... so ist es am günstigen und bestimmt auch für alle Parteien am liebsten (mal abgesehen von dem Inkasso das dann einen Auftrag weniger hat ;))

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Wenn du einen Kontoauszug hast wo zusehen ist das die 40€ abgebucht wurden, kannst du die Inkassoforderung einfach ignorieren, dann ist Betrug im Spiel und man wird sich hüten dir einen Anwalt auf den Hals zu hetzen.

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Hast du mal deine Kontoauszüge kontrolliert und den EC Beleg zur Hand (werde Leute nie verstehen die sowas nicht aufbewahren).

Konnte die Abbuchung nicht eingelöst werden entsteht automatisch Verzug. Eine Mahnung oder ähnliches ist nicht erforderlich.

Du schuldest also die 40,- € zzgl. der Kosten für die Rücklastschrift (mind. 3,65 €) und der Auskunftsgebühr. Denn deine Bank gibt deine Daten nicht unentgeltlich heraus. Diese Auskunft kostet i.d.R. 10-20,- €.

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Hallo Habe mit meiner EC-Karte bei einer Tankstelle bezahlt und die
Zahlung war auch erfolgt.

Nein. Der Bezahlvorgang ist nicht immer gleichbedeutend mit einem tatsächlich durchgeführten Transfer der belasteten Summe.

Ein paar Wochen später kam ein Schreiben eines Inkasso Büros mit der Forderung ich solle 132,12€ zahlen! Ich habe nur für 40,-€ getankt!

Die Inkassokosten kannst Du ignorieren, aber Du schuldest dem Gläubiger den Betrag samt angemessener Mahn- und Zusatzkosten, die ihm aufgrund der fehlgeschlagenen LS entstanden sind (inkl. Auskunftskosten).

Die EC-Karte hatte ja funktioniert also musste mein Konto ja zwangsläufig gedeck sein!

Nein. Erstens findet nicht bei allen EC-Kartenzahlungen eine Prüfung des verfügbaren Betrages statt, und zum Anderen ist es selbst dann ggfs. möglich, dass der Transfer fehlschlägt. Letzteres aber sehr selten.

Ist es Rechtens mir ohne vorherige Zahlungsaufforderung direkt ein Inkasso Büro auf den halz zu jagen

Ja. Ist aber Privatvergnügen des Gläubigers. Eine Zahlpflicht seitens des Schuldners für diese Beauftragung ensteht hier exakt niemals.

das fast 100€ mehr verlagt als die Zahlung die ich getätigt habe?

Normal. Das Inkasso ignorieren, dem Gläubiger die € 40.-- samt geschätzten € 15.-- für die Auslagen überweisen, fertig. Bettelbriefe des Inkassos kompostieren. Nachteilig wirkt sich hier aus, dass dem Gläubiger durch die Identitäts- und Adressermittlung des Schuldners in der Tat nicht unerheblicher Aufwand entsteht.

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Lass dir die Inkassoforderung einfach Wurscht sein, die haben nix gegen dich in der Hand. Wenn du ein gerichtliches Mahnbescheid bekommst, dann einfach widersprechen.

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Hast du bei der bezahlung unterschreiben müssen?

Wenn ja, dann wurde nicht geprüft, ob das Konto gedeckt war und es kann sein, dass es nicht funktionierte.

Überrpüfe auf deinen Kontoauszügen, ob die 40€ fürs Tanken vom Konto abgebucht werden konnten.

Wenn nicht, ist die Forderung rechtens. Wenn ja, schreib ihnen zurück, dass alles bereits beglichen ist und zeige ihnen den Kontoauszug, aus dem dies hervorgeht.

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man sollte sein konto schon im auge haben wenn man bargeldlos zahlt. ja, das ist rechtens. weisst du wieviel zeit und mühe es kostet deinen namen und die adresse heraus zu finden?

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Nur weil die Karte funktioniert hat, bedeutet das nicht, dass das Konto gedeckt war. Wenn du das Verfahren mit Unterschrift (POZ) hattest, dann wird nicht geprüft, ob dein Konto gedeckt ist oder nicht.

Nur bei PIN Eingabe wird überprüft, ob das Konto gedeckt war.

Aber du kannst auf Deinen Kontoauszügen ja sehen, ob es an dem Tag bezahlt wurde, oder nicht.

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