Frage von Goldenangel20, 133

Muss ich Kündigung persönlich abgeben?

Hallo,

ich habe neue Arbeit gefunden und muss/möchte in der Alten Firma kündigen, da ich eigentlich keine Lust habe meinen Chef die Kündigung direkt zu überreichen wollte ich nachfrage, ob es nicht auch reicht diese per Post zu schicken.

Ich würde sogar einen Briefumschlag und eine Briefmarke reinlegen, damit er mir eine Kopie zukommen lässt.

Ist das zulässig?

Danke.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Goldenangel20,

Schau mal bitte hier:
Arbeit Arbeitsrecht

Antwort
von peterobm, 71

die sicherste Art ist ein normales Einwurfeinschreiben Quatsch mit Briefumschlag und Briefmarke - du bittest um Bestätigung

eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung; sofern du fristgerecht gekündigt hast, kann nichts passieren. 

du machst dir eine Kopie vom Schreiben

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit, Arbeitsrecht, Kündigung, 63

Selbstverständlich kannst Du die Kündigung schicken. 

Einen Rückumschlag für eine Kopie brauchst Du nicht beizulegen. Schick die Kündigung als "Einwurfeinschreiben", nimm einen Zeugen der weiß was in dem Brief steht und das war's dann.

Wenn der Briefträger den Brief in den Briefkasten einwirft oder im Betrieb abgibt (gibt es in manchen Betrieben), gilt die Kündigung als zugestellt und die Kündigungsfrist fängt am Tag danach an zu laufen.

Kommentar von Hexle2 ,

Du kannst hier in manchen Antworten lesen, dass Du die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein schicken sollst. Davon rate ich ab.

Wenn ein AG z.B. nicht erreichbar ist, landet das Einschreiben bei der Post und "wartet", dass es abgeholt wird. Dadurch kann es aber passieren, dass die Kündigungsfrist nicht eingehalten werden kann da es dort u.U. mehrere Tage liegt und die Frist erst einen Tag nach Erhalt der Kündigung anfängt zu laufen.

Ein Einwurfeinschreiben gilt als zugestellt, wenn der Briefträger es einwirft oder abgibt. Er bestätigt dann die Zustellung und nicht der Empfänger.

Antwort
von pythonpups, 74

Selbstverständlich kannst Du per Post kündigen. Allerdings würde ich vorschlagen das per Einschreiben zu machen, damit auch wirklich sichergestellt ist, daß es ankommt.

Antwort
von anitari, 56

Mußt Du nicht.

Du kannst sie auch so in den Briefkasten werfen oder per Einwurfeinschreiben schicken.

Wichtig das sie fristgerecht beim AG ankommt und das notfalls nachweisen kannst.

Ich würde sogar einen Briefumschlag und eine Briefmarke reinlegen,

Die Marke gleich drauf kleben, Deine Adresse als Empfänger auf den Umschlag schreiben und gleich eine Kopie/Zweitschrift auf der der AG den Erhalt doch bitte bestätigen möchte, dazu. 

Denn er muß die Kündigung nicht bestätigen.

Antwort
von johnnymcmuff, 44

ich habe neue Arbeit gefunden und muss/möchte in der Alten Firma kündigen, da ich eigentlich keine Lust habe meinen Chef die Kündigung direkt zu überreichen wollte ich nachfrage, ob es nicht auch reicht diese per Post zu schicken.

Das geht, aber dann bitte per Einwurfeinschreiben.

Ich würde sogar einen Briefumschlag und eine Briefmarke reinlegen, damit er mir eine Kopie zukommen lässt. Ist das zulässig?

Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung und bedarf keiner Bestätigung, das bedeutet, der AG muss es Dir nicht bestätigen, wenn er das nicht will.

Antwort
von Mignon4, 58

Selbstverständlich kannst du deinen Arbeitsvertrag schriftlich und per Post kündigen. Sende das Kündigungsschreiben per Einschreiben. Das ist für dich sicherer. Beachte aber die Kündigungsfrist in deinem Arbeitsvertrag.

Wofür willst du einen Briefumschlag mit Briefmarke beifügen? Welche Kopie meinst du??

Antwort
von dannyotti, 53

Du musst nur sicher gehen, dass die Kündigung ankommt. Per Post ist es eigentlich ziemlich sicher. Vielleicht solltest du reinschreiben, dass du gern ne bestätigung per mail oder verbal hättest, dass die Kündigung angekommen ist.

Oder halt per einschreiben.

Antwort
von Kleckerfrau, 60

Schick sie per Einschreiben mit Rückantwortkarte. Dann kann er nicht behaupten sie nicht erhalten zu haben.

Kommentar von farnickl ,

Doch kann er

Kommentar von Kleckerfrau ,

Irgendjemand in der Firma unterschreibt den Empfang des Schriftstückes. Wenn dieser jemand die Kündigung nicht weiterleitet, ist es nicht Schuld des Absenders.

Kommentar von anitari ,

Irgendjemand in der Firma unterschreibt den Empfang des Schriftstückes.

Und wenn der Zusteller außerhalb der Geschäftszeit oder am Samstag kommt?

Oder der Jemand sich weigert des ES anzunehmen?

Kommentar von Kleckerfrau ,

Das wird ja wohl kaum passieren. Und Postboten wissen auch wann Firmen besetzt sind und wann nicht.

Kommentar von anitari ,

Und Postboten wissen auch wann Firmen besetzt sind und wann nicht.

Sicher, nur was nutzt das? Die Post wird nach Straße und Hausnummer sortiert, nicht  nach Einschreiben + Rückschein und Geschäftszeiten.

Kommentar von johnnymcmuff ,

Einwurfeinschreiben wird von Anwälten empfohlen.

Es ist schlecht mit Rückantwortkarte, wenn der AG z.B. im Urlaub ist, bei Einwurfeinschreiben, gilt es als zugestellt, auch wenn niemand da ist.

Antwort
von 19Michael69, 25

Hallo,

hast du nicht eine Kleinigkeit vergessen?

Du hast eine Kündigungsfrist die du einhalten musst und musst daher wohl oder übel sogar noch mehrmals in die Firma.

Dann kannst du die Kündigung auch gleich persönlich abgeben.

Oder gehörst du zu denjenigen, die sich jetzt schon vorher haben krankschreiben lassen und dann in dieser Zeit kündigen?

Viele Grüße

Michael

Antwort
von SebRmR, 39

Warum die Kündigung nicht einfach in den Briefkasten der Firma geben, oder der Chefsekretärin?

Wenn die Firma groß genug ist und eine Personalabteilung hat, warum nicht bei der kündigen?

Antwort
von Grautvornix, 56

? Ja, reicht, wenn du sicher gehen willst, dann mit Rückschein.

Warum soll er dir eine Kopie von deiner Kündigung zuschicken?

Kommentar von anitari ,

Ja, reicht, wenn du sicher gehen willst, dann mit Rückschein.

Dieser Irrtum ist nicht auszurotten.

Was wenn der Postbote außerhalb der Geschäftszeiten oder am Samstag kommt? Dann ist keiner da.

Oder die Firma 3 Wochen wegen Betriebsferien geschlossen ist?

Oder die Annahme des ES verweigert wird?

Kommentar von Grautvornix ,

Dann erfährt der Absender es, und kann dann reagieren.

Und es gibt einen Beweis, das versucht wurde ein Schriftstück zuzustellen.

Behauptest du das, Einschreiben mit Rückschein Unsinn sind?

Kommentar von anitari ,

Behauptest du das, Einschreiben mit Rückschein Unsinn sind?

Nein, aber die unsicherste Art, vor allem wenn Fristen zu waren sind, der Zustellung.

Der Versuch das Es zuzustellen gilt aber nicht als zugestellt. Das ist ein Schreiben erst wenn der Empfänger die Möglichkeit hat von dem Inhalt Kenntnis zu nehmen.

Bis der Absender erfährt die Zustellung nicht möglich war können bis 10 Werktage vergehen. Klar kann er dann reagieren in dem dann die Kündigung noch mal z. B. per Einwurfeinschreiben schickt. Nur dann endet der Vertrag später.

Kommentar von Kleckerfrau ,

Schwarzmalerei

Kommentar von Grautvornix ,

@anitari

Nein, aber die unsicherste Art, vor allem wenn Fristen zu waren sind, der Zustellung.

Was ist denn dann bitte ein ganz normaler Brief?

Habe weiter recherchiert, jetzt muss ich dir teilweise Recht geben.

Hab ich was gelernt.

Die sicherste Methode ist, dann wohl doch die Kündigung persönlich abzugeben, und den Empfänger mit Waffengewalt zu zwingen das Schreiben zulesen.

Natürlich unter Zeugen.

Ne, ohne sche...ß, selbst ein Einwurfeinschreiben, kann u.U. nicht ausreichend sein.

http://www.pcwelt.de/ratgeber/Einwurfeinschreiben-sind-nicht-immer-rechtssicher-...

Das sind Einzellfälle, normale Firmen haben i.d.R. zur Postzustellzeit geöffnet, dann kommt der Rückschein nach ca. 4 Tagen zurück.

Diese Zeit sollte man mitberechnen, dann bleibt noch Zeit zu reagieren, wenn der Rückschein dann nicht kommt.

Wenn die Zeit drängt, sollte man es tatsächlich persönlich abgeben.

Kommentar von Familiengerd ,

Kleckerfrau:

Das als "Schwarzmalerei" zu bezeichnen, ist völliger Unsinn!

Das ist so wenig "Schwarzmalerei" wie die Warnung, wegen Unfallgefahr eine dicht befahrene Straße nicht bei roter Fußgängerampel zu überqueren!

Die Hinweise von anitari, Hexle2johnnymcmuff, perterobm auf Risiken bei einer Zustellung als Einschreiben mit Rückschein sind völlig berechtigt.

Es ist richtig, dass auch ein Einwurfeinschreiben keine hundertprozentige Sicherheit bedeutet, weil im Falle einer Beweisführung bei einen gerichtlichen Auseinandersetzung die Quittierung durch den Postboten unter Umständen nicht ausreicht und er sich dann gegebenenfalls persönlich an den Einwurf erinnern muss (was eher unwahrscheinlich ist).

Die sicherste Art ist immer noch der persönliche Einwurf in den Firmenbriefkasten oder die Übergabe (beides mit einem Zeugen) oder die Zustellung durch einen Gerichtsvollzieher.

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