Frage von pady1991, 125

Mit Mountainbikes im Straßenverkehr fahren?

Hallo Zusammen, ich bin mir momentan am überlegen ob ich mir ein Mountainbike kaufe. Ich hörte nur von Arbeitskollegen, dass man mit Mountainbikes nicht im öffentlichen Straßenverkehr fahren dürfte. Ich fragte nach, ob das auch dann gelte wenn man die Fahrräder mit Licht nachrüstet. Da sagten die auch, dass dies nicht erlaubt wäre. Stimmt das?

Antwort
von DaSilva88, 66

Hallo,
solange du Licht, Reflektoren und Klingel nachrüstest darf man damit Fahren.
Bei mir hier nehmen die das auch nicht so genau, die sind schon froh wenn man Licht hat.
Aber um nur auf der Straße zu Fahren ist ein MTB wirklich die schlechteste Lösung, such dir lieber ein Trekkingrad (die sind heutzutage auch nicht mehr so hässlich)

Lg Sven

Expertenantwort
von elenano, Community-Experte für Fahrrad, MTB, Mountainbike, 56

Wenn dein Mountainbike den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung entspricht, darfst du es auch auf der Straße einsetzen.

Neben funktionierenden Bremsen solltest du Licht für Vorne und Hinten haben, Reflektoren für Vorne und Hinten, Speichenreflektoren, Reflektoren an den Pedalen und eine Klingel.

Meiner Meinung nach sieht das am MTB aber hässlich aus.

Für die Straße ist ein MTB sowieso eher ungünstig, da die Federgabel Energie schluckt und die breiten Reifen mit grobem Profil einen hohen Rollwiderstand haben.

Antwort
von apachy, 74

Solange das Fahrrad der Straßenverkehrsordnung entspricht, sprich Licht, Reflektoren, Klingel usw. hat, ist das selbstverständlich erlaubt.

Für jemanden der allerdings hauptsächlich auf der Straße fährt, ist ein Mountainbike so ziemlich das ineffizienteste Fahrrad was es gibt. Gerade Komponenten wie eine Federgabel erfordern Wartung, haben ein hohes Gewicht und schlucken beim Treten ordentlich Energie, die du bei vielen anderen Fahrradtypen auf die Straße übertragen würdest.

Für die Straße bist du, sofern du ein sportliches Rad willst, deutlich besser beraten mit einem Rennrad, Fitness/Urbanbike, wenn es auch mal durch Waldwege soll mit einem Crossbike (ggf. mit Starrgabel) oder einem Cyclocross.

Kommentar von Alp200 ,

"Komponenten wie eine Federgabel erfordern Wartung, haben ein hohes Gewicht"

Einmal im Jahr maximal  und meine Federgabel wiegt mit 1530g weniger, als viele Stahl-Starrgabeln.

"und schlucken beim Treten ordentlich Energie, die du bei vielen
anderen Fahrradtypen auf die Straße übertragen würdest."

Kommt auf den Federweg an. Bei 100mm Standard und harter Einstellung bemerkt man da fast gar nix und wenn doch, kann man die Gabel mit dem Lockout sperren.

Kommentar von apachy ,

Nun die meisten Rennräder, Fitness und Urbanbikes besitzen aber schon im Einsteigerbereich Carbongabeln, die dann doch etwas leichter sind.

Einmal im Jahr ist auch einmal im Jahr, letztlich bleibt eine Federgabel auch ein Verschleißteil. Bei mir ist z.B. der Faltenbalg hinüber, suche schon seit Wochen nach einem Ersatz, kein Radladen in der Nähe kann mir da was anbieten und im Netz findet man für die Gabel auch nix, Folge ist das sich da sicherlich schneller Schmutz sammeln wird und es Probleme geben wird. Probleme die ich mit meiner Carbongabel am alten Rad nicht hatte.

Lockout ist schön und gut aber wenn ich eh mit Lockout fahre, wofür dann die Federgabel? Man brauch sie eben in der Stadt nicht. Und ob man sie bemerkt hängt wohl stark davon ab wie man fährt. Wer sportlicher fährt, öfter mal im Wiegetritt beschleunigt, der wird auch eine hart eingestellte Gabel ordentlich durchfedern.

Ich sehe zumindest für die Stadt keinerlei Vorteile einer Federgabel. Entsprechender Komfort lässt sich eher über Reifen, Sattel oder gar eine federnde Sattelstange (Parallelogramm) erreichen.

Und von all dem abgesehen sind Federgabeln eben i.d.R. an ohnehin schon schwereren Fahrrädern dran und nicht an leichten Bikes wie Rennrädern, Cyclocross Fahrrädern oder Urban/Fitnessbikes, sondern an klassischen Stadträdern, Mountainbikes und vielen Crossrädern/Trekkingrädern.

Die sind dann natürlich auch mit der weiteren Geometrie eher für ihre Bedürfnisse gebaut und nicht für Geschwindigkeit und Laufruhe (Radstand, BB Drop usw.)

Nix gegen Federgabeln an sich aber es kommt eben aufs Einsatzgebiet an. In der Stadt profitiert man eher von einem leichten Rad, anstatt von einem Panzer, den man an jeder Ampel mühevoll beschleunigen muss. Im Trail sieht das ganze natürlich wieder anders aus.

Antwort
von JackBl, 41

Ein MTB gilt lt STVZO nicht als Sportgerät und darf deswegen eigentlich nicht ohne die entsprechenden Sicherheitseinrichtungen auf öffentlichen Straßen betrieben werden.

http://de.soc.recht.strassenverkehr.narkive.com/UeqEUAyN/definition-rennrad

Antwort
von parz3vil, 72

Es ist erlaubt solang man es verkehrssicher macht

Antwort
von Novos, 60

Wenn es die geforderten Maßgaben erfüllt (Beleuchtung, Reflektoren, Schutzbleche ....) kannst Du damit fahren.

Kommentar von Schnoofy ,

Schutzbleche

?????

Kommentar von apachy ,

Schutzbleche weg, Klingel hin. Zumindest was die Anforderungen betrifft. Wer nen trockenen Hintern möchte, der steckt natürlich trotzdem eins ran.

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