Frage von Robiga, 73

Meine Patentante ist verstorben, Habe ich ein Anrecht auf Einsichtnahme in ihr Testament, kann diese im Zweifelsfall erzwungen werden?

Meine Patentante ist verstorben. Ein beim Notar hinterlegtes Testament ist vorhanden. Eine weitläufige Verwandte, die die Verstorbene in einigen Dingen des täglichen Bedarfs wie Einkauf und auch Bankgeschäfte unterstützt hat - die Tante war etwas sehbehindert - hat wohl auch die Verfassung des Testamentes vorbereitet und nach unserer Auffassung dabei in erster Limnie an sich selbst und an eine andere Person gedacht. Sie behauptet nun meine Geschwister sowie die Schwester der verstorbenen Tante seien in diesem Testament nicht erwähnt und will offenbar verhindern, dass wir das Testament in Augenschein nehmen können. Können wir erzwingen, dass uns dieses Testament zugänglich gemacht wird? Falls dies nicht geschieht, können wir die Realisierung der in diesem Testament angeblich gemachten Verfügungen solange verhindern bis uns das Testament zugängig gemacht worden ist un d wir uns davon überzeugen konnten, dass darin keine rechtswidrigen Verfügungen getroffen worden sind ggf. unter Ausnutzung der Sehbehinderung oder anderer Gebrechen der Tante. Erwähnt werden sollte noch, dass wir alle mindestens 200 km entfernt von der Tante wohnen und daher eine Einflussnahme nicht hätten verhindern können.

Expertenantwort
von ichweisnix, Community-Experte für Erbe, 49

Zunächstmal liegt das Testament beim Gericht, bzw. ist zwingend dort abzugeben. Sie können in das Testament Einsicht nehmen, wenn Sie ein berechtigtes Intresse glaubhaft machen.

https://dejure.org/gesetze/FamFG/13.html

Das gilt natürlich insbesondere für die gesetzlciehn Erben und die die Im Testament erwähnt wurden. Die Einsicht kann aber auf die entsprechenden relevanten Passagen begrenzt werden.


Falls dies nicht geschieht, können wir die Realisierung der in diesem Testament angeblich gemachten Verfügungen solange verhindern bis uns das Testament zugängig gemacht worden ist un d wir uns davon überzeugen konnten

Das kommt darauf an, ob Sie für die Realisierung handeln müssen oder nicht. Wird z.B. die Herausgabe von Gegenständen verlangt, muß man den natürlich nicht blind nachkommen. In diesen Fall wird man regelmäßig auch das Testament einsehen können.


Antwort
von peterobm, 62

Ein beim Notar hinterlegtes Testament ist vorhanden.

dann wird es auch durch diesen Eröffnet. Der Notar schreibt alle infrage kommenden Erben an. Solltet ihr nicht dabei sein, so ist ein Erbe ausgeschlossen. 

Bei einer Patentante muss zwangsläufig kein verwandtschaftliches Verhältnis bestehen.

Kommentar von Robiga ,

ich will zunächst gar nicht wissen ob ich an  geld  komme, das ist eigentlich sekundär. ich möchte nur wisssen ob ich  das Testament zu Gesicht bekomme oder ob das verhindert werden kann

Kommentar von ichweisnix ,

Das hängt doch unmittelbar zusammen. Wenn sie im Testament bedacht wurden, können sie entsprechend Einsicht nehmen. Wurden sie nicht bedacht, hat das Testament auf Sie ohnehin keinen Einfluss, selbst wenn es anfechtbar wäre würden bei einer erfolgreichen Anfechtung die gesetzliche Erbfolge in Kraft treten. Und es kann auch nur der Anfechten, den die Anfechtung zustatten käme.

Sie können sich natrülich an die gesetzlichen Erben wenden, die durch das Testament von der Erbfolge ausgeschossen wurden. Diese können in jeden Fall einsicht nehmen und Abschriften fertigen.

Antwort
von Ranzino, 53

Wenn das Testament eh beim Notar hinterlegt ist, müsst ihr gar nix machen. Die weitläufige Verwandte kann ihrerseits die Testamentseröffnung nicht verhindern.

Kommentar von Robiga ,

Kommentar von

Robiga

,

vor 1 Min

ich will zunächst gar nicht wissen ob ich an  geld  komme, das
ist eigentlich sekundär. ich möchte nur wisssen ob ich  das Testament zu
Gesicht bekomme oder ob das verhindert werden kann

Antwort
von sassenach4u, 43

Eine Abschrift des Testaments bekommen nur die Erben, andere Personen haben kein Recht darauf das Testament einzusehen. Das Original verbleibt beim Gericht, wo es eröffnet wird.

Wer nicht Erbe ist, hat auch keine Rechte.

Antwort
von sojosa, 46

Rein rechtlich steht dir als Patenkind nichts zu wenn sie das im Testament nicht ausdrücklich erwähnt hat. Wenn das so wäre, hättest du eine Einladung zur Testamentseröffnung erhalten, was aber scheinbar nicht der Fall ist.

Kommentar von Robiga ,

Kommentar von

Robiga

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vor 1 Min

ich will zunächst gar nicht wissen ob ich an  geld  komme, das
ist eigentlich sekundär. ich möchte nur wisssen ob ich  das Testament zu
Gesicht bekomme oder ob das verhindert werden kann

Antwort
von Heidrun1962a, 25

Nein, du hast keinen Anspruch das Testament einzusehen. Falls du geerbt hast, dann wirst du vom Gericht angeschrieben.

Antwort
von Zeki2Stein, 42

Das Testament kann ohne Zustimmung euer Augenlicht nie erfassen, erst nach dem Tod der Person wird dieses durch einem Brief bekannt geben das Testament wird in den meisten Fällen niemals gesehen bzw nur von den Anwälten die es durchsetzen

Antwort
von webya, 41

Nein, das Testament wird aber vor Gericht eröffnet. 

An das Guthaben kommt die Tante aber nur mit Testament und da stehen alle Erben drin. Somit würdest du auch an das Geld kommen.  

Kommentar von Robiga ,

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Robiga

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vor 1 Min

ich will zunächst gar nicht wissen ob ich an  geld  komme, das
ist eigentlich sekundär. ich möchte nur wisssen ob ich  das Testament zu
Gesicht bekomme oder ob das verhindert werden kann

Kommentar von webya ,

Wenn du kein Erbe bist, dann hast du auch keinen Anspruch darauf, dass Testament anzusehen. 

Antwort
von Johannisbeergel, 46

Naja hat deine Patentante denn sonst keine Angehörigen? Normal sind die Kinder die, die so gut wie alles kriegen. Nicht die Patenkinder.

Kommentar von Robiga ,

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Robiga

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vor 1 Min

ich will zunächst gar nicht wissen ob ich an  geld  komme, das
ist eigentlich sekundär. ich möchte nur wisssen ob ich  das Testament zuGesicht bekomme oder ob das verhindert werden kann. KInder gibt es übrigens keine.

Antwort
von Robiga, 36

danke aber auf gehässige Bemerkungen von Leuten, dioe keine Ahnung über die Hintergünde haben kann ich verzichten!

Antwort
von newcomer, 41

wartet doch erst mal ab bis Tante beerdigt ist bevor ihr wie Hyänen über ihr Erbe herfällt

Kommentar von newcomer ,

Erwähnt werden sollte noch, dass wir alle mindestens 200 km entfernt von
der Tante wohnen und daher eine Einflussnahme nicht hätten verhindern
können.

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wenn ihr euch öfters dort sehen hättet lassen wäre die Sache längst geklärt worden

Kommentar von Robiga ,

Auf die gehässigen Bemerkungen von Menschen, die keine Ahnung von den Hintergründen haben, kann ich gut verzichten!

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