Frage von grubikater61, 1.187

meine frau will zugewinn vom haus das ich vor der ehe geerbt habe steht ihr das zu?

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Antwort
von marcussummer, 1.050

Grundsätzlich nein, da der ausgleichsrelevante Zugewinn nur aus dem Vermögenszuwachs besteht, welcher während der Ehe erlangt wurde. Das Anfangsvermögen ist nicht zugewinnpflichtig. Der inflationsbedingte Wertzuwachs gilt dabei nicht als Zugewinn.

Ausnahmsweise kann aber ein Ausgleichsanspruch bestehen, wenn die Ehefrau aus eigenem Geld werterhöhend in die Immobilie investiert hat.

Kommentar von grubikater61 ,

nein hat sie nicht das geld kam auschliesslich von mir und ihr anwalt besteht darauf

Kommentar von marcussummer ,

Dann hat ihr Anwalt möglicherweise keine Ahnung oder hofft, dass du auf so was reinfällst und freiwillig eine sehr ungünstige Auseinandersetzungsvereinbarung unterschreibst. Das wird dir dein Anwalt hoffentlich auch so erklären. Solltest du dir vielleicht nehmen, falls du noch keinen hast. Bei Scheidungen gilt häufig: Kein Anwalt ist teurer als ein Anwalt. Wer weiß, was dir sonst vielleicht beim Thema Unterhalt untergejubelt werden soll...!

Kommentar von schelm1 ,

Selbstverständlich besteht im Hinblick auf vorhandenes Grundvermögen ein Zugewinnausgelichsanspruch hinsichtlich des während der Ehe generierten Mehrwertes des Hauses, soweit ein solcher Zugewinnausgleich bei der Eheschließung nicht ausdrücklich gegnseitig verzichtet wurde, was bei unterschiedlichen Vermögensaugangssituationen häufig der Fall ist.

@marcusummer - Ihre Antwort ist schlicht falsch!

Kommentar von webya ,

Auch wenn die Kreditraten von ihrem Konto kamen und sie auch das Geld verdient haben, steht ihrer Frau hiervon die Hälfte zu. In der Ehe wird geteilt. Da hat der Anwalt ihrer Frau absolut recht.

Kommentar von marcussummer ,

Vielleicht habe ich mich da etwas unklar ausgedrückt: Mit "nicht ausgleichspflichtig" meinte ich lediglich den Zugewinn, der durch die Marktschwankungen entsteht und nicht Äquivalent einer Investition der Eheleute ist. In diesem Fall (keinerlei Investitionen) ist die Wertsteigerung nämlich nicht die Frucht der gemeinsamen Eheführung und der damit verbunden Vermögensverwaltung - und somit nicht ausgleichspflichtig.

Wenn die Eheleute gemeinsam (zumindest wirtschaftlich) in das Haus investiert haben und dadurch eine Werterhöhung herbeigeführt haben, ist diese ausgleichspflichtig. Denn dann basiert der Zugewinn ja darauf, dass ein Ehepartner Geld nicht für die gemeinsame Lebensführung verwendet hat, sondern auf "sein" Haus. Dafür darf er natürlich nicht privilegiert werden.

Antwort
von wfwbinder, 932

Nehmen wir an  ihr hattet beide vor der Ehe null.

Nur Du hattest aus der Erbschaft das Haus im Wert von 100.000,- Euro.

Nun am Ende der Ehe habt Ihr beide noch immer kein Geld auf den Konten, aber Dein Haus ist inzwischen 140.000,- Euro Wert.

Dann hattest Du in der Ehe einen Zugewinn von 40.000,-, Deine Frau Nein.

Somit wird der Zugewinn ausgeglichen udn Du musst Ihr 20.000,- zahlen.

Das ist ein vereinfachtes Beispiel, weil natürlich Sparverträge, Altersvorsorge usw. in diese Berechnungen eingehen und so wird es eine komplizierte Rechnerei. Aber es ändert nichts an der Grundlage. Dein Haus ist udn bleibt es. Aber Dein Zugewinn in der Ehe an dem Haus, geht in die gesamte Berechnung zum Zugewinn ein.

Kommentar von Doktorfruehling ,

Genau so ist es, musste auch zahlen obwohl die Ex Frau nie getilgt hat oder sich an sonstigen kosten beteiligt hat da der Wert der Immobilie gestiegen war

Kommentar von grubikater61 ,

mein noch haus ist 95.000 € wert ich bekomm es aner für 65.000 € verkauft davon gehen schulden weg  und somit bekommt sie Null seh ich das richtig? vielen dank für die antwort

Kommentar von schelm1 ,

Ihre Ansicht ist unerheblich! Das Haus wird bei Uneinigekit von einem keit von einem vereidigten und öffentlich bestellten Sachverständigen auf den Tag der Eheschließung und den Tag der güterrechtlichen Auseinandersetzung bewertet. Diese Wertvorstellung wäre im Zweifel für ein Gericht Basis zur Festsetzung des Zugewinnausgleichsanspruches.

Antwort
von schelm1, 860

Ihre Frau hat Anspruch auf den Zugewinnausgelich. Die Summe ergibt sich aus dem Wert des Hauses zum Zeitpunkt der Eheschließung und dem Wert zum Zeitpunkt der güterrechtlichen Auseinandersetzung. Vom ermittelten Zugewinnwert steht Ihrer Frau die Hälfte zu. Falls Sie aber bei der Eheschließung aufgrund der ungleichen Vermögensausgangssituation den Zugewinnausgleich gegenseitig verzichtet haben, bekommt die Ehefrau  keinen Ausgleich.

Antwort
von DFgen, 751

Egal, wann du das Haus geerbt hast (vor oder während der Ehe), gehört es zu deinem vorehelichen Vermögen oder auch "Anfangsvermögen". 

Sollte das Haus aber während der Ehe eine Wertsteigerung erfahren haben (z.B. anfangs 100.000 Euro wert gewesen sein und am Ende der Ehe dann 160.000 Euro), so fließt diese Wertsteigerung (das wären hier dann 60.000 Euro) in den Zugewinn ein, der am Ende der Ehe auf beide hälftig aufgeteilt wird.

Da aber jedem nach der Ehe wieder allein gehört, was er bereits vor der Ehe allein besaß, muss das "herausgerechnet werden".

Beispiel:

Du hattest zu Beginn der Ehe neben dem Haus noch 30.000 Euro Ersparnisse, die Frau 5.000 Euro, die ihr beide komplett in das Haus gesteckt habt... nach fertiger Renovierung des Hauses habt ihr dann gemeinsam nochmal 25.000 Euro angespart... Daraus ergäbe sich dann:

  • Anfangsvermögen: Mann = 130.000 / Frau = 5.000 Euro, zusammen 135.000 Euro
  • Das Endvermögen der Ehe beläuft sich auf insgesamt 185.000 Euro (Haus + Ersparnisse), wovon die Anfangsvermögen abgezogen werden, so dass noch 50.000 Euro aufzuteilen wären, also 25.000 Euro pro Nase.

Nach Abzug der Ersparnisse (jeder erhält davon 12.500) gehören jedem noch weitere 12.500 am Zugewinn.

Der eigentliche Zugewinn der Frau am Haus selbst beträgt somit noch 12.500 Euro, die ihr ausgezahlt werden müssten...

Antwort
von Bitterkraut, 637

nein, deine Frau hat da keinen Anpruch Die Erbschaft fällt ohnehin nicht unter den Zugewinn und schon gleich 2x nicht, weil du vor der Eheschließung gerbt hast.

Zugewinn das das, was während der Ehe an Vermögen hinzugewonnen wurde.

Antwort
von webya, 622

Der Teil, der das Haus seit eurer Heirat an Wert zugenommen hat, auf den hat sie Anspruch auf Zugewinn.

Kommentar von schelm1 ,

Knapp und präzise richtig beantwortet!

Antwort
von Schuhu, 587

Nur, wenn ihr in der Ehe in das Haus investiert habt. Dann aber auch nur bis zur Höhe der halben Investition.

Kommentar von grubikater61 ,

auch wenn das Geld vom Umbau von mir kam?

Kommentar von Schuhu ,

War das Geld, das du schon vor der Ehe besessen hast? Wenn es das ist, was du in der Ehe verdient hast, wird deiner Frau die Hälfte zugerechnet (egal wer wieviel verdient hat).

Kommentar von grubikater61 ,

nein ich hab ein teil vom erbe verkauft damit wurde der umbau getätigt

Kommentar von Schuhu ,

Dann wirds schwierig. Natürlich darfst du durch die Trennung nicht schlechter gestellt werden als vor der Ehe. Wie ihr das genau ausrechnen könnt, wird dir dein Anwalt sagen können. Manche Häuser gewinnen ja auch einfach dadurch an Wert, dass sie in einer beleibten Wohngegend stehen.

Antwort
von Josefkpp, 624

nein ganz und gar nicht.

Kommentar von Doktorfruehling ,

Das ist nicht korrekt, sie hat einen Anspruch

Kommentar von schelm1 ,

Aber ganz sicher sogar!

Antwort
von kenibora, 581

Wenn kein Vertrag vorhanden, Zugewinn nach der Ehe, ja!

Kommentar von grubikater61 ,

wie ich alleine steh im grundbuch amt und dann bekommt sie auch noch was ?

Kommentar von schelm1 ,

Na kalr! Soweit Sie im gesetzlichen Güterstand vereheiratet sind,  sind Sie zum Zugewinnausgleich gegenüber der Ehefrau verpflichtet.

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