Frage von cheyenne8181, 71

Mein Vater hat einen Erbverzicht beim Notar unterschrieben und einen betrag erhalten dies betrifft auch seine Kinder?

Mein Vater hat vor Jahren einen Erbverzicht unterschrieben beim Notar der auch seine Kinder betrifft nun hat meine Oma ein neues Testament geschrieben worin sie ihre Enkeltochter als erbin einsetzt gilt der Erbverzicht den mein Vater unterschrieben hat und für den er einen Betrag damals erhalten hat nun trotzdem noch für meinen Vater oder bekommt er nun seinen Pflichtteil. Wie ist das mit der Enkeltochter jetzt die Erbin sein soll ist sie nun Erbin oder ist das durch den Erbverzicht des Vaters nicht möglich. Frage das deshalb da meine Oma auf keinen Fall möchte das ihr Sohn etwas bekommt warum auch immer sie möchte es nicht.

Antwort
von sergius, 45

Der Erbverzicht des Vaters, der nach § 2346 BGB auch seinen Pflichtteilsverzicht einschließt, gilt nur für seine und seiner Kinder gesetzliche Erbfolge, es sei denn, er habe zugleich gemäß § 2352 BGB  auch auf testamentarische erbmäßige Zuwendungen verzichtet.  Das wäre aber höchst ungewöhnlich und rechtlich sinnlos; denn es wäre ja der Oma überlassen, ihn im Testament nicht zu bedenken; ein Verzicht wäre überflüssig.

Wenn er also (nur) auf die gesetzliche Erbfolge zugleich für seine Kinder verzichtet hat, bleibt davon unberührt, wenn Ihre Oma jetzt  Ihre Schwester testamentarisch zu Erbin eingesetzt hat, vor allem, wenn das zeitlich nach dem Erbverzicht Ihres Vaters geschehen ist, wie es offenbar hier der Fall ist..

Für die Erbfolge nach Ihrer Oma wird also dieses Testament gelten. Wenn Sie in diesem Testament nicht bedacht worden sind (als Miterbin oder per Vermächtnis) können Sie aufgrund der Verzichtserklärung Ihres Vaters nichts erwarten, insbesondere auch keinen Pflichtteil. Da die Oma dement ist, können Sie auch nicht mehr darauf hinwirken, dass sie in einem neuen Testament Ihnen etwas zuwendet.

 

Antwort
von imager761, 25

Nein, der Erbverzicht des Sohnes gilt nicht bei gewillkürter Erbfolge. Die Enkelin würde demnach Erbin wie testamentarisch verfügt es sei dennn, das Testament würde wg. mangelnder Testierfähigkeit wg. Altersdemenz wirksam angefochten und für unwirksam erklärt oder die Enkelin hätte Oma dazu erpresst, sie zu begünstigen.

G imager761

Antwort
von brido, 25

Er verzichtet für sich und seine Erben auf die Erbschaft.  Schenkungen sind nachwievor möglich. 

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