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Mein Freund wurde gekündigt und ziemlich down. Was tun?

gefragt von kochentotal am 26.09.2007 um 13:43 Uhr

Mein Freund wurde vor kurzem gekündigt (betriebsbedingt)und jetzt wird er immer mehr depri, will abends nichts mehr machen und verkriecht sich. Wie kann ich ihm am besten helfen, damit er nicht komplett in ein schwarzes Loch fällt (er hat eh so eine kleine Neigung in der Richtung)?


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Kajjo
beantwortet von Kajjo am 26. September 2007 13:52
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Unterstütze ihn dabei, sich kräftig zu bewerben! Plant gemeinsam, welche Art von Stellen er sucht oder sich vorstellen könnte. Hilf ihm, indem ihr gemeinsam Stellenanzeigen durchschaut und selektiert. Arbeitet gemeinsam an tollen Bewerbungsunterlagen. Fieber mit ihm gemeinsam den Einladungen oder Absagen entgegen. Macht es zu einem gemeinsamen Projekt!

Emotional solltest Du ihm zeigen, daß der verlorene Job ihn nicht zu einem schlechteren Menschen macht, sondern er doch derselbe geblieben ist. Gib ihm Mut, daß er bestimmt bald wieder einen Job findet.

Er sollte sich tagsüber ausreichend beschäftigen. Wenn ihm das selbständig schwer fällt, versucht über das Arbeitsamt Kurse und ähnliches zu finden, die nicht langfristig binden, sondern nur kurzfristig sind, damit ihr flexibel bleibt.

Finanziell: Besprecht rechtzeitig und offen, wie sich seine Arbeitslosigkeit auf Eure gemeinsame finanzielle Situation auswirkt (falls es eine gemeinsame Situation überhaupt gibt). Hab Verständnis dafür, wenn er keine kostspielige Abendunterhaltung mehr möchte: Essen gehen, Kino etc. kostet alles viel Geld und damit sollte jetzt gut gehaushaltet werden! Es gibt auch viele günstige Dinge, die man zusammen machen kann (Sex, Wandern, Gesellschaftsspiele...)!

Kommentar von 49d1bda04f2544431776195aa09e5c27smallHelmutRn am 26. September 2007 13:54

Sehr gute Antwort DH!


polarfuchs
beantwortet von polarfuchs am 26. September 2007 16:47
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Ich schliesse mich den Ausführungen von Kajjo an, möchte aber noch folgendes ergänzen: Je länger seine Arbeitslosigkeit dauert, umso mehr besteht die Möglichkeit, dass er neidisch auf Dich wird, weil Du die "erfolgreichere" bist. Ebenso kann er auch Stimmungsschwankungen unterlegen sein. Sicherlich wird es schwierig, in solch einer Situation in Normalität zu leben. Für ihn wird es, je nachdem wie lange er in der Firma beschäftigt war, einige Zeit dauern, bis er es verdaut hat. Er muss sich bewusst sein, dass es viele Firmen geben wird, die gar nicht auf seine Bewerbung antworten oder verbunden mit einer Absage die Unterlagen zurückschicken. Fakt ist, je länger er aus dem Arbeitsprozess raus ist, umso schwieriger wird es, Fuss zu fassen. Deshalb - auch wenn es schwer fällt - direkt jetzt schon die Initiative ergreifen und Bewerbungen los schicken. Vielleicht auch überlegen, einen Kurs "Bewerbungstraining" zu belegen. Dort werden gerade für Arbeitnehmer, die sich lange Zeit nicht mehr beworben haben, wertvolle Tipps hinsichtlich Gestaltung, Wortwahl etc gegeben. Und noch eins: es ist absolut keine Schande, arbeitslos zu werden. Das gehört heute (leider) zu unserer Gesellschaft dazu. Gedanken sollte er sich auch darüber machen, ob weiter in dem bisherigen Beruf arbeiten möchte oder ggf. über das Arbeitsamt finanziert, eine Umschulung macht. Übrigens: Für jede Bewerbung gibt es 5 Euro vom Amt für Arbeit. Wichtig ist, sich auch sofort arbeitslos zu melden, damit er keine Fristen versäumt, falls er das nicht schon getan hat. Wünsche Euch viel Glück.


andreas48
beantwortet von andreas48 am 26. September 2007 13:46
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ganz trivial gesagt, Vogel-Strauß-Methiode hilft nicht.. tritt ihm am besten in den verlängerten Rücken, dass er sich aufmacht eine Beschäftigung/Arbeitsstelle zu finden...und somit gar keine Zeit hat Trübsal zu blasen und über Gott und die böse Welt nachzudenken..




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Eine Kündigung ist mehr als nur der Verlust der Arbeit. In einer Gesellschaft, in der sich die Menschen zunehmend über ihren Beruf definieren, fühlen sich Arbeitslose schnell wie komplette Verlierer.

Die Psyche leidet, der Körper streikt, selbst Optimisten geraten schnell an ihre Grenzen, wenn auf jede Bewerbung nur eine Standardabsage folgt. „Betroffene sollten schon aktiv werden, wenn sich eine Kündigung auch nur abzeichnet“, rät Professor Thomas Kieselbach vom Institut der Arbeit, Arbeitslosigkeit und Gesundheit an der Universität Bremen. Denn nicht jede Kündigung kommt aus heiterem Himmel. Oft gehen Gespräche mit Vorgesetzten oder dem Betriebsrat voraus. Oder es sind schon zahlreiche Kündigungen in anderen Abteilungen ausgesprochen worden. Anstatt sein Schicksal abzuwarten, sollte man sich zu diesem Zeitpunkt schon neu orientieren.




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