Krankmeldung - wie?

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10 Antworten

Normalerweise ist in jeder Firma geregelt, wie man sich ordentlich abmeldet.

Ich brauche die ersten drei Tage auch keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AUB). Wenn ich krank bin, schreibe ich zuerst eine Mail an meinen Vorgesetzten dass es mir nicht gut geht und ich daheim bleibe.

Später ruf ich meist noch mal an um persönlich mit ihm zu sprechen. Das muss ich zwar nicht, da wir aber respektvoll und höflich miteinander umgehen, wird das so gelebt. Zudem sind auch manchmal noch Dinge zu besprechen die evtl. am gleichen Tag noch erledigt werden müssen, was ihm nicht unbedingt bekannt ist.

Rechtlich ist kein AN verpflichtet den Krankheitsgrund zu nennen, er muss sich nur rechtzeitig abmelden und, falls vorgeschrieben, eine AUB bringen. Dein Kollege hat sich rechtzeitig abgemeldet und wenn die Abkürzung "KZH" im Betrieb üblich ist, kann man ihm das nicht vorwerfen, wenn nicht und man muss erst raten  was gemeint ist, sollte er in Zukunft solche Abkürzungen nicht benutzen.

Ich finde es außerdem extrem unhöflich, keinen Text sondern nur einen Betreff mit einer Abkürzung zu benutzen. Darüber wäre unser Personalbüro, bzw. die Vorgesetzten auch nicht gerade begeistert. Ein bisschen mehr Höflichkeit wäre angebracht.

Festgelegt ist im § 5 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz dass der AN bei Arbeitsunfähigkeit verpflichtet ist dem AG unverzüglich, d.h. so früh wie möglich, mitzuteilen dass er krank ist und wie lange das voraussichtlich dauert.

Wenn der AN denkt, dass ein Tag daheim reicht, sollte er das dem AG mitteilen. Stellt er am nächsten Tag oder noch am gleichen Abend fest, dass er doch noch nicht zur Arbeit kann, sollte er das wieder umgehend mitteilen. Ansonsten kann man ja auch sagen dass man voraussichtlich z.B. erst übermorgen wieder kommt oder ggf. zum Arzt geht und sich dann noch einmal meldet.

Ob die Abmeldung telefonisch, per SMS, E-Mail, Fax.....erfolgen soll schreibt das Entgeltfortzahlungsgesetz nicht vor

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Bei einer Krankmeldung muss man sich nicht ausführlich äußern, aber einfach die Abkürzung "KZH" in den Betreff und im Textteil gar nichts zu schreiben, halte ich erstens für äußerst unhöflich und nicht jeder kann damit etwas anfangen. Ich habe da eben lange drüber nachdenken müssen.

Ein, zwei Sätze kann man auch mit Fieber und starken Schmerzen immer noch zustande bringen. lg Lilo

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Kommentar von BerlinerBub85
23.06.2016, 06:45

So sehe ich das auch aber jetzt eine weiter Frage! Kann man daraus, als Personalabteilung,z.B. einfach ein Fehltag drauß machen? Weil man mit der Krankschreibung nicht einverstanden ist? 

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Mich wundert viel mehr wie man sich als erwachsener Mensch solche Fragen stellen kann. Eine ordentliche Krankmeldung ist für meine Begriffe eine Sache des gesunden Hausverstandes und der Eigenverantwortung. Wie der Arbeitgeber informiert werden möchte und wann das ärztliche Attest eingereicht werden muss steht im Arbeitsvertrag ob per Mail. Telefon etc. und dann kann man, wenn man das schon per Mail macht, wohl hoffentlich 2 ordentliche Sätze schreiben. Das mit KZH am... die Personalabteilung keine Freude hat kann ich verstehen, ich finde das eher eine Frechheit.

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Der §5 EntgFG wurde schon genannt und darin steht, dass der AN unverzüglich dem AG informieren muss, auch über die voraussichtliche Dauer.

Ein KZH sehe ich daher nicht als ausreichend, eine Meldung per Email dagegen schon. Der Gesetzgeber verlangt nur unverzüglich, aber nicht die Art und Weise. Email, SMS, Fax mag zwar unpersönlich sein, rechtlich aber OK.

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Naja, Krankmeldung ab ... sollte schon minimal drin stehen. Natürlich muß da nicht stehen "hab mich erkältet" und auch nur wenn man nett sein will zum Arbeitgeber, wie lange man vorraussichtlich krank sein wird.Ein Anruf ist immer besser, weil man dann ganz sicher jemanden erreicht hat.

Nur 3 Buchstaben bei denen die Personalabteilung dann raten soll was die bedeuten in einer E-Mail die vielleicht erst gelesen wird, wenn man den Suchtrupp schon dem verschollenen hinter her geschickt hat ist etwas grenzwertig finde ich...

Wie das Rechtlich aussieht kann ich nicht sicher sagen.

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Die meisten Unternehmen wollen einen Anruf, keine Mail, um zu prüfen ob du zb bei Erkältung wirklich krank bist.

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Kommentar von PeterSchu
23.06.2016, 09:12

Die Art der Erkrankung geht den Betrieb nichts an und nachprüfen kann man so etwas telefonisch ohnehin nicht. Es ist lediglich so, dass ein Anruf in der Regel die beste Möglichkeit ist, zu gewährleisten, dass die info auch angekommen ist.

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Es reicht wenn der Arbeitgeber den für ihn vorgesehenen Abschnitt der AU bekommt. Weitere Infos über die Krankheit gehen ihn nichts an. Der AG muss wissen ab wann und wie lange die AU dauert.

Jetzt kommst: immer wieder der Irrglaube, dass man eine AU erst ab dem 3 Tag benötig. Das ist leider falsch. Das bedeutet nur, dass die AU spätestens am 3. Tag der Arbeitsunfähigkeit dem AG vorligen muss, mit Datum des ersten AU Tages.

Das hat folgenden Grund: da der AG für 6 Wochenlohnfortzahlung erbringt und es ab der 7 Woche KG gibt, würden dir, wenn du die AU erst ab dem 3 Krankheitstag ausstellen läst 3 Tage fehlen. Der AG bräuchte dir diese Fehltage nicht bezahlen. Und auch für die Krankenkasse ist es wegen der KG Zahlung wichtig, dass die AU ab dem 1. AU Tag ausgestellt ist.

Der AG so wie die KK benötigen eine lückenlose Dokumentation deiner AU Dauer.

Der Ag könnte sogar verlangen die AU ab dem ersten Arbeitstag vorzulegen.

Wer eine AU vorlegt, darf diese AU nicht als Fehltage angerechnet bekommen. Ausnahme siehe wie oben beschrieben.

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Kommentar von PeterSchu
23.06.2016, 10:46

"...immer wieder der Irrglaube, dass man eine AU erst ab dem 3 Tag benötig. Das ist leider falsch."

Du betrachtest also das Entgeltfortzahlungsgesetz als Irrglaube? Schau doch lieber nochmal nach, denn dort steht wörtlich:

"Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen."

Der Fragesteller schreibt zudem ausdrücklich, dass in seinem Betrieb eine AU erst nach drei Tagen nötig ist. Ich versteh nicht, wie du daran zweifeln kannst.

"...da der AG für 6 Wochenlohnfortzahlung erbringt..."

Du wirst doch wohl zugeben, dass 6 Wochen mehr als drei Tage sind  Also muss logischerweise eine AU vorhanden sein und das von dir beschriebene Problem ergibt sich erst gar nicht.

"Es reicht wenn der Arbeitgeber den für ihn vorgesehenen Abschnitt der AU bekommt."

Das ist gleichermaßen ein unsinniger und gefährlicher Rat. Bekanntlich muss man, um eine AU zu bekommen, erst mal zum Arzt und dann muss man die Bescheinigung in den Betrieb bekommen, was per Post einen weiteren Tag dauern kann. Man würde also nach deinem Rat zwei Tage unentschuldigt fehlen und eine dicke Abmahnung riskieren.

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Schreib dass Du krank bist und fertig. DIe Krankheit selber geht nur Dich etwas an.
Des weiteren spare Dir doch bitte diese Abkürzungen, nicht jeder kennt sie.

KZH- Krank Zu Hause.

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Kommentar von michaela1958
23.06.2016, 06:43

Wenn man den Hintergrund kennt , um mit Abkürzungen Zeit und Platz zu sparen hat es durch den letzten Zusatz (KZH ist ein militärischer Ausdruck und nicht jeder kann damit was anfangen) in der Tat nichts gebracht.Außer das ich durch Dich eine Abkürzung mehr kenne ..Danke ! 

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"Krank zu Hause", diese drei Worte kann man doch ausschreiben, das nimmt nicht viel mehr Zeit in Anspruch als die drei Buchstaben "KZH", und es muss niemand rätseln, was diese Abkürzung tatsächlich bedeutet.

Trotzdem muss eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kurzfristig nachgereicht werden.

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Kommentar von Hexle2
23.06.2016, 13:14

Trotzdem muss eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kurzfristig nachgereicht werden.

Warum?

Wenn der AN nur einen Tag krank war und der Betrieb erst ab dem dritten Krankheitstag eine AUB verlangt, muss das doch nicht sein.

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Prinzipiell geht deinen Arbeitgeber nichts an , welche Krankheit du hast. Wenn dem nicht so wäre , würde der Arzt die Diagnose auch auf dessen Durchdruck der Krankmeldung schreiben.Weiterhin könnte dein AG daraus erkennen , ob es langfristig für ihn nicht besser, wäre sich von dir zu trennen..  

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Kommentar von BerlinerBub85
23.06.2016, 06:40

Naja in diesem Fall fehlte der Kollege ein Tag, also nichts mit Krankenschein ist ja auch nicht nötig! Aber in der Personlabteilung ist man mit der Art Krankmeldung (Inhalt der Email) nicht einverstanden, also einfach ne Mail ohne Name oder sowas und im Betreff KZH am.... .

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