Frage von UiOi14, 113

Kind im Straßenverkehr fast überfahren. Was hätte mich erwartet?

Es regt mich so auf dass solche Kinder überhaupt allein herunfahren dürfen. Wir haben ja in der Fahrschule gelernt dass man vor dem Abbiegen einen SSS- Blick machen Spiegel Spiegel Schulter. Und ich wollte noch rechts abbiegen und mach die Blicke. Ich war sowieso nur auf 30 kmh und plötzlich kommt von links vor dem Auto ein ca 10 jähriges Kind am roller daher. Mit Hilfe des Beifahrers kann ich im letzten Moment bremsen. Das Kind fährt einfach weiter vor dem Auto. Ich hab mich immer gefragt ob der SSS blick nicht gefährlich ist und nicht viel nützt und heute wurde mir das klarer. Ich fühl mich jzt irgendwie viel unsicherer beim Fahren. Warum verteidigt die Gesellschaft immer die Kinder ?! Und das Gesetz auch? Wenn ich das Kind überfahren hätte wäre mein Leben wsl jzt zerstört und das nur wegen dem dummen Blick? Ich weiß dass es den Vertrauensgrundsatz gibt aber das ist doch noch keine Freikarte vor ein Auto zu fahren?!

Antwort
von Shiranam, 27

Außer dem SSS Blick wird von Autofahrern ein erwachsendes, umsichtiges Handeln erwartet und kein roboterhaftes abhaken bestimmter Blicke. Wer das nicht versteht, dem gehört die Fahrerlaubnis entzogen.

Mir wurde damals beigebracht, dass ich jederzeit mit Unvorhersehbarem zu rechnen hätte, und dazu gehören nun einmal auch Kinder oder andere Passanten, die sich falsch verhalten.

Warum Du, als Erwachsener die höhere Verantwortung übernimmst, als das Kind? Weil das Kind noch nicht erwachsen ist, auch, wenn es hier sicher einsehen könnte, falsch gehandelt zu haben.

Wenn Du langsam fährst, dich an die gebotene Geschwindigkeit hältst und das Kind tatsächlich plötzlich unvermutet dicht vor Dir auftaucht, wird dich dafür niemand verurteilen, wenn es zu einem Unfall kommt.

Unfälle geschehen und man kann deshalb die Kinder nicht zuhause einsperren. Aber es sind Kinder, keine kleinen Erwachsenen! Selbstverständlich können sie noch nicht für alle Folgen ihres Handelns einstehen. Natürlich muss die Gesellschaft sie weitestgehend schützen. Wenn es dein Kind wäre, würdest Du auch so denken.

Antwort
von TheAllisons, 47

Sorry, da hättest du massive Probleme bekommen, du hast ja richtig gesagt, dass einen Vertrauensgrundsatz gibt, und du weißt sicher auch dass Kinder davon ausgenommen sind. Damit wäre die Schuld alleine bei dir. Und die Strafe ist da sehr empfindlich.

Man muss nämlich so fahren, dass man jederzeit anhalten kann, wenn so ein Fall auftritt, wenn ein Kind oder eine andere Person, die vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen sind über die Straße laufen.

Antwort
von TrudiMeier, 44

Hast du denn in der Fahrschule nicht auch gelernt, dass man vorausschauend fahren soll? Du musst damit rechnen, dass jemand die Straße überquert - sei es ein Radfahrer oder ein Fußgänger. Mecker nicht über das Kind, denn einen Fußgänger der aus der gleichen Richtung kommt hättest du auch nicht gesehen und umgenietet. Und auf Kinder ist nun mal besondere Rücksicht zu nehmen. Punkt und Ende der Durchsage.

Antwort
von Caila, 8

Verlass dich nicht nur auf das gelernte bzw spul es nicht einfach immer herunter.  Ich weiß nicht wie lange du schon fährst, aber denke da braucht es noch Erfahrung.
Kinder gehören zu unvorhersehbaren Dingen, genauso wie Tiere, ein SPielball der auf die Straße rollt etc.
Damit muß man gerade in Wohngegenden immer rechnen. Deshalb sollte man sich auch an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

Leider erlebe ich es zu oft das Autofahrer rücksichtslos sind.

1 bsp.  Ich war damals mit dem Kinderwagen unterwegs und noch nicht mal über die Straße rüber, da fuhr ein Auto mit Vollgas so dicht an mir vorbei, das ich dachte er fährt mir gleich in die Haken. 
Sowas ist erschreckend, vor allem wenn man mit einem Baby unterwegs ist.

2. Bsp  War erst vor kurzem.  Standen an der Kreuzung und hatten grün. Mein Kind hat gelernt das man auch bei grüner AMpel noch mal nach rechts und links schaut bevor man die Straße überquert, hat es auch gemacht. 
Plötzlich kam von der Seite ein Auto angefahren. Und gab nochmal richtig Gas. Hätte mein Kind fast über den Haufen gefahren. 
 Am FUßgängerweg standen noch paar Leute rum. Die waren schockiert. eine ältere Dame hat vor Schreck sogar kurz aufgeschrien.

Ich war kurz vorm Platzen, hätte ich den Fahrer erwischt, dem hätte ich die Leviten gelesen. So bekam er von mir nur den Vogel gezeigt.
Mein Kind war in dem Moment wichtiger. Leider konnte ich mir in dem Schreck nicht das Nummernschild merken.

Antwort
von GanMar, 25

Warum verteidigt die Gesellschaft immer die Kinder ?

Weil diese die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft sind und den meisten Schutz benötigen.

Ich weiß dass es den Vertrauensgrundsatz gibt aber das ist doch noch keine Freikarte vor ein Auto zu fahren?!

Eine Freikarte ist das sicher nicht. Aber wer ein Auto fährt, hantiert nun mal mit einem ziemlich gefährlichen Gegenstand, welcher zudem enorme Schäden anrichten kann. Deshalb unterliegst Du der Gefährdungshaftung und es besteht die Pflicht zu einer KFZ-Haftpflichtversicherung.

Ich fühl mich jzt irgendwie viel unsicherer beim Fahren.

Sei froh, daß nichts passiert ist. Wenn Dein Gefühl aber anhalten sollte, dann solltest Du eventuell darüber nachdenken, auf den ÖPVN umzusteigen. Du wärest nicht der Erste, der diesen Schritt tut, weil er sich mit der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr überlastet fühlt.

Leider gibt es auch viele Menschen, die damit tatsächlich vollkommen überfordert sind. Dummerweise merken sie es zumeist nicht und schieben jeden Fehler, den sie machen, auf ihre Zeitgenossen. Der immer weiter zunehmende Egoismus tut dann sein Übriges dazu. Ellenbogenmentalität ist eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer, aber wer passiv fährt, gilt ja als Weichei. Ich bin schon von einem Fahrer hinter mir angehupt worden, nur weil ich einer älteren Dame mit Rollator ihr Recht zugestanden habe, den Fußgängerüberweg zu benutzen. Es gibt Tage, da könnt ich gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte.

Antwort
von Hugito, 31

Ein Auto ist ein ziemlich gefährliches Werkzeug. Und Kinder gehören zu denen, die am meisten Schutz brauchen.

Deshalb muss man vorsichtig und umsichtig fahren. Sehr viele Autofahrer beachten das nicht so, wie es notwendig wäre.

Wenn du einen Fahrfehler machst, und ein Kind stirbt, dann wird die Staatsanwaltschaft wgn. Fahrlässiger Tötung ermitteln und anklagen. Das kann eine Geld- oder Bewährungsstrafe geben. Bei gröberen Fehlern auch eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Natürlich wäre der Führerschein auch weg gewesen.

Aber du hast ja zum Glück aufgepasst.

Antwort
von Wuestenamazone, 6

Es ist ja noch mal gutgegangen. Im schlimmsten Fall hätte dich wohl fahrlässige Tötung erwartet

Antwort
von howelljenkins, 39

wieso ist ein 10-jaehriges kind nicht strafmuendig? wieso darf es keinen alkohol trinken oder autofahren?

genau, weil es noch nicht in jeder hinsicht verantwortlich gemacht werden kann fuer das was es tut, weil ihm die reife fehlt, situationen ausreichend einschaetzen zu koennen.

deshalb hast du als erwachsene immer fuer ein kind mitzudenken.

Antwort
von ragglan, 6

Es ist immer mit anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen, die sich nicht daran halten, gerade dann in dein Blickfeld zu geraten, wenn du auch hin schaust.

Kinder werden deswegen verteidigt, weil sie es nicht besser wissen. Sie haben kein Gefahrenbewusstsein so wie du und wenn du da Kind überfahren hättest, dann wäre in erster Linie sein Leben zerstört. 

Machst du diesen Blick, während du abbiegst? Fährst du mit 30 in die Kurve? War der Blick auf den Gehweg durch parkende Autos oder ähnliches blockiert?

Ich kann verstehen, dass du aufgeregt bist und dass dich dieser Moment durchaus mitgenommen hat. Gut so. Merk ihn dir. Sei Froh, dass nichts Schlimmeres geschehen ist und gib niemandem die Schuld. Es kann immer vorkommen, dass jemand deinen Fahrweg kreuzt - es ist immer mit der Unvernunft (wobei ein Kind noch keine erwartbare entwickeln konnte) anderer sowie eigener zu rechnen.

Antwort
von MondialsJuicy, 8

Heute Mittag fuhr ich eine 50kmh Zone,
Ich bemerkte links von mir ein Kind,auch etwa 8-10 Jahre. Er fuhr wie ein Blitz über die Strasse!(kein Zebrastreifen oder Fußgänger weg) kein Helm oder sonst ein Schutz, Er ist vor mein Wagen gefahren (vielleicht ein knapper Meter) ich war echt schockiert als ich sah das er keine Bremsen hatte, er könnte auch nicht bremsen wenn er gewollt hätte! Die Bremsen waren halb raus am hängen und ausgerissen.
Gott sei dank habe ich ihn schon vorher bemerkt, sonst hätte ich jetzt sehr viele Probleme.
Was sollte ich tuen? Aussteigen und die Polizei rufen? Viele Eltern sehen das viel zu locker mit dem Verkehr.
Die sollte man bestrafen!
Ich war schockiert und sauer zugleich.

Antwort
von CreativeBlog, 26

Generell, wenn jemand einen Platt fährt oder anfährt enstehen große Kosten. Auch wenn man selber manchmal nichts dafür kann.

Das beste Beispiel war das. Ich war zu fuß unterwegs auf einer Straße die sehr befahren ist (50 km/h) aus der Automenge die an der jeweiligen Seite stand, kann der Autofahrer nichts sehen.

Kommt so ein Püppchen hervor mit ihrem Smartphone. Das war wahrscheinlich nur eine CM arbeit und sie hätte für immer schlafen können ^^

Kommentar von TrudiMeier ,

Och, nicht nur die Püppchen rennen mit Blick aufs Smartphone vors Auto -  Jeden Morgen das gleiche Problem: Männlein und Weiblein rennen ohne den Blick vom Smartphone zu nehmen bei rot über die Ampel. Selbstverständlich auch an einer viel befahrenen Straße.  Ich fahr da schon bremsend lang - weil ich weiß, dass gleich wieder ein lebensmüder Smartphonesüchtiger über die Straße rennt.  Es ist nur eine Frage der Zeit, wann da mal ein ortsunkundiger Lkw langkommt.......

Antwort
von neuerprimat, 23

Ärger. Auf jeden Fall einen Teil der  Schuld. Einen anderen tragen die Eltern.

Wie das aufgeteilt wird, hängt wirklich von der Situation und von der Aussage der Zeugen ab.

Aber da dein Mitfahrer das Kind ja gesehen hat, war es ja zu sehen. Also hast du klar einen Fehler gemacht, weil du mit der Fahrsituation noch überfordert warst. Die Routine lehrt dich aber wo du wie hingucken musst. Anfänger starren oft viel zu lange in die Spiegel und brauchen ganze Ewigkeiten für den Schulterblick.

In dem Moment in dem du den Motor anlässt, übernimmst du in jedem Fall auch immer eine Mitverantwortung für möglich Konsequenzen aus dem Betrieb dieser machtvollen und gefährlichen Maschine. So sieht es der Gesetzgeber und so finde ich es auch absolut richtig.

Denn denk mal so: Wenn du an diesem Tag nicht losgefahren wärst, würde das Kind keine Zukunft im Rollstuhl haben.

Abgesehen davon kann ich deinen Ärger voll verstehen und nur den Kopf schütteln. Ich würde als Vater in einem solchen Fall dem Kind wirklich die Hosenbeinen stramm ziehen, dass es zwei Wochen selber nicht mehr radfahren will. Ist ja lebensmüde sowas.

Kommentar von howelljenkins ,

Ich würde als Vater in einem solchen Fall dem Kind wirklich die Hosenbeinen stramm ziehen, dass es zwei Wochen selber nicht mehr radfahren will.
klingt nach einer total sinnvollen paedagogischen massnahme ... mann, mann, mann

Kommentar von neuerprimat ,

Doch. Wenn es um Lebensgefahr geht, dann IST das angemessen.

Kommentar von TrudiMeier ,

Auf jeden Fall einen Teil der  Schuld. Einen anderen tragen die Eltern.

Rechtsgrundlage?

Kommentar von neuerprimat ,

Guckst du z.B. hier

http://www.abc-recht.de/ratgeber/auto/faq/kinder\_unter\_10.php

Und da "ca. 10" gesagt wurde besteht die Frage nach der Teilschuld eventuell doch.

Kommentar von neuerprimat ,

Achso. Und natürlich weiterlesen. Denn nur weil das Kind nicht haftet, heißt dass ja nicht, dass die Eltern nicht haften. Nur eine eventuell vorhanden Haftpflichtversicherung des Kindes zahlt nicht.

http://www.abc-recht.de/ratgeber/auto/faq/aufsichtspflichtverletzungen.php

Antwort
von AntwortMarkus, 20

Du redest gerade über ein Menschenleben und als ob es nicht so wichtig wäre, wie das bestehen auf seine Vorfahrt. Das ist sehr befremdlich für mich.

Ich fahre nun schon seit 250.000 km Auto und muss sagen, dass es mehr agressive Drängler und Raser gibt als das es Radfaher gibt, die mich aufregen.

Am besten sind immer die, die im Verkehrsberuhigten Bereich mit 30 durchbrettern ohne zu wissen, dass sie mit maximal 7 k,/h dorf fahren dürfen und dort auch nur geduldet sind.

Antwort
von yatoliefergott, 30

Ich finde, Kinder (unter 12) brauchen einen fahrradschein und ohne den dürfen sie nicht alleine im Straßenverkehr rumfahren. Den sollte man dann am besten jedes Jahr für 5-10€ erneuern können.

Kommentar von howelljenkins ,

kinder bis 10 jahren duerfen auf dem buergersteig radfahren

Kommentar von TrudiMeier ,

Manche Erwachsenen bräuchten dringender einen .......

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