Frage von Katazilla, 268

Kann man seinen Hund nach 8 Jahren ohne noch zur Steuer anmelden?

Hey Leute Hier mal eine kniffelige Frage: Kann man seinen Hund, der acht Jahre ohne Steuer angemeldet war, noch zur Steuer anmelden? Wenn ja, welche rechtliche Konsequenzen muss man erwarten?

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 73

Hallo,

bei den meisten Gemeinden muss man bei der Anmeldung zur Hundesteuer angeben, seit wann man den Hund hat (da könnte man lügen). Aber häufig muss auch angegeben werden, WOHER man den Hund hat - und da wäre in deinem Fall guter Rat teuer. Denn die Gemeinde kann das überprüfen - und dann gibt es Ärger.

Ein Hund fällt ja nicht so einfach vom Himmel und selbst die Herkunft eines Auslandshundes kann man i.d.R. nachvollziehen durch den Adoptions- bzw. Kaufvertrag.

Keine Ahnung was passiert, wenn du angibst, du hättest deinen Hund selbst aus dem Ausland mitgebracht. Sollte natürlich das Amt auf die Idee kommen, bei deinen Nachbarn nachzufragen, keine Ahnung, ob die so etwas machen, dann wäre das eher schlecht.

Schön, dass du dich entschlossen hast, endlich die Steuern zu zahlen (die mich auch aufregen) aber schade, dass du es erst jetzt nach soviel Jahren machst. Aber besser spät als nie.

Gutes Gelingen

Daniela

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 138

Natürlich kannst du den Hund anmelden.

Ich finde es nur unter aller Kanone das du keine Steuern bezahlt hast. Alle Hunde von mir waren angemeldet immer. Und weißt du wie oft ich in 20 Jahren kontrolliert wurde?

Aufn Land und in Kuhkaff Dorf nicht einmal. Hier in München in der Stadt bisher 1x.

Kommentar von MiraAnui ,

dito^^ wurde noch nie kontrolliert.. die steuermarke gammelt irgendwo zu hause

Kommentar von inicio ,

ich finde hundesteuer allerdings auch eine volleig willkuerliche stuere und ohne jeglche "gegenleistung"... 

wenn man wenigsten hundeabfallbeahelter aufstellen wuerde...

in keinem anderen land gibt es eine hundesteuer. erst seitdem ich wieder in deutschland bin muss ich wieder zahlen.. 

Kommentar von Einafets2808 ,

Ist halt Luxussteuer, ich finde die Steuer aber berechtigt, sonst könnte und würde sich jeder Depp einen Hund holen. Die Steuer schreckt dann doch wenige ab.

Hier in München gibt's schon Kotbeutelspender, was ich gut finde.

Ich habe die Hundemarke an meinem Schlüsselbund, du bist verpflichtet sie dabei zu haben aber nicht zwingend am Hund.

Kommentar von inicio ,

bei uns gibt es keine steuermarken -aber bei kontrollen muss ic hsagen, wo der hund versteuert ist. das koennen die ueberpruefen.

Kommentar von neununddrei ,

@ einafets: ich muss die marke am Hund befestigen. So ist halt jede Gemeinde unterschiedlich.

Kommentar von Einafets2808 ,

Habe ja auch nicht gesagt das es überall gleich ist.

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 142

Du musst bei der Anmeldung angeben, seit wann Du den Hund hast und hast bei richtiger Angabe des Anschaffungsdatums ist eine Nachzahlung für die letzten 8 Jahre zuzüglich 6% Zinsen pro Jahr zu erwarten. Außerdem musst Du den Vorbesitzer angeben. Es wird geprüft, ob der Hund dort gemeldet war. Falls nicht, wird es Nachfragen geben.

Fällt auf, dass Du 8 Jahre lang keine Steuer bezahlt hast oder wirst Du kontrolliert und hast keine Marke, kann ein Strafverfahren gegen Dich eingeleitet werden. Faktisch hast Du seit 8 Jahren Steuern hinterzogen. In diesem Fall kannst Du ebenfalls mit einer Nachzahlung, 6% Zinsen pro Jahr + einer Strafe i.H.d. nachzuzahlenden Steuern rechnen. Der Betrag verdoppelt sich also.

Übrigens ist es Pflicht, die Steuermarke mitzuführen. Die Zahlung alleine reicht nicht aus. Bei Kontrollen kann es deshalb ein Bußgeld geben, wenn keine Marke vorgezeigt werden kann, selbst wenn die Steuer bezahlt worden ist. Die gesetzliche Grundlage findet sich in der Hundesteuersatzung der jeweiligen Stadt.

Kommentar von inicio ,

in ganz wenigen gemeinden muss gar keine hundesteuer bezahlt werden.

es ist auch unterschiedlich, ob man nachzahlen muss, strafen bekommt etc.

in jeder gemeinde sind die richtlinien anders.

Kommentar von Naninja ,

Die Höhe der Hundesteuer kann durch die Stadt oder Gemeinde festgesetzt werden (z.B. auch auf 0€), aber der Straftatbestand der Steuerhinzerziehung ist keine Stadt- oder Gemeindesache, sondern übergeordnet einheitlich in der Abgabenordnung (§370) geregelt.

Bei der Frage, ob die nachträgliche Erklärung als Selbstanzeige gewertet wird, ob ein Strafverfahren eingeleitet oder wg. Geringfügigkeit darauf verzichtet wird und ob und in welcher Höhe eine Strafe festgesetzt wird, hat der jeweilige Sachbearbeiter grundsätzlich einen Ermessensspielraum. Grundsätzlich gibt es ein Rückgriffsrecht bis zu 10 Jahren.

Aber unterschiedliche gesetzliche Regelungen oder Richtlinien gibt es nicht.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Das ist FALSCH! Der §370 AO findet nur auf durch Bundesrecht geregelte Steuern Anwendung. Die Strafvorschriften der AO finden auf Landesebene oder Komunalebene keine Anwendung.

Kommentar von Naninja ,

Das ist FALSCH!

Begründung und Fundstelle?

Kommentar von Naninja ,

Die Strafvorschriften der AO finden auf Landesebene oder Komunalebene keine Anwendung.

Das ist übrigens völliger Blödsinn, der mir zeigt, dass Du absolut keine Ahnung von der Thematik hast. Siehe § 1 II Nr. 7 iVm 370 AO.

Die Fähigkeit, eine Suchmaschine zu bedienen, reicht bei so komplexen Themen leider nicht aus. ;-)

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Gesetze lesen ist nicht deine Stärke.. Unter §1 Absatz 1 Satz 1 ist der entsprechende Passus zu finden. Bundesrecht! Es kommen ja auch keine Säumniszuschläge weil man die Hundesteuer nicht bezahlt. 

Kommentar von Naninja ,

Welchen Teil von "Für die Realsteuern gelten, soweit ihre Verwaltung den Gemeinden übertragen worden ist, die folgenden Vorschriften dieses Gesetzes entsprechend:" verstehst Du nicht?

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Wie gesagt, das lesen von Gesetzen ist nicht deine Stärke... Im Gesetz ist von REALSTEUERN die Rede. Unter Realsteuern fällt auf KEINEN Fall die Hundesteuer.. Es sind Steuern, die sich auf Vermögensgegenstände beziehen. Hierzu gehören Grundsteuer und Gewerbesteuer. Die Steuererlöse stehen den Gemeinden zu. Diese setzen auch den Hebesatz fest. Die Verwaltung der "Hundesteuer" ist nicht den Gemeinden übertragen worden, sondern es steht im freien Ermessen ob überhaupt Abgaben erhoben werden. Die einzelnen Länder müssen eigene Gesetze erlassen. Es kann also sein, dass in Berlin hierzu völlig andere Gesetze erlassen werden können. Was die Länder machen ist sich an der AO anzulehnen. Vereinfacht wird dies in dem man bestimmte Passagen einfach analog zuordnet. Also die höhe eines Bußgeldes z.B.. Die Höhe "Strafen" in den Ländern darf aber eben nicht über dem Bundesrecht sein. Weiter lehnen sich auch die Gemeinden nur an das entsprechende Ländergesetz an. 

Kommentar von kevin1905 ,

kann ein Strafverfahren gegen Dich eingeleitet werden.

Dies könnte man abwenden: Vgl. § 371 AO.

Kommentar von Naninja ,

1. Schrieb ich bereits, dass die nachträgliche Erklärung als Selbstanzeige gewertet werden kann

2. Sind die Anforderungen an eine Selbstanzeige hoch. Die einfache Erklärung in Form der Nacherklärung per Formular reicht inzwischen nicht mehr aus.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Muss leider sagen, dass dies alles so nicht stimmen kann. Auf welcher Grundlage sollen denn hier bitte sehr Zinsen fällig werden? Auch ist es pauschal sicher keine Pflicht die Steuermarke mitzuführen. Dies wird in jeder Gemeinde anders gehandhabt. Bei uns ist z.B. keine Pflicht. Man muss nur etwaig die Marke oder die Nachweis der Anmeldung des Hundes dann im Ordnungsamt vorzeigen.  

Kommentar von Naninja ,

Muss leider sagen, dass dies alles so nicht stimmen kann.

Dann begründe mal, vorzugsweise unter Angabe der Paragraphen, auf die Du Dich beziehst.

Antwort
von xAdmiralAckbarx, 55

Wenn du von dir aus vorstellig beim Amt wirst, dann dürfte nur eine entsprechende Nachzahlung fällig werden. Zusätzlich wird evtl. eine Ordungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Die Höhe des max. Bußgeldes kann von Ort zu Ort variieren. Ein Strafverfahren wirst du m.E. nicht zu erwarten haben. Auf welcher Grundlage auch! Les dir einfach mal die örtliche Hundesteuersatzung durch. Die ist teilweise sehr unterschiedlich. Alternativ bitte einen Bekannten dir mal die Satzung zu besorgen. Nur dort steht geregelt was dich zu erwarten hat. Ein Owig-Verfahren liegt in der Regel rein im Ermessen des Mitarbeiters. Bei der hohen Nachzahlung wird man aber evtl. auch darauf verzichten. Bei uns hier im Ort sind das max. 200 €. 

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 70

ja, kann man -oft sind keine nachteile zurerarten. du kannst ja gerade den hund erst neu aufgenommen haben etc..

ich lebt e lange im ausland(da gibt es nirgens hundesteuer!) - als ich hierher zog, habe ich dann meine hunde angemeldet.

Antwort
von peterobm, 95

Hund war angemeldet; damit ist auch die Hundesteuer gezahlt worden. 

Antwort
von EySickMyDuck, 92

Moin...
Also erstmal find ich det auch ziemlich unfair den zahlenden Hundehaltern gegenüber aber das geht mich nix an...
Sche... doch die Wand an, tu nich lang rum... Du hast den Hund erst bekommen und wenn der Vorbesitzer keine Steuern gezahlt hat is das nich dein Problem. Wenn die 'n Namen wollen dann gib ihnen einen. Ob der stimmt den "er dir genannt hat" kannst doch du nich wissen...

Antwort
von Dahika, 62

Ja klar. Du musst ja nicht ausplaudern, dass du ihn schon 8 Jahre hattest. ;-)

Antwort
von HMilch1988, 82

Steuerschulden verjähren erst nach 10 Jahres. Die Steuerschuld für die letzten 8 Jahre, zuzüglich Säumniszuschlag und Strafgebühren werden erhoben.

Ich selbst finde, das die Hundesteuer ist eh ein Witz.

Antwort
von DrStrosmajer, 112

Der Kämmerer Eurer Gemeinde wird sich freuen, wenn Du ihm beichtest, daß für den Hund 8 Jahre lang keine Hundesteuer entrichtet wurde.

Einen satirischen Artikel in der Lokalzeitung wäre die Sache ebenfalls wert, mit der Überschrift "Dummheit 2016" oder ähnlich.

Kommentar von EySickMyDuck ,

...sprach er und ging wieder auf's Feld um Kartoffeln zu klauen

Antwort
von Itchi0108, 110

Eine Nachzahlung.

Du solltest schlau sein und einfach sagen das du den Hund halt erst seit kurzem hast. Du hättest ihn z.B. gefunden.

Kommentar von dsupper ,

Man darf aber keinen Hund, den man findet, so einfach behalten. Das wäre eine strafbare Fundunterschlagung. Ein findiger Beamte meldet das - die Strafe ist höher als die Nachzahlung der Hundesteuer.

Da muss schon eine bessere Ausrede her ....

Kommentar von Virgilia ,

Einen "gefundenen" Hund darf man nicht einfach behalten. Und normalerweise kann man mit einem Kauf-/Schutzvertrag nachweisen, ob und seit wann einem der Hund gehört. Wir mussten diesen Vertrag sogar mit zur Anmeldung nehmen. 

Kommentar von Itchi0108 ,

Ach Leute.. stellt euch doch bitte nicht so an.

Man kann, muss den Hund aber nicht ins Tierheim bringen.

Wenn man den Leuten erzählt man hat via Internet, Tasso etc. versucht das Tier an seinen Besitzer zu bringen und ist gerne jederzeit bereit diesen natürlich auch wieder abzugeben wenn der "Halter" sich meldet, macht kein Mensch stress.

Kommentar von Virgilia ,

Man muss es melden, wenn man einen Hund findet! 

Natürlich kann man zusätzlich über Tasso, Facebook, etc. den Besitzer suchen, aber das allein reicht nicht! Wenn man jederzeit bereit ist den Hund wieder abzugeben und den Besitzer sucht, muss man sich zwangsläufig beim örtlichen Tierheim melden. Denn da werden die Halter mit als erstes nach dem Hund suchen.

Wenn man die örtliche Polizei informiert (was man immer tun sollte), wird der Hund sowieso ins nächste Tierheim gebracht. Wenn das TH voll ist, kann man den Hund nach vorheriger Absprache(!) mit dem TH mit nach Hause nehmen, bis die Besitzer gefunden werden. 

Wenn sich niemand meldet wird der Hund nach einer gewissen Zeit zur Vermittlung freigegeben. Aber auch dann kann man ihn nicht einfach behalten, sondern ihn über das Tierheim "adoptieren". 

Und wenn man den Hund nur übergangsweise und/oder zur Pflege hat, gehört er einem nicht! Deshalb muss man auch keine Steuern für ihn zahlen.*

*In manchen Gemeinden muss man ab einer gewissen Zeit für Pflegehunde Steuern zahlen. Diese werden aber z.T. Von den Orgas bezahlt. Und selbst wenn man die Steuern selbst zahlt, gehört der Hund weiterhin der Orga.

Kommentar von dsupper ,

@itchi - es ist völlig verkehrt, was du da schreibst. Einen Fund einer Sache - und als solches gilt (leider) auch ein Hund - muss man IMMER melden - nicht umsonst gibt es sogar die gesetzliche Regelung der Fundunterschlagung.

Etwas anderes ist es immer, ob der Hund dann ins Tierheim muss oder privat betreut werden kann. Aber einfach mal so behalten - ist nicht!

Kommentar von Itchi0108 ,

Ja, macht ihr wie ihr möchtet.

Antwort
von Doktorfruehling, 80

Hab nie Steuern bezahlt fuer Tiere. Entspann dich

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