Frage von ElianaS04, 343

Kann man mit einer Erzieherausbildung im Jugendamt arbeiten?

Hallo zusammen,

ich denke darüber nach, im Sommer die Erzieherausbildung zu beginnen und würde gerne wissen, ob ich damit auch im Jugendamt (o. Ä.) arbeiten kann, da ich gerne Menschen (in erster Linie Kindern und Jugendlichen) helfen möchte, anstatt sie nur im Rahmen einer Einrichtung (Kita, Schule, Jugendtreffs) pädagogisch auf ihrem Weg zu begleiten und zu betreuen.

Ich habe schon öfters gelesen, dass man für das Jugendamt ein Studium braucht, aber weil ich nicht so gerne studieren möchte (möglich wäre es aber, da ich Abitur gemacht habe) würde ich lieber eine schulische Ausbildung machen und würde gerne wissen, ob das überhaupt Sinn macht, wenn ich zum Jugendamt möchte.

Das Studium kommt für mich nicht direkt in Frage, weil ich Angst habe, mittendrin zu bemerken, dass das Ganze doch nichts für mich ist. Soweit ich weiß, bekommt man beim Jugendamt so gut wie keine Praktika (es sei dann man befindet sich im Studium) und ohne Praktika einfach einen Beruf zu erlernen finde ich etwas gewagt. Ob das wiederum überhaupt stimmt, weiß ich allerdings nicht. Ich hoffe, ihr könnt mir da mehr zu sagen.

LG

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo ElianaS04,

Schau mal bitte hier:
Ausbildung Studium

Antwort
von djcore, 225

Nein, in den pädagogischen Bereichen musst Du ein Studium der sozialen Arbeit absolviert haben. Man kann natürlich zusätzlich staatl. anerkannter Erzieher sein.

Meist ist auch ein längere Berufserfahrung in den nahen Feldern der sozialen Arbeit, die im Jugendamt anfallen, notwendig.

Ich habe für ein Jugendamt während meiner Erzieherausbildung einen Jugendtreff als Honorarkraft betreut. Dann habe ich als Erzieher Berufserfahrung gesammelt. Die Jugendämter bringen Kinder und Jugendliche z.B. in Heimen unter. In einem Kinder- und Jugendheim habe ich diese Kinder als Erzieher dann betreut. Dann habe ich berufsbegleitend studiert und bin dann im Jugendamt auch eingestellt worden. So könntest Du das über Umwege auch tun. Der Vorteil ist, dass du als Erzieher viel mehr Erfahrung hast, weil du auch auf der Seite Erfahrung hast, die der Sozialarbeiter im Jugendamt ggf. nicht kennt. In Kinder- und Jugendheimen arbeiten überwiegend Erzieher. Sozialarbeiter übernehmen überwiegend Leitungsaufgaben.

Dieser Weg über den zweiten Bildungsweg wäre auch für Dich ganz gut, weil Du dir ja nicht sicher bist, ob Studium dir zusagt. Das kannst Du jederzeit nachholen. Anderseits möchtest Du ja für die Kinder arbeiten. Als Erzieher bist du in der Tat viel eher in der Rolle des Betreuenden und Begleiteten. Im Jugendamt als Sozialarbeiter koordinierst du. Die Arbeit im Jugendamt ist hoch verantwortungsvoll, aber auch sehr verwaltungslastig. Du übernimmst die Verantwortung für die Kinder, musst aber die konkrete Arbeit anderen überlassen, die das in deinem Auftrag tun und überwachst diese Arbeit. Du betreust so sehr viele Kinder und Familien, hast aber sehr wenig Kontakt. So wie ich das verstehe, willst Du das lieber. Daher wäre ein Studium der bessere Weg. Anderseits übernimmst du natürlich auch viel Verantwortung als Erzieher, aber hier hast du weniger Einfluss, was tatsächlich mit den Kindern passiert. Aber im Jugendamt entscheidest du das auch nicht alleine.

Ich rate Dir daher zum Studium, weil Du das Abitur schon hast. Erzieherausbildung vorher dauert dann alles sehr lange und man verdient als Erzieher viel weniger als ein Sozialarbeiter/Sozialpädagoge. Während dem Studium muss man sich finanziell über Wasser halten, und wenn man das berufsbegleitend macht, ist das Vollzeit arbeiten und studieren sehr anstrengend und Zeitintensiv. Schwer zu vereinbaren.

So, ich hoffe, ich habe Dir weiter geholfen!


Antwort
von NicoleU, 188

Ich weiß es leider auch nicht.
Erkundige dich doch beim Jugendamt in eurer Gegend. Dann weißt du auch was bei euch bevorzugt wird und kannst auch gleich mal fragen ob du vorweg ein Praktikum machen dürftest.

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