Frage von sweetmelonxx3, 168

Kann man auch in Deutschland für Erste Hilfe verklagt werden?

Hey, Ich weiß die Frage klingt jetzt dumm, aber ich habe kürzlich öfters im Internet gelesen, dass Leute verklagt wurden, weil sie Opfern bei Herz Lungenmasage die Rippen gebrochen haben. Das ist natürlich absolut bescheuert, und verdammt undankbar von den Opfern , aber soll in andern Ländern so gewesen sein. Ich weiß bei uns ist es Pflicht zu helfen, aber ist es trotzdem möglich, so eine Klage bei uns zu machen?

Antwort
von Rollerfreake, 95

Nein kann man nicht, Ersthelfer können für Fehler und daraus entstandene gesundheitliche Schäden nicht haftbar gemacht werden. Selbst wenn man dem Patienten durch falsche erste- Hilfe Maßnahmen noch weitere gesundheitliche Schäden zufügt, ist das nicht strafbar, sollange man seinen persönlichen Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechend gehandelt und die Maßnahme für richtig erachtet hat. Nur für eine vorsätzliche, also mit Absicht falsch durchgeführte Hilfeleistung kann man bestraft werden. Das Rippen bei der Reanimation brechen ist sowiso eigentlich völliger blödsinn, maximal löst sich eine Rippe im knorpeligen Bereich vom Brustbein ab, aber brechen eigentlich nicht, außer man setzt den Druckpunkt total falsch auf dem Rippenbogen statt auf dem Brustbein an. 

Kommentar von ASRvw ,

Moin.

Weitgehend richtig. Aber: Wer eine HLW bei einem Verletzten durchführt, bei dem sie nicht angezeigt war. Also eine Herzmassage bei einem lediglich Bewusstlosen durchführt, ohne vorher die Atmung geprüft und zumindest nach Herzgeräuschen gehört zu haben, kann auch ohne erkennbaren Vorsatz belangt werden.

Außerdem, wenn, wie Du schon richtig schreibst, der Druckpunkt total falsch angesetzt wird, weil der Durchführende die HLW nie gelernt hat und er sie aber trotzdem versucht und dadurch Schaden verursacht, ist die Straffreiheit auch nicht mehr zwingend gegeben.

- -
ASRvw de André

Kommentar von Rollerfreake ,

Ersthelfer können nicht belangt werden, wenn jemand den Druckpunkt aus Unwissenheit falsch ansetzt oder fälschlicherweise mit einer HLW beginnt, kann er auch nicht dafür belangt werden, wenn er seinen persönlichen Fähigkeiten nach der Annahme war, richtig zu handeln. So habe ich es von mehreren erste- Hilfe Ausbildern gehört und so steht es auch in erste- Hilfe Büchern. 

Antwort
von musiclover2011, 77

es kommt immer auf die umstände drauf an. normalerweise kannst du in deutschland nicht verurteilt werden wenn du bei CPR (englische abkürzung) jemanden die rippen brichst, da dies für jemanden der nicht ausgebildet ist sehr schwierig ist.

Wenn es bei der person natürlich nicht nötig war ist es Körperverletzung und nicht mehr erste hilfe deswegen muss man auch immer nach atmung prüfen und so zeug.

Klagen kann eine person immer da es jedoch als ein akt der ersten hilfe verwendet wurde und es um leben oder tod geht kommt so etwas in deutschland vor gericht nicht durch.

wenn mann auf der sicheren seite sein will immer den notarzt anrufen, sagen dass die person nicht atmet und dann sagen, dass man angst davor hat CPR zu performen, weil man der person die rippen nicht brechen will.
Normal wird die person einen dann versichern dass es okay ist und normal ist wenn man einem die rippen bricht und man wird versuchen einen zu beruhigen.

Generell gilt aber dei regel wenn du panische angst hast, dich selbst in gefahr bringen könntest oder wenn es eine blutige oder eklige situation ist dir schlecht wird, dass du den notarzt anrufen musst und dann bis dieser angekommen ist vor ort bleiben solltest.

Antwort
von emib5, 40

Wenn man es nicht wider besseren Wissens gemacht hat, kann man nicht belangt werden.

Und das Rippen brechen kann passieren. Dafür kann man erste recht nicht belangt werden.

Antwort
von Nemesis900, 78

Zu Klagen deshalb ist möglich. Man kommt damit aber vor Gericht nicht durch also halb so wild (wenn es überhaupt zugelassen wird).

Antwort
von Fiiialein, 86

Nein, kann man nicht! Im Gegenteil: es kann böse Folge haben, wenn man Erste Hilfe verweigert/ nicht anwendet, falls jemand in Not ist

Antwort
von Kurpfalz67, 37

Keine Angst, es wir dir nichts passieren, wenn du hilfst und du dabei etwas tust, was ein Profi anders machen würde.

Der größte Fehler ist es, nichts zu tun!

Antwort
von aribaole, 38

Wohl kaum! Jeder ist Verpflichtet (nach seinen Möglichkeiten) zu Helfen! Eine schlechte Erste Hilfe ist immer Besser, als Keine. Meint auch der Gesetzgeber! 😉

Antwort
von ratzenlady, 67

Aussage einer befreundeten Sanitäterin:
Sollte man jemanden bei lebensrettenden Sofortmaßnahmen verletzten oder gar töten (zB Rippe gebrochen, durchbohrt die Lunge), kann man dafür NICHT haftbar gemacht werden.

Antwort
von Kiboman, 55

meine fahrlehrerin sagte mal,

sollte eine Wiederbelebung notwendig sein,

kann man es nicht schlimmer machen, der betroffene ist schon tod.

Kommentar von musiclover2011 ,

hat meine lehrerin auch immer gesagt und es ist ja auch so xD

Antwort
von Roquetas, 67

Totaler Blödsinn.

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