Frage von Fahranfanger, 280

Kann ich atu verklagen? Und was kann ich höchsten anfordern?

Ich habe bei ATU die komplette Bremsen meines autos reparieren lassen. Es hat mich 500€ gekostet und bin damit gerade 1 Woche gefahren. In der Nacht bin ich heim gefahren und näherte mich an eine Kreuzung und wollte deshlab runterbremsen und musste dabei feststellen dass die Bremse keinelei Wirkung hat. Musste die Handbremse ziehen knapp auf vorder auto reingefahren!. Musste adac mein auto zur nächsten werkstatt abschleppen lassen. Dort haben die festgestellt dass die bremsflüsdigkeit nichts mehr drin und der grund war irgendwas undicht gewesen. Leute könnt ihr euch sich vorstellen mit nem auto ohne bremsen (unbewusst) bergab oder auf Autobahn zufahren oder noch krasser wenn man notbremsen muss .... Diese firma verdient ein schweines Geld und leistet do eine scheissarbeit! Die haben nicht nur mein Leben sondern Leben von vielen andern Menschen uf dem Gewissen!!! Hilf mir bitte, habe eine Chance gegen diese Firma vorm Gericht ? Vielen dank für eure Hilfe!
Asch 3

Antwort
von TheGrow, 133

Hallo Fahranfanger,

warum willst Du ATU gleich verklagen? Der Klageweg kann Dich viel Geld kosten, wenn ATU als Beklagter den Prozess gewinnt und Du unterliegst.

Als erstes würde ich mir erst einmal von der Werkstatt in die Du den Wagen schleppen lassen hast dokumentieren lassen wo Dein Fahrzeug die Bremsflüssigkeit verloren hat und das der Verlust durch eine fehlerhafte Reparatur der Bremsanlage entstanden ist.

Dann würde ich eine Auflistung machen, welcher finanzielle Schaden Dir überhaupt nachweislich entstanden in welcher höhe entstanden ist, denn nur diese Summe kannst Du von ATU fordern. Die Auflistung kann also wie folgt aussehen.

  • 250,00 € Abschleppkosten durch den ADAC
  • 100,00 € Kosten für einen Leihnwagen während der Reparatur
  • 150,00 € Instandsetzung des Fehlerhaften Teils, durch den der Verlust entstanden ist
  • ===========================================
  • 500,00 € gesamt

Die Kosten solltest Du natürlich mit Quittungen belegen können.

Dann würde ich ATU anschreiben und sie auffordern die 500,- Euro die Dir durch die fehlerhafte Reparatur entstanden sind zu ersetzen.

Mit etwas Glück, bekommst Du dann ja schon den gewünschten Betrag.

Sollte ATU sich quer stellen, würde ich die Sache zwecks Durchsetzung der Forderung an einem Anwalt übergeben. So ein Anwaltsschreiben wirkt meist wunder.

Erst wenn auch der Anwalt nichts erreicht, würde ich den Klageweg beschreiten. Dein Anwalt wird Dich auch über die Erfolgsaussichten und die zu erwartenden Verfahrenskosten beraten können.

Das Problem an so einer Schadensersatzforderung ist immer das, dass man nur Chancen hat den Prozess zu gewinnen, wenn man ATU nachweisen kann, dass sie mindestens fahrlässig beim Einbau gehandelt haben. Kann auch sein, dass ein Sachverständiger zu dem Ergebnis kommt, dass der Fehler an einem Materialfehler / Herstellungsfehler gelegen hat und ATO den Fehler gar nicht erkennen konnte. Dann würdest Du den Schadensersatzprozess gegen ATU verlieren und müstest noch die ganzen Verfahrenskosten tragen.

Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung für solche Fälle hast, kannst Du zumindest nichts verlieren, denn die übernimmt ja alle Verfahrenskosten.

Möglich währe auch neben dem zivilen Weg nach Schadensersatz, dass Du gegen den Monteur eine Strafanzeige nach folgender Rechtsgrundlage stellst:

************************************************************************************

 § 315b StGB - Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr 

(1) Wer die Sicherheit des Straßenverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er 

  1. Anlagen oder Fahrzeuge zerstört, beschädigt oder beseitigt,
  2. Hindernisse bereitet oder
  3. einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt,

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. 

(2) Der Versuch ist strafbar. 

(3) Handelt der Täter unter den Voraussetzungen des § 315 Abs. 3, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. 

(4) Wer in den Fällen des Absatzes 1 die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. 

(5) Wer in den Fällen des Absatzes 1 fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. 

************************************************************************************

Aber auch hier gilt. Das der Monteur vorsätzlich gehandelt hat ist unwahrscheinlich, wenn würde eine fahrlässige Begehung in Frage kommen.

Ob man ihm die nachweisen kann, ist fraglich, denn dann müsste man absolut ausschließen können, dass die Undichtigkeit nicht nur einen Materialfehler entstanden ist.

Schöne Grüße
TheGrow

Expertenantwort
von jloethe, Community-Experte für KFZ, 110

du solltest  den Wagen  bitte erstmal nicht reparieren lassen sondern zwecks dokumentation sicherstellen.  am besten in einer verschlossenen garage..

Einen Gerichtlich anerkannten KFZ Sachverständigen der den Fehler bzw die Undichtigkeit dokumentiert sollte man vorher  konsultieren  und erst wenn eindeutig Dokumentiert ist das ein Werkstattfehler oder nachweisbares Versäumnis vorliegt  dann kannst du richtig zuschlagen  rein rethorisch versteht sich.

Dann kannst du Anzeige wegen  Verkehrsgefährdung / gefährlichen Eingriff in den Strassenverkehr durch mangelhafte instandsetzung   oder was immer deinem Anwalt dazu einfällt  erstatten.  Wichtig ist das der Sachverhallt sicher dokumentiert wird und keinerlei Zweifel an der Verantwortung  entstehen. 

Schadensersatzpflichtig sind eventuelle Schäden  die durch den Vorgang entstanden sind..

Dazu gehören Abschleppkosten , die korrekte instandezung des Mangels ,  Folgeschäden wie Verdienstausfall der jedoch Beleghaft nachgewiesen werden muß ev Schmerzensgelder für die Traumatischen Erlebnisse wenn s sowas gibt  und ein phsychponkel Doktor das  bescheinigt .

Was da alles möglich ist erfordert einen guten Anwalt.. der dich mal beraten sollte..  Die regionale Presse ist wenn der Sachverhalt bewiesen ist  sicher an einer Story intresssiert..  Joachim


Antwort
von peterobm, 96

Genau diese Erkenntniss solltest deinem RA, Versicherung und auch Polizei bekannt geben, die kümmern sich schon. 

Antwort
von DevilsLilSister, 142

Naja... dein Leben haben die nicht auf dem Gewissen, du bist ja nicht gestorben aber sie haben dich und die anderen Verkehrsteilnehmer definitiv einer großen Gefahr ausgesetzt, da hast du auf jeden Fall recht.

Hast du dich deshalb dort schon beschwert und von denen einfach direkt mal "Schadensersatz" gefordert? Die sollten dir MINDESTENS die Abschleppkosten erstatten, also wie gesagt das ist das Mindeste.

Ansonsten wenn die sich weigern dich zu entschädigen, dann kontaktiere doch mal einen Anwalt und frag einfach mal nach wie deine Chancen stehen.

übrigens schön das dir nix passiert ist :)   LG

Antwort
von muschmuschiii, 113

Genau das ist mir bei ATU auch passiert und seitdem mache ich um diesen Sch*issladen einen Riesenbogen!

Ich hatte mir das damals auch überlegt .... die Werkstatt, die das dann behoben hat, hat mir davon abgeraten, da ich den Fehler ATU eindeutig nachweisen muss, was schwierig ist. Auch von dort die Empfehlung, ATU zu meiden.

Antwort
von AnyBody345, 88

Ich habe ein mal etwas bei ATU machen lassen , da ich vorher schon nichts gutes gehört hatte lies ich eine Achsvermessung bei denen machen , weil ich mir dachte "da kann ja nicht so viel passieren". Als ich mein Auto bei denen abholte hörte ich ein klappern und in meiner privaten Werkstatt stellte ich mit entsetzen fest das die Koppelstangen (warum auch immer die an denen herumgespielt wurde) und die Spurstangen locker waren!

Antwort
von Repwf, 96

"Dein Leben auf dem Gewissen" ???

Komm mal wieder runter, augenscheinlich lebst du noch! 

Auch bei atu kann menschliches Versagen vorkommen! Genauso wie bei jedem Arzt zB!

Freu dich das du noch lebst und um den Rest wird sich Drive Versicherung kümmern! Die holen sich das schon von atu wenn die können! 

Antwort
von polarbaer64, 91

Wenn dies eindeutig ein Verschulden vom ATU ist, dann hast du sehr wohl Chancen, dass sie dafür auf kommen müssen. Das muss aber der Sachverständige von der Versicherung untersuchen. Also jetzt nicht sofort reparieren lassen, sondern erst begutachten lassen. Und vor allem bei ATU melden.

ATU ist in der Regel gut, aber Menschen  machen eben Fehler. In deinem Fall hätte es böse ausgehen können... . 

Wir hatten auch schon ab und an mal eine Reklamation bei ATU, weil irgendwas nachher nicht funktionierte. Da kannst du das Auto im Regelfall einfach wieder bringen, und die reparieren das kostenlos.

Was mich wundert, dass du eine ganze Woche mit dem Auto fahren konntest, bevor das passiert ist? Aber das kann ein Sachverständiger klären.

Antwort
von steveac77, 98

Die Frage ist, ob du nur die Bremsen (Beläge, Scheiben, Trommeln etc.) hast reparieren lassen oder auch das komplette Bremssystem. ATU wird wohl nur für die eingebauten Teile haften. Wenn die nichts an der restlichen Bremsanlage gemacht haben, ist es nicht deren Fehler.

Antwort
von ATUTeam, 64

Hallo Fahranfänger,

wir sind stets bemüht, dass unsere Kunden zufrieden sind. Deshalb möchten wir gerne direkt mit Ihnen Ihre Erfahrung und den Grund Ihrer Beanstandung erörtern. Es wäre toll, wenn Sie uns eine Nachricht an feedback@de.atu.eu schicken. Nennen Sie uns bitte Ihre Telefonnummer unter der wir Sie erreichen können, sowie Ihr Fahrzeugkennzeichen und die betreffende Filiale.Wir melden uns schnellstmöglich um den Sachverhalt gemeinsam mit Ihnen zu klären. Nur so können wir als A.T.U besser werden! Viele Grüße! Ihr A.T.U-Team

Antwort
von vikodin, 95

grundsätzlich solltest du dafür einen anwalt konsultieren und nachfragen was man da machen kann... ich denke der Versicherung solltest du da auch schnellstmöglich bescheid geben und ebenfalls der polizei falls noch nicht bekann

Antwort
von xdmartinhi, 92

Jein. Können ja aber die haben halr ttop annwälte.

Ich empfehl dir mit einem Anwalt die sachlage zu besprechen

Antwort
von schelm1, 85

Nehmen Sie sich drignend einen Anwalt, der Sie gegen ATU vertritt!

"Diese firma verdient ein schweines Geld"

und das wird Sie gezielt zur Abwehr Ihrer Ansprüche versuchen gegen Sie einzusetzen!

Kommentar von Repwf ,

Wozu? Melde es der eigenen Versicherung und lass die machen! Die werden schon rausfinden (lassen) wer schuld hat und somit zahlen muss!

Kommentar von schelm1 ,

Die Hoffnung stirbt  bekanntlich zuletzt! Aber Ihre Meinung von der Ineressenwahrung des Versicherten durch die eigene Versicherung ist schon bemerkenswert!?!

Kommentar von Repwf ,

Das denen der Versicherte am Allerwertesten vorbei geht, davon bin ich überzeugt!

Da der Versicherte aber jemand anders beschädigt hat, würden sie zahlen müssen - und DAS werden sie schon prüfen! 

Antwort
von dv946, 64

Die sind schon sooft,wegen ähnlichem Pfusch verklagt worden.Sie streiten eigenes Versagen sowieso ab.Hast du nicht mal Erfahrungsberichte von den gelesen?Das liest sich wie ein Krimi.Da würd ich mir noch nicht mal den Luftdruck der Reifen prüfen lassen.Und die lässt du an die Bremsen.Klagen bringt nichts,auf was denn auch.Die werden argumentieren,dass in der einen Woche was eingetreten ist,was mit deren Arbeit nichts zu tun hatte.

Antwort
von Novos, 72

Da hilft wohl nur ein Sachverständigen - Gutachten und ein Rechtsanwalt.

Antwort
von Grautvornix, 71

Ja sicher, wenn es so ist wie du es schilderst.

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