Frage von BM2014, 123

Ist es strafbar wenn man bei Facebook mehrere negative Bewertungen abgibt?

Viele Selbstständige haben eine FB-Seite. Die meisten haben auch die Bewertungsfunktion an. Darf man einem Geschäft, einem Restaurant oder einem Verein, viele negative Rezessionen geben ? Also mit vielen Fake-Accounts. Falsche Tatsachen werden dabei nie behauptet, sondern lediglich negative Bewertungen gegeben. Macht man sich damit strafbar ?

Antwort
von MrWulf2000, 55

Kommt vielmehr darauf an welchen nutzen du daraus ziehen möchtest. Wenn du beispielsweise ein eigenes Produkt vertreibst und deine Mitstreiter schlechter stellen willst durch negative Bewertungen, dann kann es echt teuer für dich sein. Da bringt die Meinungsfreiheit auch nichts! 

Sollte die negative Meinung tatsächlich der Wahrheit entsprechen und du auch dies beweisen kannst, dann solltest du nichts befürchten.

Kommentar von uni1234 ,

Eine Meinung kann niemals der Wahrheit entsprechen

Kommentar von user8787 ,

Also lügen wir stets wenn wir eine Meinung äußern? Eine interessante Aussage, vor allem wenn es um rechtl. relevante Dinge geht.

Kommentar von uni1234 ,

Nein. Die objektive Wahrheit ist - per Definition - nicht der Maßstab für Meinungen (zumindest nicht soweit es um die §§ 185 ff. StGB oder Art. 5 GG geht). Nur Tatsachen können wahr oder falsch sein. Meinungen können dagegen nicht als richtig oder falsch erwiesen werden. Daher kann eine Meinung auch nicht der Wahrheit entsprechen.

Kommentar von user8787 ,

Mit "kann" 

....kann ich leben. ;o) 

Ich nahm an du unterstellst generell, das jede Meinung eine Lüge sei. 

Die Meinungsfreiheit hätte so keinen Wert mehr.... 

Antwort
von Pippolino14, 32

Die Fake Accounts sind strafbar, schlechte Bewertungen geben aber nicht.

Trotzdem würde ich mich auf mein eigenes Produkt/Geschäft konzentrieren. Was bringt es dir wenn der Gegner schlecht ist, aber du nur mittelmaß? Sei lieber der beste, dann musst du auf solche Tricks gar nicht zurückgreifen. Da kommen die Leute wie von alleine zu dir und du bekommst immer die besten Bewertungen und Kommentare!

Kommentar von AalFred2 ,

Warum sollten Fake-Accounts strafbar sein?

Antwort
von Mayw3ather, 32

Fake Accounts zu erstellen ist strafbar. - Mach ich aber selber :D

Kommentar von Falkenpost ,

Nach welchem Paragraph des Strafgesetzbuches?

Antwort
von blackforestlady, 54

Wenn es Deine eigene Meinung ist wäre es vollkommen in Ordnung- Aber ist es nur eine Rache Bewertung.dann könnte man Dich anzeigen. Daher sollte man vorsichtig mit solchen Bewertungen umgehen.

Kommentar von uni1234 ,

Anzeige dann wegen § 4 RacheG? Oder wie hast Du Dir das vorgestellt?

Kommentar von Falkenpost ,

Es geht aber nur Absatz 5 in Verbindung mit FacebookG und SocialmediaG:

  • § 4 Abs. 5 RacheG
  • § 1 Abs. 2 FacebookG
  • § 25 Abs. 1ff SocialmediaG
Antwort
von grossbaer, 42

Es ist egal ob es strafbar ist oder nicht. 

Wenn du mit einer Leistung des jeweiligen Unternehmens unzufrieden bist, dann gib entsprechend EINE schlechte Bewertung unter deinem Namen ab. Alles andere ist geschäftsschädigend, überflüssig und kindisch.

Bei einer schlechten Erfahrung sollte man, trotz allen Ärgers, sachlich bleiben und sich zusammenreißen.

Wenn du damit einen Konkurrenten schädigen willst, dann kann ich nur sagen das dies asoziales Verhalten ist. Wenn der Konkurrent besser ist, dann sollte man sich selbst mal fragen was er besser macht und man selbst besser machen könnte.

Man sollte durch Leistung und durch gute Produkte überzeugen und nicht indem man andere sabotiert.

Antwort
von Falkenpost, 27

- Unlauterer Wettbewerb
- Rufschädigung
- Geschäftsschädigung

Antwort
von RuedigerKaarst, 33

Alles Warheiten und deshalb benötigt man mehrere Fakeaccounts? 🤔

Es könnte als Rufschäfigung gewertet werden, was teuer werden kann.

Auch Minderjährige kann man verklagen und gegen sie einem gerichtlichen Mahnbescheid erwirken.

Ich würde es lassen.

Kommentar von uni1234 ,

Was hat denn der Mahnbescheid mit Strafrecht zu tun? Abgesehen davon kann man mit einem Mahnbescheid nur Geld einklagen (§ 688 Abs. 1 ZPO). Hier kommt aber allenfalls so etwas wie eine Unterlassenserklärung in Betracht.

Kommentar von RuedigerKaarst ,

Schonmal was von Schadenersatz gehört?

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