Marben am 06.10.2008 um 10:43 Uhr
Ich wollte einen Artikel für 13,50 EUR kaufen und wollte mit eine 50 EUR-Schein bezahlen. Die verkäuferin meinte sie hätte gerade erst angefangen und könnte diesen nicht wechseln. Was mich ärgert ist, das die Verkäuferin sehr unfreundlich war und so getan hat als wenn es völlig unmöglich von mir wäre, das ich mit einen 50 EUR-Schein bezahlen will. Wer ist in der Pflicht? Ist die Verkäuferin verpflichtet zu wechseln? Oder bin ich verpflichtet das Geld passend geben zu können?
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Ich denke, auch wenn man 'grad erst angefangen' hat, muß genug Wechselgeld in der Kasse sein, um auf 50 Euro rauszugeben. Wieweit das Pflicht ist oder Dienst am Kunden, weiß ich nicht.

Die Verkäuferin muß gerade am Anfang einer Schicht genug Kleingeld in der Kasse haben. Es ist ihre Aufgabe dafür zu sorgen, daß sie wechseln kann. Wenn an dem Morgen 10 Leute hätten bezahlen wollen und sie hätte alle 10 Leute weggeschickt, wäre ihr Chef sicher nicht sehr erfreut darüber, denn das wäre Umsatz gewesen, denn die Verkäuferin vereitelt hätte.
Was soll denn eine Verkäuferin machen, die z.B. gerade geöffnet hat, schon 3 solcher größeren Scheine gewechselt hat und nun nicht mehr genügend hat? Den Laden schließen und zur bank gehen und andere Kunden vor verschlossenem Laden stehen lassen? Meist haben besonders kleinere Läden ja nicht 1000de Euros an Wechselgeld, weil sie häufig gerade mal genügend haben um das Geschäft gerade noch am Laufen zu halten.
Ich finde man ist auch als Kunde da in der Verpflichtung nicht aus Bequemlichkeit nur mit großen Scheinen zu zahlen.
moon73 am 6. Oktober 2008 10:59 Ein Laden muß auf 50 Euro herausgeben können, auch wenn schon 3 Leute vorher mit einem 50iger bezahlt haben! Wenn ein Laden dazu nicht mehr in der Lage ist, wird er immer weniger Kunden bedienen können. Als Kunde hat man nun mal eben nicht immer passend Kleingeld. Dafür besitzt jedes Geschäft aber eine Kasse mit Wechselgeld.
Das sagt man nur, wenn man noch nie ein Geschäft hatte. Erst wenn man selbst in so einer blöden Lage ist, dann versteht man es. Je nach dem, kann ein Geschäft nicht genügend Wechselgeld haben, um in dummen Fällen, wo mehrere Kunden mit größeren Scheinen zahlen immer passend rauszugeben. Oder mal so gedacht: Wie viel Wechselgeld bräuchte denn ein Geschäft, wenn 5 Leute für 13 € einkaufen und mit 50,- bezahlen? Und glaubst du, dass jedes Geschäft so viel hat?
durchsichtig am 6. Oktober 2008 11:11 nun ja, dafür sollte man doch auch immer wieder seine kasse füllen? große scheine werden abgeschöpft..und durch fehlendes kleingeld/bzw. kleine scheine ersetzt..
Aber dafür müste man sein Geschäft schließen und zur Bank gehen. Bei Öffnung des Ladens morgens hat ja jeder nur eine bestimmte Menge an Wechselgeld. Und wenn das dann schnell verbraucht ist, ist eben nichts mehr mit wechseln an dem Tag, bzw. an dem Vormittag.
durchsichtig am 6. Oktober 2008 11:20 naja also wenn das so ist, kommt es wohl eher auf die größe des Ladens an? Ich weiss ja nicht, aber es gibt doch eigentlich Tresore? Wo Wechselgeld vorhanden ist? Und Kollegen, die man um ne Rolle Wechelgeld bzw. Scheine zu holen bitten kann? Also so kenn ich das grübel
moon73 am 6. Oktober 2008 11:25 @durchsichtig: So kenne ich das auch. Und wenn ein Laden finanziell schon so am Ende ist, daß er nicht mehr herausgeben kann, dann liegt es am Laden und nicht am Kunden und dann ist es leider ein Kreislauf, denn zahlende Kunden, die man brächte, werden wieder weggeschickt :(

Verpflichtet ist sie nicht, aber es wäre besser, sie könnte es. Wer geht denn in solch eien Laden noch. Über kurz über lang ist der eh pleite!!! Das ist die Service-Wüste Deutschland!!!
mir ist was ähnliches passiert. Bei Nachfrage bei der Polizei (ein Bekannter arbeitet da) erfuhr ich, dass ein Verkäufer nicht verpflichtet ist, Geldscheine anzunehmen. Er kann den genauen Betrag einfordern. Wechselt er es nicht, so wie er es bei mir machte, dann bekam ich die Ware (Fährüberfahrt Rhein) nicht. Ist natürlich geschäftsschädigend.
Marben am 6. Oktober 2008 10:55 Na toll, dann kann man Verkaüferkassen ja auch abschaffen.
ja, und ich bin zu Fuss über eine Brücke auf die andere Seite gegangen. Mit der Fähre bin ich allerdings auch nie mehr gefahren. Es gibt freundlichere
Lach, wie ein Kleinkind das einfach jetzt das Eis will! Egal ob es 5 vor 12 ist und die Mama schon gekocht hat! =)
Ich bin zwar schon auch der Meinung das die Verkauferin ein Interesse hat Wechselgeld zu haben! Aber wenn sie es nun mal nicht hat! Dann eben nicht! Ich bin selbst verkäufer und habe einen Stock von 500.- Wenn ein Kunde mit einer 1000er Note bezahlt und der Artikel weniger als 500.- kostet hab ich auch keine Chance! Es sollte halt auch in einem Verhältnis sein! Bei 13.50 sollte sie aber auf jeden Fall rausgeben können!
Marben am 6. Oktober 2008 10:56 Wenn ich einen 0,50 EUR Artikel mit 500 EUR bezahlen will, seh ich das ja auch ein. Aber bei 50 EUR?
moon73 am 6. Oktober 2008 11:02 Was ist denn das für ein Vergleich? Hier war die Rede von 50 Euro bei einem Warenwert von 13 Euro. Ich denke jedes Geschäft sollte darauf herausgeben können!
moon73 am 6. Oktober 2008 11:03 STimmt hast du ja gesagt:Bei 13.50 sollte sie aber auf jeden Fall rausgeben können! Sorry ;-))
Es gibt gar keine 1000 Euro Scheine
Das ist richtig! Nicht Euro! Aber Franken! Schweizer Franken um genau zu sein! Und ja ich bin auch der Meinung sie sollte rausgeben können! Wenn sie es aber nicht kann, bringts auch nix ums verrotten Rausgeld zu fordern!

Es klingt lachhaft, ist aber so: er ist NICHT verpflichtet, zu wechseln.
Die Ware wird zu einem bestimmten Preis angeboten; i.d.R. beinhaltet dieser die Handelsspanne und div. Nebenkosten.
Wenn Du die Ware zu diesem Preis haben möchtest, verdient der Verkäufer natürlich an diesem Handel und wird alles dafür tun, Dir den Erwerb zu erleichtern -- z.B. durch Wechselgeld.
Er ist dazu aber nicht verpflichtet; d.h. jeder Verkäufer könnte theorethisch auf passende Zahlung bestehen -- das tut nur keiner, weil es geschäftsschädigend wäre.
Wenn sie nicht genügend Wechselgeld hat, wie soll sie wechseln? Selbst wenn sie dazu verpflichtet wäre. Aber ich finde auch, dass man als Kunde schon auf genügend kleine Scheine achten sollte und nicht so kleine Beträge mit 50€-Scheinen zahlen muss. Besonders in kleineren Geschäften.
Marben am 6. Oktober 2008 10:48 Wenn der Geldautomat nur 50 EUR ausspuckt und die Verkäuferin nicht in der Lage ist Wechselgeld zu beschaffen, wieso ist das mein Problem?
Weil Du die Ware haben willst.
moon73 am 6. Oktober 2008 10:51 Das Geschäft muß in der Lage sein, auf 50 Euro herauszugeben, ansonsten gehe ich als Kunde nämlich woanders einkaufen und dann kann das Geschäft nämlich sehen wo es bleibt - ich glaube kaum ,daß sich heutzutage das irgendein Geschäft erlauben kann, seine Kunden wegzuschicken!
Marben am 6. Oktober 2008 10:52 Nee ich kann auch wo anders kaufen, wo sie sich nicht so anstellen. Sie will verkaufen!
Dass ist insofern dein Problem, dass du in diesem Geschäft deine Ware nicht bekommen wirst, wenn du nicht genügend kleines Geld dabei hast. somit dich nur ärgern must und evtl. doppelte Wege hast, weil du dir entweder ein anderes Geschäft oder eine Wechselmöglichkeit suchen must.
Marben am 6. Oktober 2008 10:54 Wenn Verkäufer nicht mehr wechseln können oder wollen dann brauch man sie auch nicht! Da kann man auch automaten hinstellen wo man das passende Geld einwerfen muss.
Zwischen nicht können und nicht wollen liegen Welten. Und bei Automaten könnte man ja nicht über unwillige Verkäuferinnen schimpfen und man bräuchte ja auch genügend Kleingeld.
moon73 am 6. Oktober 2008 11:02 Automaten nehmen ja in der Regel auch Banknoten ;-D

es kommt doch auch immer auf den ton an. ich arbeite in der gastronomie und wenn ich gerade den abend angefangen hab, dann nehm ich auch keine 100er an. 50er ist so ne sache. einmal geht, einzweites mal ist schon ärgerlich, und beim 3. dann keine chance mehr rauszugeben. Um das zu vermeiden kann man doch höflich drauf hinweisen, dass der abend/tag doch noch sehr jung ist und nicht erwartet werden kann, dass man schon wechselgeld hat. abgesehen davon kommt es auch drauf an, was man kauft/konsumiert. eine kleinigkeit die nicht einmal 5Euro kostet mit großen scheinen zu zahlen, find ich schon unzumutbar und frotzelei.
Marben am 6. Oktober 2008 10:57 Wenn sie das nett gesagt hätte, hätte ich auch kein aufstand gemacht.

Jeder hat mal einen schlechten Tag. Aber 50 Euro zu wechseln, ist ja wohl normal, so viel Wechselgeld gehört einfach in die Kasse. Was anderes ist es, wenn Du mit 500 Euro kommst, oder mit einem Sack voll Kleingeld.

Es gibt kein Gesetz welches dies regelt.
Wenn man seine Waren auf das Kassenband legt ist dies einer positiven Willenserklärung gleich.
Zu einem Kaufvertrag und Abschluss des Geschäfts, muss der Verkäufer/ die Verkäuferin zustimmen. Sie tut dies, indem sie das Geld entgegen nimmt und die Ware aushändigt, sowie den Kassenbon der als Beweisdokument für den Geschäftsvorfall dient. Wenn Verkäufer/innen also morgens früh nicht wechseln können, ist das eine schlechte Kassenanweisung, denn am Montatsanfang kommen die meisten mit 50er und 100er. Fakt: Mann ist theoretisch in einem Geschäft nur Gast. Man bezeichnet dies nur als Kunde. Alles ist freiwillig.
Was erwartest du von einem stinknormalen Mensch am frühen Morgen? Mann, die war selber noch nicht wach und dein 50er hat sie regelrecht überrumpelt. Es gibt Menschen, die sind richtige Morgenmuffel und sehen morgens total unfreundlich aus. Dazu kommt auch noch deine Laune, bevor du den Laden betreten hast. Wenn die schon vorher im Keller war, hat die Situation im Laden dir den Rest gegeben. Hab ich recht? :)
Die Antwort auf deine eigentliche Frage ist: Nein, Verkäufer sind nicht verpflichtet, dir einen Schein zu wechseln, wenn sie danach nicht genügend Wechselgeld in der Kasse haben werden.
Wenn ein Kunde gleich am frühen Morgen zu mir kommt und eine Matratze zurückgeben will und ich ihm das Geld nicht auszahlen kann, dann muss er leider zum späteren Zeitpunkt wiederkommen, um sein Geld zu bekommen. Und ob er sich aufregt oder nicht, an der Tatsache, dass in der Kasse zu wenig Geld ist, kann er eh nichts ändern. Da ist seine ganze Aufregung für die Katz.
Stimmt. Peinlich ist das allemal. Es waren schließlich keine 200€. Ein Fünfziger ist durchaus üblich.
Eine Freundin von mir ist Kassiererin.
In einem großen Supermarkt in der Nähe beginnen die Kassen mit 150 Euro Wechselgeld.
Bezahlen aber gleich in der ersten Stunde 3 Leute mit einem 50er, steht man ganz schön auf dem Schlauch.
Zur Not, muss man sich dann selber etwas Wechseln. Ein Kunde wird dort aber nicht nach Hause geschickt weil man nicht wechseln kann.
Aber gezwungen sind sie nicht. Sie brauchen dir auch gar nichts verkaufen wenn sie nicht wollen.
ich arbeite als aushilfe in einem supermarkt. in den kassen bei uns sind IMMER 300€. zusätzlich bekommt man noch 200-300 € dazu wenn man anfängt, je nachdem wie viel kleingeld noch da ist...