Indexmietvereinbarung: positiv oder negativ?

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2 Antworten

Das ist insofern eine interessante Sache, als die künftige Steigerung der Miete relativ gut objektiv nachprüfbar ist, je nach verwendetem Index. Vermeidet jedenfalls Streitigkeiten über Mieterhöhungen eher als die gesetzliche Regelung mit Vergleichsmiete. Wenn als Index zum Beispiel der Verbraucherpreisindex genommen wird (relativ häufiger Bezugsindex), kann gerade in einer Großstadt wie Hamburg eine deutlich niedrigere Mietsteigerung in den nächsten Jahren rauskommen, als im restlichen Wohnungsmarkt zu erwarten ist. Zudem sind Indexkoppelungen regelmäßig in beide Richtungen wirksam: Wenn der Index fällt, ist auch eine Reduzierung der Kaltmiete möglich.

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Indexmieten sind eigentlich eher bei gewerblichen Mieten üblich. Vorteil ist man kann nicht wahllos die Mieten erhöhen, sondern nur nach dem Index ABER deine Mieterhöhungen werden mit absoluten Sicherheit kommen und nicht wie bei einer "normalen" Mieterhöhung die in ihrer Höhe auch strikt reglementiert ist und nur max. alle 15 Monate kommen darf. Aber im Regelfall dürfte eine Indexmiete (z. B. durch den Einfluss der besonders schnell steigenden Energiekosten) über der Mietpreisentwicklung liegen.

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Kommentar von marcussummer
06.12.2015, 14:31

Diesen Regelfall sehe ich zumindest aktuell nicht. Zwar steigen die Energiepreise aktuell tatsächlich sehr stark. Der Verbraucherpreisindex ist dank niedriger Inflation aber dennoch relativ stabil, liegt jedenfalls unter der Mietsteigerung begehrter deutscher Großstädte wie Hamburg. Die Höhe der Mietsteigerungen hängt von der Wahl des Indexes ab.

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