Frage von Yannick1998, 237

In welcher Art und Weise sollte man Religion nicht kritisieren und darf man Religion überhaupt kritisieren?

Bräuchte da paar Meinungen , weil die Frage morgen in der Ethik Arbeit drankommt . Darf man Religion kritisieren und wenn ja dann wie ? Und sie sollte man es nicht tun ? Gewalt ? ...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Spockyle, 101

Natürlich darf man Religion kritisieren, man darf alles kritisieren, wenn man gute Argumente hat. Und das ist auch ganz wichtig, weil Religion, wie jede andere Ideologie, ein Werkzeug ist, das unter Umständen gefährlich sein kann, aber auch helfen kann, über schwere Zeiten zu kommen oder einfach ein gutes Gefühl im Alltag machen kann. 

Allerdings sollte man, da Religion halt auch ein Grundbedürfnis mancher Menschen darstellt, überlegen, mit wem man kritisch über Religion spricht. Ein Mensch, der aus dem Glauben an eine jenseitige Welt Kraft zieht, sollte man das nicht nehmen. Das hat ja auch gar keinen Sinn, als Gegner der Religion mit einem Tiefgläubigen zu diskutieren, man kann sich solche Gespräche ja auf gutefrage.net angucken.

Ebenso sollte man Religion in einem möglichst neutralen Rahmen kritisieren. Beide Gesprächspartner müssen füreinander offen sein, Klischees haben da keinen Platz. Geht der Christ mit der Meinung "der Typ muss von der Wahrheit überzeugt werden" und der Atheist mit "der Typ ist ja blöde wie Brot, wenn er diese Märchen glaubt", wird kein konstruktives Gespräch zu Stande kommen.

Wichtig ist da einfach Toleranz und Respekt. Gläubige sind nicht alle blöd und Atheisten/Agnostiker sind nicht alle schlechte Menschen. Man findet Pfosten in beiden Gruppen und herzensgute Selbst-Aufgeber auch. Missionare gibt es auch auf beiden Seiten.

Fazit: Ja, du darfst Religion kritisieren. Du musst sogar, denn etwas, das nicht kritisiert werden darf, wird eine unkontrollierbare Macht und das darf nicht sein bei uns. Aber kritisier auf wissenschaftlichem Grund, überleg gute Argumente und kritisier nur dann, wenn dein Gegenüber das auch verträgt.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank :)

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 65

Ich bin ein religiöser Mensch und davon überzeugt, dass man Religion nicht nur kritisieren darf, sondern es sogar auf jeden Fall machen sollte, um Missstände und Defizite aufzuzeigen.

Wann immer religiöse Lehren dazu missbraucht werden, um Menschen zu manipulieren und sie persönlicher Freiheiten zu berauben, oder Diskriminierung und politische Absichten unter dem Mantel der Religion versteckt werden, ist Kritik dringend erforderlich.

Auch das kritische Hinterfragen religiöser Lehren auf ihre Notwendigkeit halte ich für sehr sinnvoll. Nicht jede Regel und jedes Gebot, die jemals niedergeschrieben wurde, haben heute noch ihre Gültigkeit.

Emotionale Erpressung durch Moralkeulen und die Drohung mit Höllenstrafen oder Ausschluss aus der Gemeinschaft wegen vorehelichem Sex, Homosexualität und alternativen Beziehungsformen ist nach meiner Ansicht in höchstem Maße zu kritisieren.

Auch Forderungen an die religiösen Führer der Gemeinschaften müssen meiner Meinung nach möglich sein, ohne deswegen um Leib und Leben, oder den Ausschluss aus der Gemeinschaft fürchten zu müssen.

Solche Organisationen sind von Menschen geschaffene Konstrukte, genau wie beispielsweise Staaten, oder Unternehmmen und müssen deshalb auch Forderungen und Kritik von Mitgliedern und Außenstehenden akzeptieren - und bei berechtigter Kritik auch die Bereitschaft zur Änderung zeigen.

Kritik an Religion ist aus meinem Verständnis heraus dann unangebracht, wenn sie in verletzender und herabwürdigender Weise vorgebracht wird.

Ich bin somit nicht gegen Kritik an Religion, sondern halte lediglich manche Formen der Religionskritik für unangebracht. Es sollte ein gewisser Respekt gewahrt bleiben - aus Rücksicht auf die Gefühle der gläubigen Menschen.

Äußerungen wie "Religion ist Müll" sind aus meiner Sicht keine Kritik, sondern schlichtweg beleidigende Aussagen - insbesondere, wenn kein Kontext hierzu geliefert wird.

Viele Menschen ziehen für sich selbst positives aus ihrem Glauben - sie deshalb aus "zurückgeblieben" zu bezeichnen wäre meiner Ansicht nach ebenfalls keine sachliche Kritik, sondern diskriminierend.

Auch Verallgemeinerungen wie "Religionen bringen nur Tod und Elend" mögen als Kritik grundsätzlich berechtigt sein - in solch pauschalierter Form sind sie für mich jedoch keine ernstzunehmende Gesprächsgrundlage.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank :)

Kommentar von Enzylexikon ,

Keine Ursache, sehr gerne. :-)

Antwort
von Suboptimierer, 79

Generell darf man kritisieren.

ABER: Lächerlich machen, Anhänger denunzieren, usw. ist keine Kritik. Gewalt ist in meinen Augen keine Kritik, genauso wenig wie "Das mag ich nicht."

Kritik sollte sich auf die Inhalte beziehen, Vor- und Nachteile offenlegen, Probleme aufzeigen, Gefahren aufzeigen, Argumente entkräften,...

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank :)

Kommentar von Suboptimierer ,

Bitteschön!

Antwort
von Rosenblad, 39

Wer Religion kritisiert, der übt Kritik an der Identität des Gläubigen der in einer Form einer "doppelten Buchführung" eigentlich nicht glauben aber so handeln und denken kann, als glaubte er und dadurch glauben kann ohne zu glauben. (nach einem Zitat des Kulturwissenschaftlers Hartmut Böhme) - denn dafür ist ja die "menschliche Institution" ( Zitat von eleteroj - siehe weiter unten) schließlich abstrahierbar. Oder wie es der Kabarettist Matthias Richling einmal subtil ausformulierte: „Religion ist nur das Kleingedruckte, das kein Mensch versteht und das ein Gott nicht einmal mit der Brille lesen kann.“

Wer dagegen Religiosität kritisiert, der sollte schon genauer hinschauen, da hier verborgenes und geborgenes zum Vorschein kommen kann – alles andere steht in den nachfolgenden Kommentaren weitaus besser erklärt da.

Antwort
von Interesierter, 81

Ich halte es für falsch, Religion als solche bzw. deren Ausübung zu kritisieren. In Deutschland gilt Religionsfreiheit. Und seien wir doch ehrlich. Wenn jemand betet oder in seine Kirche/Moschee/Synagoge geht, dann ist doch da nichts einzuwenden. Das braucht dich doch nicht zu stören.

Problematisch wird es an der Stelle, an der die Religion instrumentalisiert und als Mittel zum Zweck missbraucht wird. Wenn aus Glaubensdingen Hass wird, wenn Un- oder Andersgläubige deswegen verfolgt werden, wenn im Namen eines Gottes oder eines Glaubens zum Krieg aufgerufen wird, dann ist das in jedem Fall kritikwürdig.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay danke :)

Kommentar von Ulli74 ,

Ich für meinen Teil Lebe es so aus das in allem was ich tu meine Freiheit liegt solange diese nicht die Freiheit eines anderen berührt oder verletzt !

Antwort
von eleteroj, 65

philosophisch gesprochen: Religion ist eine menschliche Institution und, wie jedes Menschenwerk natürlich kritikwürdig.

Aber ob man darf? Das hängt ab von dem Land, in dem du Kritik üben willst. In den sunnitischen Gottesstaaten darfst du jede nichtsunnitische Glaubensrichtung kritisieren, wobei deiner Kritik keine Grenzen gesetzt sind und auch Taten folgen dürfen; das Sunnitentum darfst du allerdings weder kritisieren noch hinterfragen, das würde deine Lebenserwartung gegen Null senken.

In laizistischen Ländern, in denen bürgerliche Grundrechte garantiert sind, fällt Religionskritik unter Meinungsfreiheit, eingeschränkt (bei uns) durch die Sanktionierung des StGB

§ 166
Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen



(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11
Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses
anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen
Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit
Geldstrafe bestraft.


(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11
Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere
Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre
Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet
ist, den öffentlichen Frieden zu stören.


Wie weit man bei seiner Religionskritik gehen darf, und wie dieser Paragraf auszulegen ist, kann man der Mehrheitsmeinung der Richterkollegien entnehmen. Was Islamkritik betrifft, ist leider derzeit die Tendenz zu beobachten, dass mehrheitlich deutsche Richter immer grösseres Verständnis zeigen für moslemische Kläger und deren niedriger Schwelle, ihre religiösen Gefühle verletzt zu fühlen. Das heisst, sie messen dem Grundrecht auf freie Religionsausübung einen höheren Wert bei als dem Grundrecht auf freie Meinungsäusserung.
Hierzu stehen höchstrichterliche Grundsatzentscheidungen erst noch aus, dazu, welche juristischen Grenzen der Religionsausübung in einem laizistischen Land zu setzen sind.

Und WIE sollte man Religionskritik vorbringen? Na ich würde sagen: so effizient und überzeugend wie nur möglich; also so wenig Polemik und Etikettierung wie möglich, und soviel profunde Sachkenntnis, Argumente und Belege für die behaupteten Kritikpunkte wie nur möglich.
Denn es soll ja um Aufklärung gehen und nicht darum, Religion A niederzumachen und Weltanschauung B zu rechtfertigen

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank für die ausführliche Antwort :)

Antwort
von Ulli74, 84

Kritisieren , Hinterfragen und nicht zu allem Ja und Amen sagen   dazu sollte jeder Mensch in der Lage sein und sein dürfen , jedoch in einem Sachlichem Maße ohne Persönlich zu werden man kann etwas kritisieren aber nicht den Menschen dahinter beleidigen das führt nur zu Stress und Streit !

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay danke :)

Kommentar von Ulli74 ,

:) nichts zu danken ! :)

Antwort
von 1988Ritter, 43

Religion muss vom Grundsatz her immer kritisierbar sein und bleiben.

Gegenstand jeder Religion ist der Galube. Ein Glaube ist gleichsetzbar mit einer Annahme. Über eine Annahme kann man immer diskutieren, und selbstredend auch Kritik üben.

Dabei sollte die Kritik immer als konstruktive Kritik verstanden werden, und auch so formuliert sein.

Eine Kritik die in Form einer Beleidigung geäußert wird, sollte nicht erfolgen, da der Glaube auch immer eine persönliche Einstellung ist, und man mit der Beleidigung auch indirekt die glaubende Person beleidigt.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay danke :)

Antwort
von nachdenklich30, 11

Das kommt im Einzelnen möglicherweise auch auf die Religion an.

Wenn ich mir die Bibel anschaue, geschieht das dort immer wieder.

Andere Religionen werden kritisiert, zum Teil sehr sarkastisch und ironisch.

Das fängt gleich beim ersten Kapitel der Bibel an. Wenn man die Hintergründe ein wenig kennt, merkt man sofort, welche scharfen Spitzen gegen den babylonischen König dort abgeschossen werden: Sonne und Mond, die als Götter gelten, werden nicht mit ihrem Namen genannt sondern einfach als "großes und kleines Licht" bezeichnet. Allem, vor dem man sonst opfern könnte, wird die Göttlichkeit bestritten und als geschaffen beschrieben. Und gegenüber dem Glauben, der babylonische König sei das Ebenbild Gottes, dem alle anderen Menschen zu dienen haben, gilt nun jeder Mensch als Ebenbild Gottes.
Wenn man diese Hintergründe kennt, kann man das Erste Kapitel der Bibel für ziemlich zugespitztes religiöses Kabarett halten.

Dann:

Die Propheten kritisieren die eigene Religion. Sie mahnen an, dass auch die schönsten Gottesdienste soziale Ungerechtigkeit nicht aufwiegen können. Wenn lieblose Gläubige sogar Berge versetzen könnten, würde ihnen das vor Gott nichts nutzen.

Oder die Geschichte mit Abraham und Isaak führt einem vor Augen (mir zumindest), dass es nichts Religiöses auf der Welt geben darf, mit dem man begnden könnte, warum man sein eigenes Kind opfern soll.
In meinen Augen ist Abraham auch nicht Vorbild im Glauben, weil er mit dem Messer in der Hand und mit seinem Sohn zur Opferung losmarschiert ist, sondern weil er (zwar erst im letzten Moment) Isaak trotz allem nicht geopfert hat. Kinderopfer kann und darf nicht sein.

Es gibt so viele Beispiele.

Das Judentum war (und ist)  eine sehr dialogische Religion. Das ist im Christentum immer wieder verloren gegangen, darf aber ruhig wieder entdeckt werden.

Und wo man im Dialog ist, darf man auch Kritik üben.

Antwort
von Ichthys1009, 67

Eine Kritik soll konstruktiv, sachlich und wohlwollend formuliert sein. Ein Kritiker soll sich in die Situation des anderen reinversetzen können statt seine eigenen Maßstäbe anzulegen.

Aus der Sicht eines nicht-religiösen Menschen ist Religion an sich schon bedenklich und daher würde man Religion gar nicht konkret kritisieren, sondern Religion als Ganzes aburteilen. Das wäre keine eigentliche Kritik.

In Religionen gibt es immer wieder Missstände und Fehlverhalten von Menschen. Religionskritik weist auf dieses Verhalten hin, beschreibt aber auch positiv, wie das Verhalten - innerhalb der Wertvorstellungen dieser Religion-  wünschenswert ist.

Nun gibt es auch Religionen, welche gegen ethische Maßstäbe verstoßen, z.B. Menschenopfer oder Sklaverei etc. Diese Religionen kann man von der Ethik und vom Menschenbild her kritisieren.

Dann gibt es Sekten, wie z.B. Scientology, die gerne als religiöse Gemeinschaft angesehen werden wollen. An deren Verhalten kann man kritisieren, dass Menschen abhängig und unfrei gemacht werden, und dass es um Machtausübung und Geld geht.

Als Rationalist und Materialist kann man Unverständnis gegenüber einem religiösen Weltbild äußern. Das ist aber ebenfalls noch keine Religionskritik. In dem Fall kommt man mit seinem eigenen Denken einfach aus einer anderen Richtung und findet eine andere Denkweise seltsam.

Kritische Vergleiche kann man  ziehen, wenn Religionen im (tatsächlichen!) Widerspruch zu Wissenschaften stehen, oder wenn die Entwicklungsgeschichte einer Religion fragwürdig ist. Aber bevor man das kann, sollte man sich mit den Religionen sehr genau befasst haben, weil es meist zu Missverständnissen kommt.

Wirkliche Kritik setzt voraus, dass ich mich mit dem Kritisierten sehr gut auskenne und dass ich mich in das Denken des anderen hineinversetzen kann.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay danke :)

Antwort
von Haldor, 9

Abgesehen von der beleidigenden, abqualifizierenden Kritik (von vielen bereits näher erläutert),  sollte die Kritik mit verstandesmäßigen, logischen Argumenten unterbleiben; weil sie sinnlos ist (es sei denn, man will Missstände in der jeweiligen Kirche anprangern). Religionen befassen sich in der Hauptsache mit dem Irrationalen, mit Gott, Seele, Ewigkeit, Leben
nach dem Tode, Eingreifen Gottes, Erschaffung der Welt u.ä. Hier mit logischen Einwänden zu kommen, ist – wie gesagt – sinnlos. Unser Verstand ist allein für irdische (physikalische) Dinge zuständig und auch nur für solche Angelegenheiten „geeicht“. Bei darüber hinausgehenden Phänomenen, sog. metaphysischen, irrationalen Fragen, endet die Zuständigkeit der Ratio (s. die kopernikanische Wende in der Metaphysik, herbeigeführt durch Kants Philosophie). Dass es die metaphysischen Phänomene gibt, darauf haben viele bereits hingewiesen. Z.B. kann niemand erklären, woher die Lebensenergie kommt, die alle Lebewesen in die Lage versetzt, sich zu bewegen, zu sehen, zu hören und – wie beim Menschen – zu denken. Und dass es die Ewigkeit gibt, zeigt die Zeit an, die ohne Anfang in die Ewigkeit hinausläuft. Zum Leben nach dem Tode kann unser (stark eingeschränkter) Verstand auch nichts aussagen. Die Aussage (von einem Kommentator) „Lampe aus, alles aus!“ spricht für sich und
stellt eine Anmaßung dar. Als nihilistische Behauptung ist sie, was
sie ist: reine Behauptung (mehr bringt der Verstand eben bei
irrationalen Phänomenen nicht zuwege).

Antwort
von danhof, 19

Man darf alles kritisieren. Drei Punkte fallen mir da spontan ein, die man beachten sollte:

– Der Ton macht die Musik

Es ist ein Unterschied, ob ich sage "Gott ist ein Hirngespinst, wer an Gott glaubt ist doof", oder ob ich sage "Gott konnte bislang mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachgewiesen werden.".

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass man mit pauschaler Herabwürdigung und Ehrverletzung nicht weiter kommt. Es darf natürlich provokative Thesen oder Fragen geben, aber es sollte auch immer beachtet werden, dass man über Menschen spricht, die wirklich im Glauben stehen.

Vielleicht hilft das: Sag oder schreib nur das, was Du einem Menschen auch problemlos ins Gesicht sagen würdest.

– Sachlichkeit, Objektivität

"Alle Christen, die ich kenne, sind doof" hilft nicht besonders weiter. Man sollte sich an belastbare Fakten halten und auch Studien genau unter die Lupe nehmen. Diese sind oft nämlich auch tendenziös oder vergleichen Äpfel mit Birnen - egal, um welche Gruppe es geht.

– Beweise, Belege

Einfach zu behaupten "Hitler war Christ" ist das eine. Und wenn der einzige Beleg dafür die Tatsache ist, dass er zu faul war, aus der Kirche auszutreten, oder dass er in "Mein Kampf" irgendwo schrieb "Gott hat mich berufen", dann ist das zu wenig. Zumal an derer Stelle deutliche Religions- und Kirchenkritik von diesem Herrn zu lesen war.

Gegenbeispiel: Ich schnalle mir einen Bombengürtel um, und bevor ich mich auf dem Kudamm mit 100 Anderen in die Luft sprenge, rufe ich laut "Atheismus forever!". Geht dann auf einmal von "DEN ATHEISTEN" Gewalt aus?

Also immer schön sachlich bleiben :-)

Antwort
von mrDoctor, 65

Kritik ist grundsätzlich immer angebracht. Jedoch sollte man genau wissen, was unter Kritik und was unter Hetzerei geht.

Kommentar von Yannick1998 ,

Danke :)

Antwort
von Earlywuse, 54

Natürlich darf man Religionen kritisieren, denn jeder hat schließlich das Recht seine Meinung zu äußern.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay danke

Antwort
von Garfield0001, 41

ich bin Christ.
natürlich dürfen Religionen hinterfragt werden - besonders die eigene. ist sie nicht glaubwürdig, lohnt es nicht sie zu leben. dabei muss man natürlich unterscheiden: Was war der Urgedanke und was haben menschen draus gemacht? nur weil Menschen Fehler machen, heißt es nicht dass das Grundprinzip verkehrt ist.

In irgendeinem Buch der Bibel steht dass wir Gott sogar prüfen (nicht: testen) sollen. er will also sogar als das drüber kommen was ER über sich sagt.

Natürlich darf man auch Witze machen. sollten nur nicht verletzen.

wusstest du das Jesus Fußball spielte? Es heißt: "Jesus stand im Tor von Jerusalem und Petrus im Abseits". (so steht es natürlich NICHT in der Bibel. aber es ist lustig und verletzt niemanden)

Für mich ist aber Gott nicht "Religion" sondern genauso Tatsache wie die Schwerkraft. nur mal so

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay danke :)

Kommentar von authumbla ,

Oder ich darf auch folgendes sagen ohne dass ich hier wie viele muslimische Mädchen gleich ängstlich die Frage hinterher schicken muss: " Ist das schlimm???"

Folgendes:

Wusstet ihr, dass Jesus eine Freundin hatte? "Er ging in die Wüste und eine lange Dürre folgte ihm."

Kommentar von danhof ,

Ich persönlich habe kein Problem damit.

Die Grenzen liegen bei Jedem sicherlich woanders. Aber objektiv betrachtet muss man, besondern im Bereich Satire, einfach damit klarkommen, dass man als Christ auch verspottet wird. Oder dass Jesus verspottet wird. Das kann ein lustiger Witz sein, wo ich selbst mitlache.

Das kann auch unter die Gürtellinie gehen, womit ich aber auch leben muss.

So eine Kritik, auch eine extrem herabwürdigende, darf nach meiner Rechtsauffassung NIEMALS ein Grund für Gewalt sein. Stichwort Charlie Hebdo.

Die meisten Witze gehen auf Kosten irgendeiner Gruppe. Dicke, Alte, Frauen, Programmierer, Männer, Juden, Blondinen, ...

Da ist Religion keine Ausnahme.

Kommentar von Garfield0001 ,

Ich mache Witze über alles und jeden :-) Auch über meine (bekannte) Berufsgruppe *gähn* ;-)
Aber nicht weil ich diese "Gruppe" beleidigen möchte oder so, sondern weil die Situationskomik mir gefällt:

Zb Geht ein Blinder zum Bäcker und sagt: ich hätte gern 100 Mohnbrötchen." Sagt der Bäcker: "Kann ich Ihnen gern geben. Aber entschuldigen Sie die Frage: Wollen Sie die wirklich alle essen?" Darauf der Blinde: "Das nicht, aber da stehen so schöne Geschichten drauf." :-)
Da will ich mich nicht über Blinde amüsieren oder ihre Situation madig machen (ich möchte nicht blind sein), aber die Brailleschrift mit den Körnern zu vergleichen, finde ich irgendwie süß :-)

Antwort
von stine2412, 35

Yannick, kritisieren kann man nur, wenn man die Materie kennt. Dann kannst du dir ein Bild machen. Du kannst natürlich auch kritisieren, was nicht der momentane Mainstream vorgibt. Deshalb habe ich dir mal ein paar Fragen aufgeschrieben - immerhin geht es um Religion in deinem morgigen Thema!

Gibt es nur eine richtigeReligion?  Warum behaupten so viele verschiedene Religionen, sie seien christlich? Was sind einige Merkmale der wahren Religion?  Woran erkennt man echte Christen?

„Sie erklären öffentlich, Gott zu kennen, aber sie verleugnen ihn durch ihre Werke“ (Titus 1:16)

Menschen, die die wahre Religion ausüben, würden an ihren Glaubensansichten und an ihrer Lebensführung zu erkennen sein. Sie sind zwar unvollkommen und machen Fehler, aber sie bemühen sich als Gruppe, Gottes Willen zu tun. Und der, denke ich, ist nicht zu kritisieren!

Antwort
von authumbla, 51

Wir leben in einem Land, in dem die Aufklärung und damit die Kritik schon seit über 200 Jahren zu unserer Kultur gehören.

Kritik ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht.

ALLES darf kritisiert werden.

In streng muslimischen Gruppierungen ist nicht nur Kritik nicht erwünscht, sondern auch schon der Zweifel.

Das haben wir schon 500 Jahre hinter uns. Seit Descartes gilt der Zweifel als wichtiges philosophisches Element der Erkenntnis.

Kommentar von Yannick1998 ,

Danke :))

Kommentar von Garfield0001 ,

Alles darf kritisiert werden. cool. dann mache ich bei der Evolution nicht halt

Kommentar von authumbla ,

Super. Mach das.

Genau das gleiche habe ich in meiner Bioprüfung im medizinischen Vorexamen auch gemacht.

Das konnte ich, weil ich mich wirklich gut auskannte in der Materie und es war ein großer Spaß.

Natürlich war mir klar, dass die Argumente gegen jemanden, der sorgfältig dagegen hält, nicht haltbar waren.

Aber es hat dem Prüfer gezeigt, dass ich mich mit der Materie intensiv beschäftigt hatte.

Antwort
von Andrastor, 39

Man sollte Religion immer und auf jede Weise kritisieren. Sobald einem der Mund verboten wird, weiß man vor welchen Fragen sie am meisten Angst haben ;)

Kommentar von danhof ,

Warum SOLLTE man das? Man darf, aber warum SOLLTE man?

Muss ich als BMW-Fahrer tagein, tagaus Mercedes kritisieren? Ich persönlich ziehe es vor, mich mit Dingen zu befassen, für die ich mich interessiere :-)

Kommentar von Andrastor ,

Man sollte weil die Religionen seit es sie gibt versuchen unser Leben zu beeinflussen und zu manipulieren. Man sollte weil sie Lügen als Wahrheit verkaufen und andere dafür verurteilen wenn sie nicht an diese Lügen glauben. Man sollte weil Religionen genau 0 nachgewiesene positvie Effekte haben, dafür zahlreiche nachgewiesene negative Auswirkungen auf den Menschen zeigen.

Man sollte weil Religionen einem beibringen die natürliche menschliche Neugier mit Ausreden zu stillen anstatt nach der Wahrheit zu suchen.

Antwort
von marylinjackson, 21

Ungefragt sollte man Religion nicht kritisieren.

Wenn meine Meinung aber gefragt ist, darf ich kritisieren.

Wenn ich das mache, kann es aber passieren, dass meine Meinung als unverschämt und beleidigend abgelehnt wird.

Egal, wie man jemanden den Spiegel vorhält, er schlägt nicht nur auf den Spiegel ein, sondern auch auf Dich.

Kommentar von BTS10 ,

Warum sollte man nicht ungefragt kritisieren? Ich werde doch von den Vertretern der verschiedenen Religionen auch ungefragt missioniert. Oder bin den indoktrinierten Mitgliedern ausgesetzt.

Kommentar von marylinjackson ,

Du kannst Dich jederzeit von Missionaren abwenden und musst nicht mit ihnen diskutieren. Du bist keinem "ausgesetzt".

Geh doch an den "Wachtürmen" und "Lies-Tischen" einfach vorbei.

Ungefragt kritisieren, bitteschön, wenn Du das willst...

Wundere Dich jedoch nicht, wenn Deine Wahrheit der Kontrahent nicht hören will.

Antwort
von Nunuhueper, 16

Was Religion für den einzelnen Menschen bedeutet, habe ich mit Schwerkranken erfahren, die mir in ihren letzten Stunden sagten, dass es sie tröstet, ihre Angehörigen im Himmel wieder zu sehen.

Würdest Du in solchen Momenten den Sterbenden sagen, dass das nicht eintreten wird, weil ja ihre Religion eine Chimäre ist?

Es sind nicht nur Kinder, die getröstet werden wollen.

Kritik an Religionen überlasse ich lieber der Wissenschaft.

Meine Meinung ist hier nicht maßgeblich.

.

Kommentar von Nunuhueper ,

Die Daumen- runter - Meinung ist auch nicht maßgeblich, nur arrogant.

Antwort
von DerBuddha, 10

man darf religionen natürlich kritisieren, hinterfragen und auch infragestellen..............denn dass alles gehört zum freien wille, zur eigenen freien entscheidung und JEDER gläubige, der einen menschen im namen seiner religion oder seines gottes bestraft oder tötet, nimmt sich ein recht heraus, was niemals ihm sondern nur gott selbst zusteht.............!!!

so, mal mit glaubensdenken geschrieben.................*g*

da religionen und geister/götter nur erfindungen der menschen selbst sind, darf man natürlich religionen mit allen mitteln auch hinterfragen, kritisieren usw..... warum auch nicht?......... wenn jedoch eine religion über menschenrechte, über die einfachsten werte gestellt wird, wie z.b. im islam, dann ist es klar, dass man diese religion nicht kritisieren darf, in den augen dieser gläubigen............ und gerade der islam zeigt auch immer wieder, dass er nicht kritisiert, hinterfragt oder infrage gestellt werden darf, was total lächerlich ist, denn wie kann man eine märchenfigur oder einen glauben über den verstand setzen?.............
wenn man als mensch mit dem tode bestraft wird, nur weil man diese religion nicht mehr praktizieren will, oder weil man an diesen gott nicht glauben will, dann zeigt diese religion ihr wahres gesicht und sollte endlich vom anlitz dieser welt verschwinden oder endlich erneuert, bzw. überarbeitet werden............!!!

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