Ich habe vor kurzem eine Abmahnung bekommen, weil ich meine Pfandflaschen nicht ordnungsgemäß entsorgen und keine Mülltrennung betreibe... Geht das überhaupt?

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5 Antworten

Ob Du deshalb eine Abmahnung bekommen kannst, weiß ich nicht genau. Ich würde Dir aber aus Eigeninteresse raten, die Pflandflaschen in einer Extratüte mitzunehmen und vielleicht aus dem Weg nach Hause abzugeben. Das sind je nach Flasche immer hin bis zu 25 Cent pro Stück, also bei 10 Flaschen schon ein kühles Feierarbend-Bier oder ein halbes Subwaysandwich, das Du in den Müll wirfst. Wenn Du die Flaschen zu Hause sammelst und nur einmal pro Monat wegbringst, kannst Du je nach Verbrauch auf 10-15 € pro Monat kommen. Möchtest Du die wirklich in den Müll werfen?! Ich verstehe ja, dass Mülltrennung nervt, besonders, wenn sie schwierig ist (Joghurtbecher extra auswaschen etc.). Versuche, sie im Büro zu vereinfachen, indem Du z.B. selbst kleine Mülleimer oder noch kleinere Gefäße mitbringst, und tagsüber dort den Müll direkt am Schreib- oder Essplatz entsorgst und den Inhalt der Gefäße abends in die vorgesehenen Mülleimer kippst (ohne Tüte). Meist hat man keine Lust auf Trennung, weil ein Mülleimer weiter weg ist oder weil man bestimmte Abläufe scheut (Joghurtbecher auswaschen etc.). Versuche dafür Alternativen zu finden (Einmalhandschuhe zum Auswaschen mitbringen oder Gefäß, in dem Biomüll runtergetragen wird etc.). Mülltrennung ist normalerweise kein Scherz und falsche Trennung kann auch große Kosten verursachen (obwohl es immer wieder Gerüchte gibt, dass ja doch am Ende alles zusammengekippt würde...).

Hier ein Beispiel, was "Biomülltüten" verursachen können:

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Ich kenne zwar die näheren Umstände und eventuelle Vorgeschichten nicht und bin auch kein Jurist, aber ich halte diese Abmahnung an sich, so wie du es bisher geschildert hast für nicht statthaft.

Denn die Pfandflaschen (sofern es keine Mehrweg-Individualflaschen sind) sind dein Eigentum und es bleibt ganz allein dir überlassen was du damit anstellst. Ob du sie zurückbringst, entsorgst oder zerhackst ist ganz allein deine Entscheidung. Insofern darf der AG dir gar nicht vorschreiben was du damit zu tun hast.

Wenn du die Abmahnung jedoch dafür bekommen hast, dass du diese Flaschen immer wieder in den einen Papierkorb geworfen hast, obwohl der AG gesagt hat, dass dort auch nur Papier rein darf, dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.

Wie ist denn der genaue Wortlaut der Begründung?

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Halt Dich an die Rregeln Deines Betriebes, dann hast Du keine Probleme. Und DASS Du Dich daran hältst, hja,d asd können sie sehr wohl verlangen.

Mach Dir doch wegen so ner Kleinigkeit nicht das Leben schwer, was für ein problem hast Du? Trotzphase ist doch mit KiGa eigentlich abgeschlossen.

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Müll ist doch Müll! Ist doch kein Grund für eine Abmahnung?!

Erstens ist Müll nicht gleich Müll - hierzulande gibt's Mülltrennung. In manchen Kommunen muss der Tonnenbesitzer mit Bußgeld rechnen, wenn die Mülltrennung nicht beachtet wird. Wenn Du schon bares Geld wegwirfst, dann wenigstens in die richtige Tonne.

Zweitens wird die Müllentsorgung nach Gewicht oder Volumen abgerechnet. Hier bescherst Du dem Arbeitgeber also vermeidbare Kosten.

Insofern halte ich die Abmahnung für durchaus berechtigt.

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Kommentar von Ehrlicher
21.07.2016, 19:38

Vorausgestzt der Arbeitnehmer wurde über eine vorhandene Mülltrennungsregelung nachweisbar informiert. 

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Die Abmahnung ist berechtigt, als Angestellter unterliegst Du dem "Direktionsrecht" des Arbeitgebers und hast Dich an dessen Weisungen zu halten, sofern diese nicht unbillig sind (und das ist hier nicht der Fall).

Tust Du das nicht, musst Du mit den entsprechenden Konsequenzen leben...

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