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Hauskauf: Sollte man von einem Haus, das unter Denkmalschutz steht lieber die Finger lassen?

gefragt von silbermond am 20.01.2008 um 12:36 Uhr

Kann mir jemand sagen, wie ich an die Sache am besten rangehe. Wir haben ein tolles, altes Bauernhaus gefunden und überlegen es mit Freunden zu kaufen. Allerdings steht es unter Denkmalschutz!

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MacJohn
beantwortet von MacJohn am 20. Januar 2008 13:53
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Wenn Ihr wirklich sehr entschlossen seid, nehmt doch bitte vorher Kontakt mit der Unteren Denkmalsschutz-Behörde Eurer Kommune / Landkreis auf. Dort solltet Ihr detaillierte Auskünfte über Auflagen, Kosten und vor allem auch ZUSCHÜSSE; die ihr erhalten könnt, bekommen. Erst dann lässt sich sicher entscheiden, ob es ein finanzielles Abenteuer wird.

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 20. Januar 2008 21:49

DH für die beste Antwort.


critter
beantwortet von critter am 20. Januar 2008 12:42
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Wenn Du in Geld schwimmst, dürfte es kein Problem geben, die immensen Auflagen der Behörden zu erfüllen. Ansonsten wirst Du arm werden. Ich denke da u.a. an einen Ex-Chef, der sein Bauernhaus innen umbauen/modernisieren wollte bzw. musste, um es weiterhin bewohnbar zu halten. Jahrelange Kämpfe mit den Behörden, so dass er mitten im Umbau meinte, er habe eigentlich keine Lust mehr und hätte "die Hütte" besser verkommen lassen und anderweitig neu bauen sollen.

Kommentar von 5b3d668085b4b7c813041fb5476184d2smallmarialuisa am 20. Januar 2008 12:55

..bingo....


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 20. Januar 2008 12:40
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Kann sehr heikel werden, weil dauernd reingeredet wird.

Da hilft nur: vorher mit der entsprechenden Behörde klären, was machbar ist und was nicht. Und bitte schriftlich bestätigen lassen! oder selbst bestätigen, was dort besprochen wurde.

Kommentar von tanja1959 am 9. Juli 2008 23:25

Absolut richtige Antwort ! DH.


DerTroll
beantwortet von DerTroll am 20. Januar 2008 12:40
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Würde ich die Finger von weg lassen. Oftmals darf man selbst kleine Baumaßnahmen nicht ohne weiteres durchführen.


Luise
beantwortet von Luise am 20. Januar 2008 21:49
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Wie Macjohn schon gesagt hat: bei der Unteren Denkmalbehörde im Landratsamt vorsprechen, die kennen das Objekt wahrscheinlich schon, wenn es verkauft werden soll. Dort könnt ihr vortragen, was ihr machen wollt, bekommt eine Auskunft, ob das genehmigt werden wird und damit hat man Sicherheit. Zuschüsse gibt es wenn man denkmalgerecht instandsetzt, steuerliche Abschreibungen die für Steuerzahler sehr interessant sind.

Aber das wichtigste ist: darf das alte Haus ein altes Haus bleiben, mit allem modernen Komfort, das ist klar, und wie kommt ihr mit Euren Wünschen mit dem Denkmalamt zurecht.

Manchmal hilft es sich einen Fachmann dazu zu holen, lasst Euch jemanden empfehlen. Das Vokabular von Denkmalbehörde und Laien ist oft so verschieden, dass es zu Missverständnissen kommen kann.

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 20. Januar 2008 21:52

P.S.: wir haben selber ein denkmalgeschützes Bauernhaus, das schon seit 1678 unserer Familie gehört und das wir mit besten Erfahrungen mit dem Denkmalamt in mehreren Bauabschnitten instand gesetzt haben. Bin aber selber Architektin, da hatte ich es leichter, weil ich gelernt habe, wie Denkmalschutz funktioniert und die Behörden ticken.


anonym
beantwortet von Warsteinerer am 1. November 2009 22:33
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Ich kann den Antworten von critter und Raimund1 nur zustimmen.: ( Antwort Nr 2 und 3 ) Am besten.: Lasse die Finger davon.! Du wirst garantiert nicht glücklich werden. Denn.: DU bist NICHT der Herr des Geschehens.


oldskuul
beantwortet von oldskuul am 23. August 2008 10:43
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Es kommt auf das Haus und Eure Einstellung an. Wenn man das Denkmal ehrt und erhalten möchte, kann es ne prima Sache sein.

Wenn man aber 1000 Änderungswünsche hat, dann wird´s evtl.schwierig.

Ich würde vorab den Denkmalschutz kontaktieren und mich aufklären lassen.

Schaut mal hier rein: Denkmäler zu verkaufen http://www.blfd.bayern.de/blfd/index.php?id=1504807&menu=top

Ich, für meinen Teil kann nur sagen: Ich liebe das Flair unseres denkmalgeschützten Hauses! Habe den Kauf keine Sekunde bereut und jede Arbeitsstunde hat Spass gemacht. Mit den Ämtern habe ich nur positive Erfahrungen gemacht.

Ach ja - natürlich gibt´s auch steuerliche Absetzbarkeit (auch bei Eigennutzung!) und Zuschüsse vom Staat.


curator
beantwortet von curator am 21. April 2008 16:59
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denkmalschutz macht es oft teurer und schwerer einerseits, andererseits gibt es in diesem bereich noch die höchsten abschreibungen für käufer da hier meist noch volle investitionen in renovierungen absetzt und auf zehn jahre von der steuer abgezogen, so dass man damit - wenn man viel geld verdient - gutes geld sparen kann.


anonym
beantwortet von Kroatienimmo am 21. Januar 2008 10:18
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Vor dem Kauf auf jeden Fall einen Sachverständigen nach Hausschwamm und anderen unliebsamen Überraschungen suchen lassen. Auf jeden Fall vor dem Kauf mit dem Denkmalamt sprechen und über eigene Vorstellungen und Forderungen vom Amt sprechen. Tipp aus eigener Erfahrung neu bauen ist meist billiger.


anonym
beantwortet von anjanni am 20. Januar 2008 13:52
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Das kommt drauf an, welchen Renovierungsbedarf das Haus hat.

Ich würde mit der Denkmal-Behörde klären, was man darf, und vor allem, was man alles nicht darf.

Außerdem würde ich mit einem Bausachveständigen klären, wie er den Zustand beurteilt, und welchen Renovierungsbedarf er sieht - unabhänig von den Denkmal-Auflagen, rein vom baulichen Zustand her.

Dann muß man halt mal gucken, ob man alles darf, was nötig ist, und ob man alles darf, was man sonst noch möchte. Und wenn der finanzielle Aufwand dann noch stimmt - dann kann das eine ganz nette Sache sein.


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