Habe ich ein Anrecht auf Schadenersatz, wenn der Nachmieter trotz zusage absagt?

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10 Antworten

ich sehe da schwarz - da Sie erst danach erfahren hat, dass keine Hunde erlaubt sind müsste Sie den Ihrigen abgeben. 

auch stellt sich die Frage ob ihr so schnell einen anderen Nachmieter gefunden hättet. 

Der Mietvertrag hätte auch erst Ab Eurem Auszug gesetzt werden können

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Kommentar von Darnok82
17.11.2016, 08:47

Danke für deine Antwort!

Sie kannte den Mietvertrag von meiner Freundin und kannte auch den Paragraphen. Sie wollte sogar, war nur eine mündl. Aussage, den Hund mitholen, auch wenn Sie es nicht offiziell darf.

Dann hat Sie leider doch versucht den offiziellen Weg zu gehen!

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Solange noch kein Mietvertrag zustande gekommen ist, ist das wahrscheinlich eine der vielen juristischen Grauzonen. In wie weit gelten die abgegebenen Erklärungen und der eigentlich begonnene Einzug( hat schon Sachen eingestellt, Möbel übernommen) als rechtsgültiger Fakt, über den eigentlichen, wohl noch nicht unterschriebenen ,Mietvertrag, hinaus. Und wie verbindlich in Bezug und Zahlungsleistungen ist dieser Fakt. Bei dem doch recht kompliziertem Mietrecht in Deutschland wird dir wohl für eine verbindliche Aussage nur die Beratung bei einem entsprechenden Anwalt bleiben. Denn es geht ja nicht darum was ihr oder wir als gerecht empfinden, sondern was in Paragraphen gemeißelt ist. In einem anderen Forum habe ich folgendes gefunden, das aber auch nicht vollständig erhellend ist.

"
Woraus könnten sich Schadensersatzansprüche ergeben, wenn jemand einen
Vertragsschluß mit einen Dritten verspricht, sich aber nicht daran hält?

Als konkretes Beispiel fällt mir die Situation ein, daß man einen
Nachmieter gefunden hat, wodurch man ohne Einhaltung der Kündigungsfrist
aus der alten Wohnung raus könnte und sich schonmal neu einmietet. Der
Vermieter hat sich zu dem potentiellen Nachmieter noch nicht weiter
geäußert. Es kommt wie's kommen muß, der Nachmieter springt ab. Das
Problem ist klar: der alte Mieter muß doppelte Miete zahlen.

Mein Problem ist, daß es sich um eine einseitige Erklärung des
Nachmieters handelt. Hinzu kommt noch, daß natürlich auch der Vermieter
mitspielen muß. Aber gehen wir mal davon aus, daß der eine Erklärung
dahingehend abgiebt, daß er einen Vertrag mit dem Nachmieter
abgeschlossen hätte. Damit bleibt die Frage, inwiefern sich der
Nachmieter durch sein Versprechen rechtlich gebunden hat. Die Anwendung
von § 311 Abs. 1 BGB dürfte mangels Vertrages zwischen den Beteiligten
ausscheiden. Auch Abs. 2 dürfte keine Anwendung finden, da es nie zu
einem Vertrag zwischen den Beteiligten kommen sollte, sondern der
Nachmieter nur eine einseitige Erklärung abgegeben hat. Da käme am
ehesten noch Abs. 2 Nr. 3 in Betracht; allerdings dürften auch die darin
genannten geschäftlichen Kontakte Vertragsbezug haben.

Bliebe noch § 280 BGB i.V.m. § 241 BGB (Schuldverhältnis sui generis)."
(Quelle:
http://de.soc.recht.misc.narkive.com/vpEvEkVr/schadensersatz-aus-versprechen-eines-potentiellen-nachmieters)

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Schadensersatzanspruch und rechtliche Handhabe?

Keine.

Dir ist ja kein Schaden entstanden. Das Du für 2 Wohnungen Miete zahlen mußt ist persönliches Pech.

Übrigens hätte der Vermieter die Freundin gar nicht als Nachmieter akzeptieren müssen oder mit ihr einen Vertrag abschließen können der erst nach Ende deines beginnt.

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Kommentar von Darnok82
17.11.2016, 08:49

Danke für deine Antwort!

Der Vermieter hätte sie akzeptiert, da sie mit meiner Freundin schon bei ihm persönlich war und sich vorgestellt hat.

Sie sollte nur noch die Unterlagen zusenden!

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Man kann es auch übertreiben.

So ärgerlich die Sache für Euch ist, Ihr solltet Euch mal in ihre Lage versetzen, wenn Ihr einen Hund hättet denn ihr dann abgeben müsstet.

Es ist Eure ehemalige Freundin? 

Dann kann sie von Glück reden, denn solche Freunde die sich wie ihr verhaltet, da kann man drauf verzichten, bzw. bei dem was Ihr machen wollt.



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Kommentar von Darnok82
17.11.2016, 21:38

Tut mir leid, sie wusste, dass die den Hund nicht haben kann, denn sie kannte den Mietvertrag! Und der Hund gehört sogar mehr ihrem ex freund als ihr!

Und der letzte Absatz zeigt, dass du wohl die Situation nicht verstanden hast bzw nicht alles durchgelesen hast. 

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Es war sehr nett und entgegenkommend von eurem Vermieter, euch überhaupt vorzeitig aus dem Vertrag zu entlassen, wenn es einen Nachmieter gibt. Er hätte auch auf der Einhaltung der Kündigungsfrist bestehen können, dann hättet ihr auch bis zum Ende der Kündigungsfrist Miete und Nebenkosten zahlen müssen.

Ich sehe da keinen Grund für eine Schadenersatzforderung gegen eure Freundin, zumal sie ja auch von falschen Voraussetzungen ausgegangen ist.

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Nein, hat sie nicht. Und IHR schon mal gar nicht...

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Logisch und Moralisch gesehen ja müsste sie, aber was das rechtliche betrifft weiss ich leider nicht

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Nein, Ihr habt leider keinen Anspruch. Ihr müsstet den entstandenen Schaden nachweisen, den Ihr aber nicht nachweisen könnt, das Ihr keinen konkreten Interessenten habt, der gleichermaßen zum vereinbarten Zeitpunkt anmieten wollte, dem Ihr aber abgesagt habt.

Es ist Euer Risiko, Euch auf eine mündliche Zusage zu verlassen. Rechtskräftig zustande gekommen ist ein Mietvertrag erst, wenn beide Vertragsparteien unterzeichnet haben.

Ein professioneller Makler würde z. B. eine Bewerbung nicht aussetzen, nur weil jemand SAGT: Ich miete die Wohnung an, sondern erst mit Unterzeichnung des Mietvertrages.

So etwas ist Lehrgeld für's Leben.

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Kommentar von Darnok82
17.11.2016, 08:45

Danke für deine Antwort!

Also schriftlich per WhatsApp hat sie es uns mitgeteilt, dass sie die Wohnung haben möchte!

Einen weiteren Interessenten hatten wir auch, dem wir dann aber abgesagt hatten.

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Nein, da hast du keine rechtliche Handhabe ^^''

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Da ich wohl rechtlich in diesem Punkt keine Chance habe mein Geld überhaupt zu bekommen, kann ich es vielleicht versuchen über die Möbel jedenfalls teilweise zu erhalten.

Unsere jetzt ehemalige "Freundin" hat von uns teilweise Möbel abgekauft, da Sie ja eigentlich die Wohnung nehmen wollte. Der Verkauf lief so, dass Sie uns nur einen Gesamtbetrag mit einem Verwendungszweck Couch, Schrank, Regal überwiesen hat. Sie hat das Geld mir und nicht meiner Freundin, die eigentlich Besitzerin ist, überwiesen.

Über den Verkauf wurde kein Vertrag abgeschlossen oder sonstiges schriftliches festgehalten.

Da Sie nun ein Teil der Möbel, in diesem Fall das Regal abgeholt hat, müsste ich ihr nur das Geld für die Couch und den Schrank zurückgeben. Da aber nirgends SCHRIFTLICH festgehalten wurde, was die einzelnen Möbelstücke kosteten bzw. was vereinbart war, kann ich doch jetzt einfach sagen, dass das Regal eine viel höhere Summe gekostet hat und dementsprechend würde sie einen geringeren Betrag zurück erhalten. Ich hätte ja meine Freundin als Zeugin und sie müsste mir ja was anderes beweisen. Sie müsste unter Angabe der genauen Summe den Betrag bei mir zur Rückzahlung einfordern.

Hätte ich so die Möglichkeit jedenfalls so einen Teil meines Geldes zu bekommen?

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