Frage von Klexxii, 269

Großer EBay Betrug, was erwartet mein Sohn?

Hallo,

ich habe mal eine ganz spezielle Frage und zwar hat sich gestern herausgestellt das mein Sohn (26 Jahre) einen großen EBay Betrug begangen hat. Er hatte um die 3000 Artikel verkauft und insgesamt 1.700.000 Euro auf dem Konto erhalten und ist jetzt abgehauen. Er hatte über 3.000 Bewertungen bei EBay, daher haben alle im vertraut

Die Situation ist gerade echt nicht einfach für mich und ich möchte gerne wissen mit was für eine Strafe er rechnen kann ?

Ich bin für eure Hilfe sehr dankbar

Expertenantwort
von haikoko, Community-Experte für Ebay, 111

Die Situation ist gerade echt nicht einfach für mich

Das stimmt. Der Sohn sollte sich stellen und nicht darauf warten, dass er gefasst wird.

und ich möchte gerne wissen mit was für eine Strafe er rechnen kann ?

Jedenfalls braucht er sich bei dieser Lage auf längere Zeit nicht um seine Lebenshaltungskosten zu kümmern.

Erwischt werden ebay-Betrüger, wenn nicht heute dann morgen. Die Urteile fallen unterschiedlich aus:

http://www.netzwelt.de/news/66521-harte-strafen-ebay-betrueger.html

Somit gibt es keine Vorhersagen.

Wesentlich ist auch das spätere das dauerhaft eingeengte Leben, mit den Rückzahlungsraten und bei der Höhe wohl auf Lebenszeit.

Kommentar von haikoko ,

Wenn ich Deine Fragen so lese, würde ich sage, so Du das Elternteil bist, lege Dir doch bitte einen eigenen Account zu. Accountsharing ist auch bei GF nicht gerne gesehen.

Kommentar von latricolore ,

so Du das Elternteil bist

Jepp, berechtigter Zweifel.
Weitere "Mitarbeit" = Rückmeldung ist auch Fehlanzeige...

Kommentar von Margita1881 ,
so Du das Elternteil bist

dies dachte ich mir bereits bei der jetzigen Frage; hatten wir doch öfters hier

Antwort
von ninamann1, 133

Das wird nicht lustig :

http://tarneden-inhestern.de/betrug-s-263-stgb-strafverfahren-anklage-verteidigu...

gewerbsmäßiger Betrug

Dies ist der wohl häufigste Fall des Betruges in einem besonders schweren Fall. Er liegt vor, wenn der Täter die Tat begeht, um sich eine fortlaufende Einnahmequelle aus wiederholter Tatbegehung zu verschaffen. Er ist häufig gegeben bei wiederholten ebay-Betrügereien.

Ein verschärfter Strafrahmen gilt bei Betrug in besonders schwerem Fall, Strafdrohung dann:mindestens 6 Monate Haft bis 10 Jahre.

Dies sind in der Häufigkeit am meisten der gewerbsmäßige Betrug. Klassisch sind dies wiederholte ebay-Betrügereien. Haufig sind hier viele Taten begangen. In diesen Fällen werden auch in aller Regel Haftstrafen verhängt. Hauptziel der Verteidigung ist in diesen Fällen zu erreichen, dass die Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt wird.

Kommentar von GoldMoralAnwalt ,

Hauptziel der Verteidigung ist in diesen Fällen zu erreichen, dass die Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt wird.

Soviel zur Theorie. Eine Bewährung ist hier ausgeschlossen.

Kommentar von ninamann1 ,

Sehe ich auch so

Kommentar von RichardSharpe ,

Eine Bewährung ist hier ausgeschlossen.

Möglicherweise sieht das Gericht das anders. § 56 Abs. 2 StGB:ist dir bekannt, oder?

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__56.html

Kommentar von GoldMoralAnwalt ,

Bei 1,7 Millionen € Schaden Bewährung. Alles klar....

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 71

Heftig. 

M.E. wird er dafür einige Jahre Freiheitsstrafe bekommen. Geldstrafe sieht das Gesetz nicht mehr vor. 

Die Polizei wird zudem ermitteln, wo das Geld geblieben ist. Wenn es unauffindbar ist, wird er für die gesamte Summe haften müssen, auch wenn sich kein Geschädigter melden würde (§ 73 StGB). 

Ich denke, er wird bis an den Rest seiner Tage auf keinen "grünen Zweig" mehr kommen.  

Kommentar von GoldMoralAnwalt ,

Strafrechtlich würde der Täter auch dann voll haften, wenn die komplette Summe aufgefunden würde.

Kommentar von furbo ,

Könnte ne komplexe rechtliche Sache sein. Sollte schon Surrogate oder Drittbegünstigte  existieren, könnte die Gesamtsumme durchaus die 1.700.000 € übersteigen. Liegt am Bruttoprinzip des 73 StGB. . 

Antwort
von FordPrefect, 129

Strafanzeige und Verurteilung wegen gewerbsmäßigem Betrug (§ 263 (3) StGB). Haftstrafe zwischen 6 Monaten und 10 Jahren (sofern die gesamten 1,7 Millionen aus betrügerischem Handeln stammen, was jetzt nicht feststeht). Außerdem ist hier von Steuerhinterziehung auszugehen, da der Täter diese Einkünfte sicher nicht korrekt versteuert hat.

Und natürlich werden die Kläger Schadenersatz einklagen.

Antwort
von miboki, 134

Das Strafgesetzbuch (Par. 263) sieht Geldstrafe bzw. Haftstrafe bis zu 5 Jahren - in besonders schwerem Fall sogar bis zu 10 Jahren vor. Bei der Schadenshöhe und der Vielzahl der Fälle wird das sicher als gewerbsmäßiger Betrug angesehen und von einem besonders schwerem Fall ausgegangen. Dein Sohn wird wohl für mehrere Jahre ins Gefägnis müssen. Weiterhin wird er natürlich den Schaden wieder gutmachen müssen. Da Geldforderungen aus Straftaten nicht insolvenzfähig sind, wird Dein Sohn nach Haftverbüßung wohl sehr lange zahlen müssen.

Antwort
von Vyled, 129

Das ist natürlich krass... Irgendwann wird er sich aber melden, wo soll er sonst hin. Komisch aber eher, das die Bank nichts gemeldet hat oder sowas, denn 1,7mio kommen ja nicht wo irgendwo!

Sicher ist es sowieso erstmal Steuerhinterziehung. Ob er die Artikel hat oder nicht wusste eBay ja erstmal gar nicht.

Auch muss er das Geld ja vom Konto holen und das geht ja nicht einfach so von jetzt auf gleich sondern muss dann beantragt werden bei so großen Summen.

Er wird warscheinlich irgendwo hin, wo er weiß das es dort kein Ärger geben könnte und das ihn dort keiner findet, aber genau sagen kanns dir hier wohl niemand....

Die Frage ist eher, warum hat er das gemacht?

Strafen können von Freiheitsstrafen von mehreren Jahren bis zu Geldstrafen gehen...

Und irgendwann findet man ihn eh, wenn er in Deutschland irgendwo bleibt. Hat er denn keine Nachricht oder sonst was hinterlassen?

Antwort
von Owntown, 84

Wenn er abgehauen ist... dann vll in ein Land ohne Auslieferungsabkommen, wenn er das gemacht hat kann er 1,7 mio genießen. (vorrausgesetzt er hat das Geld irgendwie transferieren lassen)

Ansonsten: neues Leben neues Glück wenn man so etwas macht, weiß man doch was passieren kann..-.-

Antwort
von lohne, 100

Er landet mit Sicherheit im Gefängnis. Der Schaden muss bezahlt werden.

Antwort
von WosIsLos, 42

Gute Kinderstube, Erziehung Fehlanzeige.

4 - 5 Jahre JVA primär werden da fällig sein.


Antwort
von ronnyarmin, 18

Niemand kann wissen, was dein Sohn erwartet.

Was deinEN Sohn erwartet, kannst du den bereits gegebenen Antworten entnehmen.

Was hat er eigentlich gemacht? Der Frage nach hat er 3000 Artikel für 1.700.000 Euro verkauft. Das ist kein Betrug.

Antwort
von RichardSharpe, 71

Er hatte um die 3000 Artikel verkauft und insgesamt 1.700.000 Euro auf dem Konto erhalten

Da fehlt etwas. Mir ist nicht ganz klar, inwieweit hier Betrug vorliegt. Hat er Geld kassiert, ohne zu liefern, oder hat er gefälschte Sachen verkauft?

Kommentar von GoldMoralAnwalt ,

Ja offensichtlich. Sonst hätte er sich kaum abgesetzt und die Mutter würde sich kaum um ihn so krass sorgen. Hirn einschalten.

Kommentar von RichardSharpe ,

Offensichtlich ist hier nur, dass die Fragestellerin etwas vergessen hat zu erwähnen.

Kommentar von GoldMoralAnwalt ,

Gut, dass stimmt.

Kommentar von RichardSharpe ,

Schön, dass du findest, dass das stimmt. ^^

Antwort
von Maimaier, 102

http://dejure.org/gesetze/StGB/263.html

"In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren."

"einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht
handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von
Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,"

Antwort
von GoldMoralAnwalt, 51

Absolut unglaubwürdig. Weil er diese 1,7 Millionen € sicher, wenn, innerhalb von 4 Wochen, maximal 8 Wochen, erhalten hat.

Auch wenn es "nur" 170.000 € gewesen wären, ändert das nichts am Sachverhalt.

Ebay lässt ein derart hohes Transaktionsvolumen gar nicht zu. Denn es gibt klare Grenzen, was das monatliche Verkaufsvolumen betrifft. Und hier wäre er klar drüber.

Auch seine Bank hätte ihm sein Konto längst gesperrt und wäre gesetzlich verpflichtet, die entsprechenden Behörden zu informieren. Vor allem bei Einzelbeträgen über 15.000 € kann die Bank stutzig werden und das Konto bis zum Nachweis einer legalen Quelle des Geldes sperren.

Hat mit Geldwäsche zu tun.

Selbst wenn er diese 1,7 Millionen € innerhalb von Monaten erhalten haben soll, ist das unglaubwürdig. Dann wäre längst ein Haftbefehl zur Unterbringung in Untersuchungshaft wegen unter anderen Wiederholungsgefahr erlassen worden.

Denn sehr viele Ebayer hätten entsprechend Strafanzeigen gestellt.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass diese Sache stimmt:

Untersuchungshaft wird auf jeden Fall angeordnet und unter keinen Umständen wird der Haftbefehl hier außer Vollzug gesetzt.

Die Untersuchungshaft würde hier auch sicher länger als 6 Monate andauern. Per entsprechenden Beschluss des Landgericht ist dies auch rechtens.

Das ist immer so bei umfangreichen Ermittlungen. Strafrechtlich liegen hier gewerbsmäßige Betrugsstraftaten nach § 263, Absatz 3, Satz 1 StGB vor.

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__263.html

Selbst für den Fall eines umfassenden Geständnis, bei keinerlei Vorstrafen und eventuell sogar der zeitnahen Rückzahlung ( vor der Festnahme ) von beispielsweise einer Million Euro, wäre eine Bewährungsstrafe hier sehr unwahrscheinlich.

Würde der Täter lediglich gestehen, nicht vorbestraft sein, aber keine Schadenswiedergutmachung betreiben, so kann er sich einer Haftstrafe von mindestens 5 Jahren sicher sein.

Insgesamt ist deine Frage ziemlich verwirrend, bzw. unklar. Das kann natürlich an deinen Emotionen liegen. Wüsste eigentlich auch nicht, warum man bei sowas trollen sollte.

Dennoch ist sowas absolut unrealistisch.

Kommentar von furbo ,

Auch seine Bank hätte ihm sein Konto längst gesperrt und wäre gesetzlich verpflichtet, die entsprechenden Behörden zu informieren. Vor allem bei Einzelbeträgen über 15.000 € kann die Bank stutzig werden und das Konto bis zum Nachweis einer legalen Quelle des Geldes sperren.

Unter welchem Punkt des § 3 Abs. 2 GWG subsummierst du die Zahlungseingänge auf das Konto mit der entsprechenden Verpflichtung zur Verdachtsanzeige? Aufgrund welchen Gesetzes darf das Geldinstitut das Konto sperren?

Kommentar von GoldMoralAnwalt ,

Das ergibt sich aus § 6, Absatz 2, Satz 3 GwG in Verbindung mit § 9a GwG und § 11, Absatz 1 GwG .

http://www.gesetze-im-internet.de/gwg_2008/__6.html

http://www.gesetze-im-internet.de/gwg_2008/__9a.html

http://www.gesetze-im-internet.de/gwg_2008/__11.html

Kommentar von RichardSharpe ,

Insgesamt ist deine Frage ziemlich verwirrend, bzw. unklar.

Gut erkannt.

Antwort
von Bulls44, 45

Frage ist nur wie kommen die Bewertungen zustande? Ich meine, wenn ich die Ware erhalte, bewerte ich danach.
Man bestellt ja nicht die Ware und dann bewertet sofort.

Oder waren die 3000 Bewertungen alle Fake.
Wie zum Teufel konnte er Waren im Wert von 1,7 Millionen Euro verkaufen, irgendetwas stimmt an der Geschichte nicht.

Kommentar von GoldMoralAnwalt ,

Hirn einschalten hilft auch hier. Die Masche ist ja nun nicht neu.

Er hat erst ( geplant oder ungeplant ) normal Sachen über Ebay verkauft und hierfür wohl überwiegend positive Bewertungen erhalten.

Irgendwann dachte er sich:

"Hey, diese positive Resonanz kann ich mir jetzt zu eigen machen, indem ich andere Ebayer massiv täusche, vermeintlich vorhandene Artikel verkaufe, das Geld kassiere und mich nach Erhalt des Geldes, ohne Artikel zu haben und zu versenden, vom Acker mache."

Kommentar von Bulls44 ,

Natürlich. Mit eingeschaltetem Hirn kanst du gut Phantasien.

Antwort
von LilithMaria, 81

Bei Ebay ist man über Paypal doch gut abgesichert. Erhält man die Ware nicht, kriegt der Verkäufer das Geld nicht.

Und ich meine wer kanpp 600€ einfach überweist ohne Sicherheit, der ist irgendwie auch selbst Schuld.

Kommentar von Vyled ,

Naja du weißt ja nicht ob die per Paypal bezahlt haben oder ob er vielleicht nur mit Überweisung eingestellt hat.

Kommentar von LilithMaria ,

Deshalb ja. Wer überweißt 600€ an einen fremden Menschen, ohne irgendeine Sicherheit. Das ist leichtsinnig.

Kommentar von imager761 ,

Und ich meine wer kanpp 600€ einfach überweist ohne Sicherheit, der ist irgendwie auch selbst Schuld.

Erinnert mich an die Argumentation von Vergewaltigern, ihr Opfer habe durch Kleidung und Signale dem Sex zugestimmt. Wer Opfer zu Tätern abstempelt, sollte seine Haltung überdenken.

Kommentar von LilithMaria ,

Klar, vergleiche 600€ verliehren mit einer Vergewaltigung.

Die Person hat FREIWILLIG 600€ überweisen ohne irgendeine Sicherheit. Das kannst du nicht mit einem erzwungenen Geschlechtsakt vergleichen.

Kommentar von AalFred2 ,

Egal, ob das besonders schlau war, Schuld an der Straftat ist immer noch der Strftäter und der ganz allein.

Kommentar von RichardSharpe ,

Man sollte aber auch nicht dem Betrogenen die Schuld zuschieben.

Kommentar von imager761 ,

Lesen hilft: Ich habe nicht die Taten, sondern Schuldzuweisungen an Opfer verglichen.

Antwort
von Royce, 85

Verurteilung wegen Betrugs, Knast

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