Frage von blunablue, 63

gibt es Gesetze, die vorschreiben, wo jemand beerdigt werden muss?

der Verstorbene äusserte zu Lebzeiten den Wunsch verbrannt und unterm grünen Rasen bestattet zu werden. Beim Gespräch im Bestattungsinstitut wurde darauf ausdrücklich hingewiesen und ebenso von den bestattungspflichtigen Kindern die kostengünstigste Möglichkeit gewünscht. am nächsten tag gab der Bestatter bekannt, diese Form der Bestattung sei auf dem Friedhof des Wohnortes des Verstorbenen nicht möglich...es müsse mindestens eine Platte geben, welches die Beisetzung gleich um 600€ verteuern würde...nachdem ich davon erfuhr suchte ich in den Friedhofssatzungen verschiedener Orte dieser Gemeinde und fand schließlich im Nachbarort die gewünschte Möglichkeit zu einem hinnehmbaren Preis. dann hieß es, der Verstorbene müsse zwingend an seinem bisherigen Wohnort bestattet werden.Gibts dazu Gesetze?

Antwort
von BarbaraAndree, 26

Du solltest ein anderes Bestattungsinstitut wählen, dieses hier will den Preis in die Höhe treiben. Auch wenn es schwer fällt und man als Trauender vielleicht nicht dazu in der Lage ist, IMMER mehrere Angebote einholen.

"Ein Verstorbener hat grundsätzlich nur einen Anspruch auf einen
Grabplatz eines Friedhofs im Wohnort. Außerdem kann ein Verstorbener
auch auf einem Friedhof unabhängig vom Wohnort beigesetzt werden, auf
dem er oder ein Angehöriger ein Grabnutzungsrecht erworben hat.
Sollte
der Wunsch nach einer Baumbestattung in einem Wald bestehen (wie z.B.
Ruheforst oder Friedwald), so ist der Ort des Waldes frei wählbar."

Quelle: http://www.bestattungshaus-giesler.de/de/unser-unternehmen/fragen-und-antworten

Hier noch einen zweiten Link "von höchster Stelle". Dort steht auch nichts darüber, dass man zwingend an seinem Wohnort beerdigt werden muss.

https://www.amtlich-einfach.de/DE/Buerger/Gesundheit/Tod/Tod_node.html#60

Kommentar von blunablue ,

das waren meine Gedanken schriftlich fixiert...Preistreiberei!...meine Kinder sind das erste mal in dieser Situation und ich kenne mich auch noch! nicht aus, möchte aber die Kosten für meine Kinder so gering wie möglich halten. Ich habe mit der Beisetzung meines verstorbenen Ex-Gatten nichts zu tun, werde aber als Hilfestellung für meine Kinder morgen ganz energisch beim Bestatter auf die Vorlage der Gesetze bestehen, von denen er meinen Kindern erzählte.

Kommentar von BarbaraAndree ,

Hier ein Link dazu:

https://www.bestatter.de/suche/

und hier noch ein Link, was alles organisiert werden muss:

https://www.service-bw.de/web/guest/lebenslage/-/sbw/Checkliste+zur+Bestattung-5...

Antwort
von Sonnenstern811, 27

Wohl kaum. Das regeln wohl eher die Friedhöfe, bzw. die Gemeinden unter sich, damit keiner zu kurz kommt.

Bei meinen Nachbarn in Tschechien können die Menschen sich übrigens die Urne im Krematorium abholen und dann in der guten Stube aufbewahren oder auch deren Inhalt in der grünen und schönsten Landschaft verstreuen. Viele hätten gar nicht das Geld für eine Grabstelle.

Bei uns ist das eben alles so geregelt wie es sich bei uns auch gehört. Nicht zuletzt deshalb, um viele Stellen am Geldregen teilhaben zu lassen und auch so, dass der Staat seine Anteile daran bekommt. Der Tod der Menschen ist nicht das schlechteste Geschäft.


Antwort
von tachyonbaby, 18

Also hier nicht. Mein Vater ist im Pfullendorfer Krankenhaus verschieden und wurde in Albstadt im anonymen Urnengrab beigesetzt, weil weder Pfullendorf noch Sigmaringen anonyme Urnengrabstellen haben.

Vielleich haben die Bundesländer unterschiedliche Gesetzgebungen?

Antwort
von EdnaImmers, 19

ja, die Gemeinde in der der Verstorbene zuletzt gelebt hat " muss" dem Toten einen Platz auf dem Friedhof verkaufen. Die Art der Grabstätte regelt die jeweilige Satzung ( wie du richtig festgestellt hast)

Die Gemeinde, die die passende Grabstelle bietet ( die, die du gefunden hast) muss aber nicht an einen Ortsfremden verkaufen. ( Verkauf für eine bestimmte Anzahl von Jahren - nicht für immer) 

In der Gemeinde die eine Rasenbestattung ermöglicht hätte der Bestatter meiner Meinung  nach zumindest einen  Antrag auf Bestattung stellen können und müssen. Aber wie gesagt, die Gemeinde muss Fremde nicht aufnehmen 

Kommentar von blunablue ,

in der Gemeinde wäre er kein Fremder, da die Gemeinde aus mehreren kleinen Orten besteht. in einem davon wohnte der Verstorbene und im Nachbarort wäre die gewünschte Art der Bestattung möglich.Könnte ich, bzw. meine Kinder diesen Antrag direkt bei der Gemeinde stellen, falls der Bestatter dies nicht tun will?

Kommentar von EdnaImmers ,

Also ich würde sofort und direkt bei der Gemeinde anrufen - die sollten dir verbindliche Auskunft geben können.

Antwort
von flooo123456, 27

Soweit ich weiß muss man in einem Friedhof begraben werden, jedoch kann man sich aussuchen wo man begraben werden möchte, die Gemeinde hat jedoch natürlich das Recht zu sagen nein hier dürfen nur Leute hin die hier auch gewohnt haben was ja auch in der Theorie Sinn macht

Antwort
von Arlon, 17

"Ein Verstorbener hat grundsätzlich nur einen Anspruch auf einen Grabplatz eines Friedhofs im Wohnort. Außerdem kann ein Verstorbener auch auf einem Friedhof unabhängig vom Wohnort beigesetzt werden, auf dem er oder ein Angehöriger ein Grabnutzungsrecht erworben hat. Sollte der Wunsch nach einer Baumbestattung in einem Wald bestehen (wie z.B. Ruheforst oder Friedwald), so ist der Ort des Waldes frei wählbar."

http://www.bestattungshaus-giesler.de/de/unser-unternehmen/fragen-und-antworten

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