Frage von monchen11, 32

FSJ kündigen oder nicht?

Hallo. Mich bedrückt diese Frage schon seit sehr langer Zeit, weil ich mich einfach nicht entscheiden kann. Anfang September habe ich mein FSJ in einem Kindergarten begonnen und bin jetzt eben am überlegen ob ich es nicht wieder kündigen soll und stattdessen arbeiten gehe. Bei meinem FSJ bekomme ich eben nur 300 Euro, was ich als sehr wenig empfinde. Meine Gründe sind jedoch nicht das Geld, sondern zum einen, dass ich körperlich das ganze einfach nicht mehr schaffe. Ich arbeite von halb neun bis abends um 5 und habe große Rückenprobleme, welche bei mir auch Kopfschmerzen auslösen. Jeden Tag muss ich mich durch diese (wirklich schon) extremen Kopfschmerzen quälen und mich nebenher eben noch mit den Tätigkeiten im Kindergarten beschäftigen. Außerdem ist es für mich der "Job" nichts was Spaß macht oder mich auch nur irgendwie weiterbringt sondern lediglich eine Absitzung meiner Zeit. Ich hab dort sehr oft einfach gar nichts zu tun und mein Blick lässt sich von der Uhr gar nicht mehr senken, da ich immer hoffe es sind endlich wieder 5 Minuten vergangen. Der Job ist langweilig und bringt mich einfach nicht weiter. Dazu eben noch das wenige Geld. Mein Grund zu bleiben wäre eben, dass ich nichts abbrechen möchte. Ich würde von vielen Seiten dafür nur doofe Kommentare einstecken, dass ich eben nichts "durchziehen" würde, zum Beispiel von meinem Vater. Außerdem sind alle im Kindergarten sehr nett und hilfsbereit, es würde mir sehr sehr schwer fallen sie so zu schockieren mit meiner Entscheidung. Das FSJ geht jetzt noch bis Ende Februar, also nicht mehr allzu lang, aber doch Zeit in der ich stattdessen gutes Geld verdienen könnte. Die Probezeit endet nächsten Donnerstag. Bei einer Kündigung müsste ich noch zwei Wochen dort arbeiten (stelle ich mir schrecklich vor) und ein Gespräch mit allen Beteiligten muss stattfinden, welches ich mir auch nicht gerade als angenehm vorstelle. Ich wollte mir also einfach noch ein paar andere Meinungen dazu anhören, vielen Dank im Voraus.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ticktacktokk, 10

Hey,

ich kann dir nur mit meiner Meinung behilflich sein, aber mehr wolltest du a auch garnicht :) Ich mache übrigens auch gerade ein FSJ, was aber wirklich klasse ist.

Ich finde, eine größere "Tugend" als etwas stur durchzuziehen, was dir nicht voranbringt oder allgemein schlechter ist als etwas anderes ist, ist es den Mut zu haben, auch mal zuzugeben, dass man sich geirrt hat, oder eben nicht abschätzen konnte, ob es später eine bessere Alternative gibt.

Und auch wenn die Gespräche schwierig werden, aber es hört sich für mich fast so an, als hättest du deine Entscheidung eigentlich schon getroffen und nachdem, was ich weiß, wäre es für mich keine Schwierige.

5 Monate sind eine lange Zeit (v.A. in unserem Alter ;) und auch wenns kitschig klingt (wie vieles, was ich grad schreibe O.o): Nimm dein Leben lieber selbst in die Hand, statt dich von den Erwartungen Anderer ausbremsen zu lassen.

Sich das zu trauen und zu dem, was man möchte zu stehen (das schließt späteres umüberlegen ja nicht aus) bringt dich meiner Meinung nach weiter und verdient Respekt. Vielleicht überraschen dich die Anderen a auch positiv und verstehen dich nach Erklärung.

Das einzige Argument dagegen, was mir noch einfällt wäre, dass du dann halt diese Bescheinigung und den Notenbonus (oder sogar das Fachabi?) nicht bekommst, da musst du halt nochmal abwägen ob sich das lohnt.

Alles Gute :)

Kommentar von monchen11 ,

Vielen lieben Dank für deine tolle Antwort :-)

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