Frage von faceoff, 156

Fragen zur Hohlkörperdecke im Bezug auf Anbau. Wer kennt sich aus?

Hallo,

ich plane einen Anbau. Dabei soll eine Außenmauer aufgebrochen und eine neue Außenmauer errichtet werden.

Dazu muss die vorhandene Decke neu abgefangen werden und anschließend verlängert werden bzw. an eine neue Decke angebunden werden.

Momentan ist eine Hohlkörperdecke vorhanden (ca. 1955). Der Statiker hat zwei Möglichkeiten:

Entweder zwei Doppel-T Stahlträger ( ca. 25cm Stark) unter die Decke, wo auch die neue Decke drauf liegen würde. --> Nachteil : Deckenhöhe geht runter ...

Zweitens: Die vorhandene Decke abreisen und eine komplett neue Decke einziehen.

Kann mir einer sagen ob es weitere Möglichkeiten gibt ?

Was würde eine neue Decke an Mehrkosten bedeuten? Will ja keinen exakten Betrag, eine Schätzung wäre super!

Im Anhang eine Zeichnung mit Abmaßen.

Vielen Dank

LG faceoff

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BTS10, 123

Wenn Ihr einen HEA Träger wählt, sodaß die Hohlkörperdecke in den Träger integriert wird. dann habt Ihr die alte Decke abgefangen. Die neue Decke würde ich persönlich als Filigrandecke ausführen lassen.

Gibt es einen besonderen Grund, daß Ihr die alte Decke erhalten wollt?

Effektiver wäre es, wenn Ihr die alte Decke komplett beseitigt und dann eine neue Filigrandecke drauf. Ihr habt dann keinen Ärger mit der Raumhöhe und eine homogene Decke.

Wenn Ihr anstückelt habt Ihr immer Schwirigkeiten am Übrgang von alt nach neu.

Kommentar von faceoff ,

Erstmal Vielen Dank für die Antwort.

Der Grund war eigentlich Kostenersparniss und einfachere Ausführung.

Filigrandecke muss ich mich informieren, Hohlkörper wurde vorgeschlagen, wegen Gewichtsersparniss und Schnelligkeit wohl...

Kann man eine Richtung sagen, was eine solche Decke kostet?

Vielen Dank

Kommentar von faceoff ,

Welchen Vorteil hätte die Filigrandecke ?
Im Gegensatz zur Hohlwanddecke?

Kommentar von BTS10 ,

Filoigrandecken sind vorgefertigte Betonfertigteile die nach dem verlegen mit Aufbeton fertiggestellt werden.

Der Vorteil der Filigrandecken wäre, du hast eine glatte ebene Oberfläche, es gibt später keine Risse.

Die Kosten würden incl. Verlegen auf ca. 5-10.000€ kommen.

Um deine frage erschöpfend zu behandeln, müßte man die kompletten Pläne sehen, Schnitt, das Stockwerk darüber. So wie ich den Plan verstehe, hat der Neue Anbau kein Dach, somit wäre die neue Decke auch nach der ENEV zu dämmen. Es gibt also noch einiges über das ihr euch Gedanken machen müßt.

Wenn es eine günstige Lösung sein soll, dann könntet Ihr auch mal über eine Holzbalkendecke nachdenken.

Kommentar von faceoff ,

Der Anbau geht über 3 Stockwerke. Im Erdgeschoss sind die Decken 3,25m.

1.OG tritt das Problem mit der geringen Decke auf.

2.OG wird 60cm weniger breit, da Grenzabstand eingehalten werden muss.

Dach kommt komplett neu (Flachdach).
Die Filigrandecke müsste also nicht gedämmt werden.

5-10.000 Euro ist weniger als ich Gedacht habe, aber dazu käme Abriss, Entsorgung usw. von der alten Decke.
Werde ich mal mit der Chefin (Ehefrau) absprechen.

Vielen Dank für die Kompetenz

LG

Antwort
von peterobm, 102

Zweitens: Die vorhandene Decke abreisen und eine komplett neue Decke einziehen.

Ganz dumme Idee, kompl. Etage räumen, was machst mit den Wänden die auf der Decke stehen?? 

Variante 1 ist vorzuziehen. Es werden nur 2 T-Eisen eingebaut, das ist nur im Durchgang wo die Deckenhöhe eingeschränkt ist. Danach hast wieder eine normale Deckenhöhe. 

Kommentar von faceoff ,

Die Wände sind allesamt nichttragend, die auf der Decke stehen. Möglich wäre es also. Nur weiß ich nicht, ob es den Mehraufwand wert ist.

Die Träger sichtbar zu lassen wäre eine Möglichkeit. Bisher war der Gedankengang einer ebenen Decke, die dann 2,20M betragen würde.

Dankeschön

Kommentar von peterobm ,

wenn die Decken allesamt nichttragend sind, die SCHEWEBEN nicht einfach so, es macht klatsch und alles liegt unten

Kommentar von faceoff ,

Die Decke würde ja dann neu kommen und dann auf der neuen Außenmauer aufliegen. Daher kein klatsch.

Zudem bleibt eine Außenmauer komplett unberührt. Die Wände, die Räume abteilen sind Leichtbau....

Antwort
von pharao1961, 70

Wieso den Träger UNTER die Decke??? Die Stahlbetonträger der Hohlsteinkörperdecke legen sich auf den unteren Schenkel des Trägers. Also liegt die Decke IM Träger. Das ist später von unten kaum zu sehen. Das weiß dein Statiker aber auch!


Kommentar von faceoff ,

Vielen Dank erstmal. Ich werde meinen Statiker dazu noch mal befragen. 

Er meinte Beim letzten Gespräch, dass der Träger drunter käme und zwei neben einander. Einer für die alte und einer für die neue Decke. 

Vielleicht ist der untere Schenkel nicht stark genug?  

Danke LG 

Kommentar von pharao1961 ,

Es gibt die Träger in allen möglichen Ausführungen, auch verstärkt. Ich würde auch ggf. fragen, ob nicht einer ausreicht. So groß sind die Spannweiten ja auch nicht.

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