Elektrikleitungen nachträglich beim Streichen unter Putz legen?

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6 Antworten

wenn sie meinen ein schnäppchen gemacht zu haben, lassen sie sich vom fachbetrieb neue leitungen und ausreichend schalter und steckdosen , über mehrere stromkreise installieren . nicht vergessen die anschlüße für kommunikation und tv .

die alten leitungen können sie mit freunden und familie selbst entfernen , ebenso den putz aufschlitzen für neuinstallation . den plan macht der fachbetrieb !!!

die löcher für die unterputzdosen setzen,  dann können sie auch die kabel nach anweisung vernageln /eingipsen , von dose zu verteiler . der rest ist dann lt. gesetz für den zugelassenen meisterbetrieb.    das reduziert die kosten !!

frohes schaffen .      überlegen sie vorm  einzug auch dran die heizrohre und wasser-zu und ableitung zu erneuern.

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Nun - da wäre ein Bild hilfreich, allerdings endet das oft in einer Totalsanierung, da hier und da ein Kabel dann etwas zu kurz ist, dann stellt sich heraus das die Unterverteilung nicht mehr den Normen entspricht usw.

In der Regel musst du dann alles Schlitzen, dazu benutzt man eine Mauernutfräße. Die Kabel werden dann mit Halteschellen in den Schlitz gelegt und etwas angegipst. Früher nahm man dazu Nägel, die im Kreuzverfahren eingeschlagen wurden, nach dem die Gipsbrücke entfernt wurde zog man diese wieder heraus, das ist aber nur etwas für Könner und eigentlich so nicht mehr zulässig (Weil eben doch immer wieder Kabel verletzt wurden.

Du musst dann auch die Schalterdosen unter Putz legen, dazu bedarf es einer passenden Bohrmaschine mit SD+ Aufnahme und einer Bohrkrone. Heute verbindet man Schalterdosen mit Abzweigdosen, es wird also hinter dem Schalter geklemmt. Dazu verwendet man auch keine Schraubklemmen mehr, sondern federbelastete Klemmen.

Zu den Kosten - ich habe die Wohnung nicht gesehen, aber grob über den Daumen schätze ich das auf 80 Arbeitsstunden (ohne Gewähr, ich war nicht in der Wohnung, kann sehr abweichen) a 45 € kannst du das selbst ausrechnen. Hinzu kommt einiges an Material, da kann also ein hübsches Sümmchen zusammen kommen. 

Die große Frage ist - wie viel kannst du selbst machen. Schlitze fräßen erfordert nicht unbedingt ein Studium, Dosen setzen auch nicht. Das Umklemmen und ggf. die Erneuerung sollte eine Elektrofachkraft machen.

Ein Kostenvoranschlag ist übrigens immer noch kostenlos!

In welcher - Verzeihung - Bruchbude liegen im Jahr 2016 die Kabel eigentlich noch auf Putz? Ich gehe jede Wette ein, das die Anlage heute die Prüfung nach DGUV (ehemals BGV A3/E-Check) nicht mehr schaffen würde.

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Kommentar von lilaa2015
27.05.2016, 22:44

Vielen Dank Dir und auch allen anderen Antwortern für die ausführlichen Antworten! Also das Haus ist von 1905, und vor dem Kauf kam ein Gebäudesachverständiger von Haus und Grund mit und hat sich alles angeschaut. Der fand die Elektrik soweit auf dem aktuellen Stand, also nicht modernisierungs-/erneuerungsbedürftig... für mich war es jetzt eigentlich eher eine optische Sache, deswegen dachte ich, wenn schon gestrichen wird, kann man vielleicht auch gleich das machen...

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Kommentar von germi031982
27.05.2016, 23:21

DGUV ist nur für gewerbliche Betriebe interessant, das sind nämlich die Vorschriften der Berufsgenossenschaft/Unfallversicherung, private Haushalte interessiert das nicht. Geprüft werden die Installationen nach VDE 0100. Aber die DGUV-Vorschrift bezieht sich auf diese VDE-Vorschrift in der Hinsicht was zu machen ist bei den Prüfungen.

Und täusche dich da mal nicht. Ich habe mal zum Spaß eine Elektroinstallation aus den 1950er geprüft bevor sie rausgerissen wurde. Der Isolationswiderstand hat auch den heutigen Grenzwert von 1 MOhm bei Messspannung 500V locker übertroffen. War überrascht. Schleifenimpedanz hat auch gepasst.

Trotzdem sollte man bei Altlasten über eine Neuinstallation nachdenken. Alleine schon die damaligen Sicherheitskozepte sind total überholt, oder sie greifen nicht mehr weil am Haus umgebaut wurde. Zum Beispiel ein Heizkörper in einen eigentlich nichtleitenden Raum eingebaut, damit ist das Sicherheitskonzept ausgehebelt und kann nicht mehr funktionieren.

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Wenn die elektrischen Leitungen noch nie erneuert wurden empfehle ich sie komplett aus zu tauschen und unter Putz zu verlegen. Meistens werden immer mehr Steckdosen dazu gepfuscht. Paßt die Elektroanlage an eure/ die heutigen Bedürfnisse an. Dann habt ihr die nächsten 25 Jahre Ruhe. Wenn ihr in der Wohnung wohnt und es schalten sich immer wieder Sicherungen ab dann ärgert ihr euch könnt aber nichts mehr ändern. Die Erneuerung einer Wohneinheit durch einen Fachbetrieb kostet zwischen 2500 und 8000 Euro je nach Umfang und Ausstattung. Durch teilweise Eigenleistung könnt ihr die Summe verringern. Laßt euch durch einen Elektromeisterbetrieb beraten.

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Über die Kosten kann dir nur ein Elektriker Auskunft geben. Wenn du die Schlitze selbst mit einer Mauernutfräse schltzt und nach dem Verlegen der Kabel wieder schließt und spachtelst, kann ein Elektriker für ca. 1500 € "ne ganze Menge machen".

Sinnvoll wäre es natürlich jetzt, wenn du sowieso streichen willst. Aber nur, wenn du glatte Wände hast, denn bei Rauhfasertapete bekommst du ja die Struktur nicht wieder hin.

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Alte Leitungen raus rupfen, schlitzen , Rohre mit neuen Leitungen rein in die Schlitze, zuschmieren (Gips oder Beton) das ganze anschliessen, Müll entsorgen und Baustelle sauber machen... ziemlich teuer...

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Und wie wäre die Reihenfolge der Arbeitsschritte?

1.: Elektriker rufen für ein Angebot.

2.: Aufgrund des Angebotes hinsetzen und die Kabel aufputz lassen.

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