Frage von Robo267, 310

Ein anderes Wort für "Flüchtling"?

Ich finde es nicht so toll, wenn man zu flüchtenden Menschen Flüchtling sagt. Das klingt so abstoßend und einsortiert. Kennt jemand vielleicht ein anderes Wort? Außer "Asylant"

Antwort
von hummel3, 127

Das Wort "Flüchtling" klingt nur abstoßend, wenn man sinnmäßig entsprechendes hineinlegt. Für mich dagegen ist es nicht abstoßend.

Es kategorisiert jedoch Menschen in zulässiger und eindeutiger Weise.

Würde man Flüchtlinge beispielsweise als "Menschen auf der Flucht" oder "Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben" bezeichnen, wäre dies doch ziemlich aufwendig. Die Begriffe "Schutzsuchende" oder "ihr Lebensglück-Suchende", wären zwar kürzer aber auch nicht treffender.

Antwort
von Hundefreund1966, 131

Wir Ehrenamtler begleiten unsere Schützlinge seit einem Jahr,uns gefiel das Wort auch nicht.Außerdem sind sie bei unserer Gemeinde keine Flüchtlinge mehr,sondern Menschen die wir Dank unseren Ehrenamtler schnell integrieren.Wir haben Familien die Syrer aufgenommen haben und unser Deutschkurs fing nach eine Woche schon an.Sie können den Integrationskurs schon auf 4 Monate begrenzen,weil sie bis zur Anerkennung 5-Monate bis 14 Monate schon so gut deutsch sprechen,dass sie ihn abkürzen können.Wir hatten keine Zelte ,sondern wir haben Häuser angemietet die leer standen und die Schützlinge konnten sie sich selber renovieren,was sie auch gerne taten.Wir haben ein Spendenkaufhaus und eine Spendenfahrradhaus.Alle Möbel werden in die Begleiter Whats Ap Gruppe gesetzt und dann an die Ankömmlinge verteilt.Sie können aber auch im Kaufhaus für 5,- Euro selber einkaufen.Mein aufgenommener 21 jähriger Schützling macht gerade seinen Führerschein auf deutsch,macht zur Schule parallel einen Aushilfsjob und ist seit einem halben Jahr bei der Freiwilligen Feuerwehr.Im Februar kann er sich bei der Fa.als Industriekaufmann,auf Grund seines tollen Arbeitsverhaltens und seiner aufgeschlossenen Art, bewerben.Wir wohnen in einem 3 Generationen Haus in dem er mit einer 75 ,50 und 20jährigen wohnt.Mein Sohn 12 Jahre und er sind auf einer Wellenlänge und es gibt keinerlei Probleme.Er lernt von jeder Generation....wie ticken die Deutschen.Besser kann eine Integration nicht laufen.Aber das geht nur bei Menschen die aufgeschlossen,tollerant und alles andere als rassistisch und islamistisch sind

Kommentar von BTyker99 ,

Schön gesagt. Das Problem bei so viel Engagement ist nur, dass solche Leuchtturm-Projekte gerade als Fluchtursache für die nächste Migrationswelle dienen (als Flüchtlinge möchte ich diese Personen nicht bezeichnen, da sie in der Regel durch ein sicheres Drittland eingewandert sind). So lange die Ehremamtler nicht begreifen, welchen Schaden sie damit anrichten, wird die Krise niemals enden.

Als Beispiel der Unterschied zwischen Spanien und Deutschland in der "Flüchtlingskrise": Spanien hat ein Abkommen mit Marokko geschlossen, nach dem illegale Einwanderer nach dort hin verbracht werden können. Das führte dazu, dass im Jahr 2015 nur ca. 100 "Flüchtlinge" auf dem Weg nach Spanien ertrunken sind.

Deutschland hingegen posaunt in die Welt hinein, dass alle die es schaffen herzukommen, ein Auto, Haus, ect. bekommen. Gleichzeitig wissen die "Flüchtlinge", dass sie auch ohne Asylgrund in der Regel nicht abgeschoben werden, was dazu führt, dass ein fast unbegrenzter Flüchtlings-Anstrom auf dem weg nach Deutschland ist, der 2015 schon über 2.800 Todenopfer auf dem Seeweg Richtung Italien gekostet hat.

Die Zahlen stammen aus dem ifo-Vortrag, der bei Youtube unter dem Titel "Hans Werner Sinn erklärt die neue Völkerwanderung Hintergrund 04.2016" zu finden ist.

Antwort
von HansH41, 125

Einem Menschen, der wirklich flüchten musste, dem nützen deine euphemistischen Bezeichnungen nichts.

Antwort
von ManuViernheim, 98

Das Wort Flüchtling ist genauso wenig abstoßend wie das Wort Asylant.

Trotzdem ein paar Synonyme:

  • Einwanderer
  • Schutzsuchender
  • Integrant
Antwort
von 76Phantom40, 37

Sie flüchten vor dem Krieg, also sind sie Flüchtlinge. Wie soll man diese... denn sonst nennen.

Mittlerweile ist es wohl schon so weit, das sie auch noch den Begriff Flüchtlinge ändern wollen. Ich sage nur >Zigeunersauce<. Oh man, demnächst sind Flüchtlinge noch Einheimische. ..

Antwort
von FaridderBaum, 194

Umsiedler, Aussiedler, Vertriebener, Heimatvertriebener, Ausgebürgerter, Ausgewiesener, Verbannter

Kommentar von FelinasDemons ,

Das erste hört sich ziemlich gut an.

Antwort
von Reanne, 142

Vertriebener,

Antwort
von DerKleineRacker, 115

Asylbewerber ist das neutralste und meiner Meinung nach korrekte Wort, wenn man von der Gesamtheit aller nach Deutschland kommenden Menschen spricht, die ein Asylverfahren ersuchen.

"Flüchtling" ist ein suggestiver Begriff der impliziert, dass jeder der hier ankommt einen konkreten Fluchtgrund nach unserem Asylgesetz hat, was aber häufig nicht der Fall ist. Der Begriff wurde auch ganz klar von unseren Medien und Politikern propagiert. Vor der aktuellen Flüchtlingskrise haben die meisten Deutschen immer "Asylbewerber" oder "Asylant" gesagt, und nicht "Flüchtling". 

Antwort
von Nunuhueper, 61

Ein Flüchtling flüchtet vor Verfolgern. Die jetzt ankommenden Asylbewerber hielten sich meist zuletzt in einem Flüchtlingslager auf.  Dort waren sie bereits in Sicherheit vor ihren Verfolgern.

 Sie sind seitdem Geflüchtete.

Antwort
von Rosy1974, 34

Neubürger, Kulturbereicherer, neue Fachkräfte.

 

Mein Gott, ist es auch abstoßend und beleidigend, wenn ein Engländer einen Deutschen als "Deutschen" bezeichnet?

Diese Menschen sind aus ihren Herkunftsländern geflohen, weil dort Krieg herrscht. Wer flieht, ist ein Flüchtling. Nach Deutschland zu kommen, weil die wirtschaftliche Lage schlecht ist, ist nicht erlaubt. Das sieht so gar  Frau Merkel so. Also, was soll die Frage? Wer flieht, ist nun mal ein Flüchtling. Genau so wie jemand, der deutsche Eltern hat und in  Deutschland geboren ist, ein Deutscher ist. Man kann es auch übertreiben.

Antwort
von KaterKarlo2016, 112

Ein Mensch, ein Lebewesen, wie Sie und ich.

KaterKarlo2016

Kommentar von BTyker99 ,

Wie soll man denn da wissen was gemeint ist, wenn man diese Bezeichnung in einem Gespräch verwendet?

Kommentar von DerKleineRacker ,

Deep. Nicht.

Antwort
von hutten52, 66

Das Problem ist, dass die meisten "Flüchtlinge" keine sind, weil sie a. weder politisch verfolgt sind noch b. aus einem Kriegsgebiet fliehen. Beleg 1: Die EU-Kommission erklärte, dass etwa 60 % der "Flüchtlinge" kein Recht haben, hierher zu kommen. Beleg 2: Die Anerkennungsquote im Sinn des Asylrechts liegt bei 1 bis 2 %.

Dein Eindruck, dass "Flüchtling" negativ klingt, kann ich nicht teilen. "Flüchtling" klingt für mich nach: armer Verfolgter, dessen Haus zerbombt ist und der das nackte Leben gerettet hat. 

Kommentar von Exisaur ,

Du vermischt hier mehrere Sachen, weil es sich um verschiedene Rechtsgrundlagen handelt.

Die Anerkennungsquote für Asyl ist tatsächlich extrem niedrig. Das liegt aber daran, dass es sich hierbei um Asyl nach Art. 16a GG handelt. Fast alle, die aus Syrien oder dem Irak kommen, werden aber als Flüchtlinge im Sinne des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (= Genfer Konvention) anerkannt, oder bekommen subsidären Schutz. Hier sind die Anerkennungsquoten logischerweise sehr hoch.

Antwort
von adabei, 114

"Flüchtling" finde ich nicht einmal so schlimm. Es trifft es ja eigentlich.
Diejenigen, die in Deutschland um Asyl bitten, sind Asylbewerber.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten