Frage von apfel1000, 123

Dürfen Schüler durch ihre Mitschüler bewertet werden?

Darf eine Lehrer die Noten von Schülern festsetzen lassen?

Der Lehrer hält sich zurück, jeder Schüler vergibt für jeden Schüler eine Note und der Schnitt der Noten ist dann die Gesamtnote. Es gibt folgende Probleme : - ein Schüler möchte seine Mitschüler einfach nicht bewerten -einige Schüler der Klasse freuen sich einen Mitschüler abzuwerten, die anderen aus der Klasse folgen diesen Schülern und werden darum auch so negativ wie möglich bewerten ( Die Schüler die die Noten tatsächlich festsetzen sind die Führung der Klasse und haben dem Schüler bereits persönlich gesagt, das sie darauf achten, das seine Noten nicht zu gut werden, außerdem gehören sie zur Schülervertretung und ihre Eltern sind im Schulelternrat) Mit dem Lehrer zu sprechen ist leider sinnlos. Die Schüler sind sehr ehrgeizig, und haben es geschafft in schriflichen Aufgaben, trotz schlechterer Leistung eine bessere Zensur zu bekommen! Eigentlich unglaublich.

Was kann der Schüler tun? Freue mich über jede Antwort und jeden Kommentar!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ottavio, 79

Ich als pensionierter Lehrer habe das vor ganz vielen Jahren auch mal probiert, empfinde es heute aber als ein absolutes NoGo. Ein Lehrer wird halbwegs gut dafür bezahlt,  dass er u.a.  in seiner Verantwortung Schüler bewertet. DIESE Aufgabe an Laien zu delegieren, ist unverantwortlich - so, als würde ein Chirurg die Operation seiner Krankenschwester übertragen.

Kommentar von apfel1000 ,

Das ist ein tolles Beispiel, mir fallen sofort Lehrer ein die sehr Verantwortungsvoll sind und Schülerspielchen sofort unterbinden.  

Kommentar von apfel1000 ,

Denke daran kann man sich wenden.

Kommentar von regex9 ,

In diesem Artikel schreibt ein anderer Lehrer über diese Methodik und wie er sie anwendet: http://themenwochen-online-lernen.blogs.rpi-virtuell.net/2010/02/15/noten-und-me... Letzten Endes behält er das letzte Wort, was er aber nur im Extremfall aktiv einsetzt.

Antwort
von regex9, 85

Von dieser ungewöhnlichen Methodik habe ich auch schon mal gehört. Es soll die Schüler in ihrem Durchsetzungs- und Bewertungsvermögen schulen. Natürlich hat der Lehrer noch immer das letzte Wort, auch wenn er es eher stillschweigend bewerten wird und wohl nur in Extremfällen kommentierend eingreifen wird.
Der Schüler sollte mit dem Lehrer vertraulich über sein Dilemma reden und ebenso seine/n Klassenlehrer/in mit einbeziehen, wenn der Lehrer kein Verständnis zeigt. Es sollte darauf eingegangen werden, dass dies wohl ein Mobbing-Fall ist. Hilft die Instanz Lehrer, Klassenlehrer/in nicht, geht es weiter nach oben (Elternrat, Schuldirektion, etc.).

Kommentar von apfel1000 ,

Befürchte das wird nichts mehr, es ist nicht mal zu verstehen, wenn man dabei zusieht ... Die Eltern sind im Schulelternrat und die Schüler sind eine echte Führungstruppe und verstehen sich auch so... Schade ... Danke für die Antwort...

Kommentar von regex9 ,

Wenn du dir das lange genug einredest, dass keine Chancen bestehen, und nicht wenigstens dieser beschriebene Weg abgeklappert wird, ändert sich auf jeden Fall gar nichts. Und wenn die Eltern von denen in 5 Schulelternräten wären, es sollte euch doch trotzdem nicht daran hindern, dagegen anzugehen. Du lässt dich momentan noch zu sehr davon beeindrucken, in welchen Positionen der und jene vertreten sind.

Kommentar von apfel1000 ,

... stimmt! Hoffe es ist hinterher nicht schlimmer als vorher....

Kommentar von apfel1000 ,

... habe nochmal darüber nachgedacht... nichts machen ist feige.... Danke :- )

Antwort
von Goodnight, 74

Wer weiss was der Lehrer mit dem Ergebnis macht und welches Ziel er damit verfolgt?

Ich würde fast wetten, dass er genau das aufzeigen will was du berichtest. Im Zeugnis darf so etwas keine Wertung finden.

Der Lehrer kann an solchen Aufgaben auch die Optik auf die Schüler ändern und seine Notengebung kritisch sehen.

Ich würde dir raten selber fair zu bewerten.

Dürfen die Schüler sich auch selber bewerten?

Kommentar von apfel1000 ,

Jeder Schüler gibt eine Note ab,  auch für sich selbst.  Es ist so, dass  der Lehrer diese Note auf jdf. als Note einträgt.

Ein Schüler möchte auf garkeinen Fall von seinen Mitschülern bewertet werden und am liebsten auch nicht bewerten. Es ist sicher eine andere Sache, wenn es nicht diese klare Äusserung gegeben hätte und andere Vorfälle in der Vergangenheit.

Diese  "Gruppenführung"  hat bereits dafür gesorgt, dass der Schüler ausgegrenzt wird und auch mitgeteilt das sie  es nicht dulden wird das er eine zugute Note erreicht.  Es ist kaum zu beschreiben, wie dieses Grüppchen vorgeht. Sie schieben anderen Sachen unter, geben sich entsetzt, streuen Zwietracht, schwer zu beschreiben.  Denke gerade nach ...

Kommentar von Goodnight ,

So eine Note darf gar nicht ins Zeugnis einfliessen. Ein Gespräch mit der Schulleitung wäre angesagt.

Kommentar von apfel1000 ,

Wenn es dafür eine Quelle gibt, ist das ein echter Lösungsansatz !  

Kommentar von apfel1000 ,

... für die Bewertung

Kommentar von regex9 ,

Diese Art der Bewertung (Poolnote) ist erlaubt bzw. zumindest gängige Praxis bei einigen Lehrern. Wenn der Lehrer schon nicht von
Einzelleistung o.ä. zu überzeugen ist, könntet ihr doch zumindest
Verbesserungsvorschläge aushandeln. Zum Beispiel, dass jeder die
abgegebene Bewertung begründen muss.

Kommentar von apfel1000 ,

Super, ich denke mit den anderen Vorschlägen ist das eine Chance.

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