Mein Kind fährt demnächst auf Klassenfahrt. Laut Auskunft der Lehrkraft werden die Kosten der Lehrkraft plus Begleitperson auf die Schüler umgelegt. Ist dies rechtens?

Nein, das würde ich nicht mitmachen. Die Lehrer sind für ihre selbst verursachten Kosten selber verantwortlich.
Am Besten lasst ihr euch die Angebote zeigen und bezahlt nur das, was ihr bezahlen müsst, nämlich die Kosten, die dein Sohn verursacht. Ansonsten würde ich ihn nicht mitfahren lassen und mich beim Schuldirektor und beim Schulamt beschweren. Wenn ein Elternpaar sich dagegen wehrt, werden die anderen mit Sicherheit mitziehen.
LG
Wieselchen

warum sollte für die begleitperson mitbezahlt werden?!? (wenn ich das jetzt so richtig verstanden habe) wenn das so ist, würde ich mich an Ihrer Stelle beschweren! ich würde zur klassleiterin in die sprechstunde gehen!
Nein. Die müssen wohl selber zahlen. Zumindest würde ich mich dagegen wehren.
Für den Lehrer ist eine Schülerfreizeit keine Lehrerfreizeit, sondern harter Rundumdieuhr-Einsatz. Muss denn ein Lehrer für seinen Job noch bezahlen? Muss denn die Putzfrau darür bezahlen, dass sie putzen darf? Ich habe schon beides erlebt:
Lehrer tragen eigene Kosten selbst.
Schüler tragen die Kosten ihrer Begleit- und Aufsichtskräfte.
Ich denke, dass man da unterscheiden sollte, ob die Klasse das materiell schultern kann oder nicht. Dann haben auch die Lehrer und die Schüler auch mitzubestimmen.
Swisslady am 6. Mai 2008 16:08 Ja, so ist es.
@ Indy72:
mir ist schon klar, dass die Kosten nicht von den Lehrern selbst getragen werden sollten, da diese ja rund um die Uhr im Einsatz sind. Allerdings finde ich es auch nicht ok, dass die Kosten auf die Schüler (bzw. Eltern) umgelegt werden. Meiner Meinung nach müsste die Schule/der Schulträger für die Kosten aufkommen...
Letztendlich ist es von Schule zu Schule unterschiedlich. Wer soll die "Reisekosten" der Lehrer Tragen, wenn der Arbeitgeber dies nicht möchte? Im zweifel sind es die Nutznießer - also die Schüler, die ja von der Exkursion profitieren.
Swisslady am 6. Mai 2008 16:26 Zumal ja dieser Betrag auf 20 - 25 Kinder aufgeteilt wird und entsprechend wenig ausmacht. Man muss auch sehen, dass die Lehrpersonen z.B. für ein Lager höchstens 4 Lektionen pro Tag angerechnet (bezahlt) bekommen, obwohl sie Tag und Nacht die SchülerInnen betreuen (bei uns ist das zumindest so).
Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 6. Mai 2008 16:23 DH, indy, so sehe ich das auch.
Leider ist das an Schulen meistens so. Der Reiseveranstalter bietet für Schulfahrten einen Freiplatz an, der für die Lehrkraft ist. Kosten für Begleitperson, ohne die man dann sicher nicht fahren darf, werden des öftern über Schüler abgewälzt. Bei uns an der Schule hat sich darüber noch keiner aufgeregt. Wie gesagt, ohne Begleitperson keine Klassenfahrt.
butz1510 am 6. Mai 2008 16:04 DH - völlig richtig. Bei uns ist es außerdem so, dass der Förderverein 100 Euro pro Klasse zuschießt, weil es Kinder gibt, die sich die Fahrt (die diesjährige soll 65 Euro kosten) nicht leisten können.
Bei uns ist es so, dass am Anfang des Schuljahres durch den Klassenlehrer monatlich ein kleiner Betrag einkassiert wird pro Schüler für die Klassenfahrt, dann ist es nicht so viel auf einmal. Für Kinder, wo das Geld etwas knapp ist, die können für die Schulfahrt auch bei der ARGE einen Zuschuss beantragen.
Schulwanderungen und Schulfahrten gehören zu den dienstlichen Obliegenheiten von Lehrpersonen. Sie werden nur dann genehmigt, wenn die Begleiter vorher schriftlich auf eine Erstattung der Reisekosten verzichtet haben, wenn keine Mittel zur Verfügung stehen sollten. Es ist unzulässig, die Reisekosten von Schüler(inne)n tragen zu lassen. Freiplätze sind den Schüler(inne)n zu geben. Alles Andere wäre Vorteilsnahme im Amt! Es ist leider so: Obwohl Lehrpersonen auf solchen außerunterrichtlichen/besonderen Schulveranstaltungen "rund um die Uhr im Dienst" sind, werden ihnen die Kosten nicht bzw. nur zum Teil erstattet. Dass schon die Vorbereitung einer Klassenfahrt eine sehr zeitaufwändige Sache ist, sei nur am Rande erwähnt. Auch diese Tatsachen sind mal wieder ein beredtes Zeichen des "faulen Lehrerlebens", das in der Öffentlichkeit so gerne erwähnt wird. Der Antwort von Wieselchen 1 ist nur zuzustimmen, einige schulrechtliche Erwägungen habe ich ergänzt.

Ich arbeite in einer Schule und bei uns ist das normal und auch rechtens, dass die Lehrerkosten auf die Schüler und Schülerinnen (via Klassenkasse) umgelegt werden (insbesondere im Skilager). Die Lehrpersonen gehen nicht zum eigenen Vergnügen auf Klassenfahrten sondern dies gehört zu ihrem pädagogischen Auftrag. Wer finanzielle Probleme hat, kann ein Subventionsgesuch einreichen. Aus finanziellen Gründen bleibt niemand zuhause.

Das würde ich keinesfalls mitmachen! Mal abgesehen davon, dass bei den Klassenfahrten, die ich von mir selbst und auch von meinen Kindern bisher mitbekommen habe, der "pädagogische Auftrag" der Lehrer offensichtlich bis nachts um halb vier in der Pizzeria mit Unmengen Rotwein erfüllt wird, haben diese Faulenzer eh genug Urlaub! Außerdem ist eh fast überall die Reiseleitund frei!
DH - so sehe ich das auch