Frage von KrumbacheR, 81

Die Kindesmutter erschwert den Umgang. Welche Modelle zum Umgang gibt es?

Vorneweg zuerst die Familienverhältnisse: Mein Lebensgefährte ist seit Mai diesen Jahres geschieden. Trennung war vor knapp 3 Jahren. Er hat zwei Kinder aus der Ehe (3+4) Die Geburt des jüngsten Kindes lag schon in der Trennungszeit. (Seine Frau zog zu ihrem neuen Freund)Die Scheidung und Kommunikation mit der Kindesmutter ist sehr schwierig, sie möchte keinen persönlichen Kontakt, der Austausch darf ausschließlich auf E-Mail Ebene stattfinden

Ich mag seine Kinder und wir kommen wirklich gut aus. Die Beziehung zu meinen Kindern ist super, sie verstehen sich wirklich blendend.

Unser Problem ist folgendes: Sie gibt schon immer die Kinderwochenenden vor. Also das sieht so aus: Montag kommt irgendwann im Laufe des Tages eine Nachricht wann er die Kinder holen darf. Entweder den großen aus dem KiGa (der kleine geht noch nicht in den KiGa) oder von zuhause. Ich bin in der Regel nur dabei wenn wir von dort aus gleich zu einem Ausflug starten oder baden gehen.

Am Anfang unserer Beziehung bestand die Kindesmutter auf ein Treffen mit mir, weil sie gerne wissen wollte bei wem ihre Kinder sind. Für mich als Mutter war das verständlich und ich fuhr mit, stieg aus und stellte mich vor. Es war zwar nicht die überschwingliche Freude, aber für unsere Konstellation völlig in Ordnung.

Jetzt ist es so das mein Lebensgefährte im Schichtdienst arbeitet (auch schon während ihrer Ehe) er hat wirklich ganz selten ein komplettes Wochenende frei.

Das erste Problem ist, dass er den großen von Freitag bis Sonntag Abend holen darf, den kleinen aber nur freitags und nur 4 Stunden. Sie wohnt 50km weg. Für die Kinder ist das sehr schade, sie verbringen sehr viel zeit im Auto und wir versuchen freitags immer einen Ausflug in der Nähe zu unternehmen. Da ich auch berufstätig bin und meine Kinder ihr Papawochenende haben bin ich da nicht immer dabei. Die Fahrt zu uns nach Hause dauert einfach eine Stunde dauert. Außerdem dürfen die Zwerge ihren Papa auch mal alleine genießen.

Seine Zwerge dürfen nicht mit mir allein bleiben, weshalb das von ihr jetzt so geregelt wurde das er den großen vor der Arbeit zurück bringen muss, weshalb er manchmal nur eine Nacht da sein kann.

Ich versuche sie zu verstehen, es ist auch eigentlich nicht direkt meine Baustelle. Aber ich sehe wie mein Lebensgefährte leider. Er schläft schlecht, sagt öfter im Schlaf die Namen seiner Kinder...

Der Abschied ist so traurig, weinen, schreien, betteln... Sie weinen die Fahrt, bis sie vor Erschöpfung einschlafen. Beim aufwachen Krallen sie sich fest....

Welche Möglichkeiten zum regeln mit dem Umgang haben wir? Darf ich die Kinder holen? Dürfen sie mit mir allein bleiben? Wieviel Kontakt muss/darf/soll zwischen den Eltern sein?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dielauraweber, 41

hier wird es zeit, dass dein mann sich auf die hinterbeine stellt. weder hat die km zu bestimmen wo die kinder in der umgangszeit sind, noch hat sie die umstände zu bestimmen.

er sollte ganz zügig ein gespräch beim jugendamt einberufen und dort klar machen, dass umgänge von jetzt ab regelmäßig erfolgen werden und zwar alle 14 tage. sie gibt keine vorgaben mehr und die we werden erfolgen von fr-so für beide kinder.

normaler umgang sollte seitens des kv durchgesetzt werden wenn möglich wie folgt:

- 2-3 nachmittage die woche mit einer übernachtung

- jedes zweite we von fr-so

- hälftige ferien und feiertage

- 3 Wochen sommeruralub

das sollte er in einer umgangsvereinbarung vorbereitet mitbringen in zweifacher form und diesen umfang von ihr verlangen, natürlich auch realistisch an seinem arbeitspensum ausgerichtet. sollte sie darauf nicht eingehen und auf irgendwelche ausflüchte eingehen, dann ist ihr klar zu machen, dass umgang dem kindeswohl entspricht und wichtig für die vater-kind-bindung ist.

er sollte die km nicht beschimpfen, nicht beleidigen, keine vorwürfe machen und ganz sachlich und klar bleiben in seinen ausführungen. das ist unglaublich wichtig und auch natürlich unglaublich schwer. sollte sie auf diese dinge nicht eingehen und weiterhin umgang erschweren und boykottieren, sollte kv im eilfverfahren umgang einklagen. wichtig dabei sind androhung von strafen wie ordnungsgeld, ersatzweise haft u. androhung das sorgerecht zu entziehen.

die kommunikation über email würde ich einstellen. ganz klar schreiben: der umgang wird in zukunft wie folgt erfolgen:

umfang siehe oben

der umgang wird umgesetzt ab kw xy. sollten keine änderungswünsche vorgetragen werden gilt umgnag ab dato (+7tage) als vereinbart.

keine reaktionen mehr auf sms und auf postverkehr umsteigen. weiterhin sollte der kv sich schon mal umschauen nach einem guten familienrechtler.

Antwort
von Menuett, 30

Da müßt ihr gerichtlich etwas verbindlich festlegen lassen und die Sache mit einem Ordnungsgeld zu bewehren.

Anders kann man die Mutter nicht verpflichten, sich an etwas zu halten.

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