Frage von BabyBaylee, 221

Den Vater auf Unterhalt verklagen, wie gehe ich vor?

Guten Tag, liebe Community! Ich habe mich dazu entschieden, meinen Vater auf Unterhalt zu verklagen. Da ich im August 22 werde, habe ich bis dahin Zeit, dann sind 3 Jahre Verjährungsfrist um. Er hat sich in den letzten Jahren so viel erlaubt und nun möchte ich ihn da treffen, wo es ihm wehtut: beim Geld. Ich bin 21, wie man gelesen hat. Also habe ich rückwirkend auf jeden Fall Anspruch auf Kindesunterhalt. Wie gehe ich aber jetzt am besten vor? Zu einem Anwalt? Kann mir da jemand den Weg nennen, vom Gang zum Anwalt bis zur Auszahlung des mir zustehendes Geldes?

Ich bedanke mich sehr!

Antwort
von DFgen, 48

Als Volljährige hast du nur noch einen Unterhaltsanspruch, wenn du entweder noch zur Schule gehst oder ggf. dich in deiner ersten Ausbildung befindest und dabei nur sehr wenig verdienst - sonst nicht.

  • Diesen Anspruch müsstest du dann aber selbst erst einmal geltend machen (Schulbescheinigung, Ausbildungsvertrag...) - und zwar bei beiden Eltern (ab der Volljährigkeit sind - falls noch ein Anspruch besteht - beide Elternteile barunterhaltspflichtig).
  • Du selbst müsstest dann auch veranlassen, den Unterhalt zu berechnen (anhand der Einkommensnachweise beider Eltern und deiner eigenen...)  und ihn dann anteilig auf die Eltern aufzuschlüsseln.
  • Ggf. müsstest du den Unterhalt dann noch "titulieren" lassen, denn ohne einen Titel ist nichts einklagbar bzw. pfändbar.

Da ich im August 22 werde, habe ich bis dahin Zeit, dann sind 3 Jahre Verjährungsfrist um.

Du scheinst da etwas missverstanden zu haben....

Die Verjährungsfrist gilt nur für Forderungen, die du bereits rechtsgültig gestellt hast und die trotzdem nicht bedient wurden...

  • Der Unterhalt müsste dir erst ab dem Zeitpunkt gezahlt werden, an dem du deinen Anspruch entsprechend geltend gemacht hast. - Für davor liegende Zeiten kannst du nachträglich nichts mehr geltend machen.
  • Solltest du also bisher versäumt haben, trotz eines möglicherweise bestehenden Anspruchs diesen nachgewiesen und entsprechend eingefordert zu haben, ist da rückwirkend nichts mehr für dich zu holen.
Antwort
von sassenach4u, 27

Dein Vater muss derzeit gar keinen Unterhalt zahlen.

Betreuungsunterhalt müsstest du einfordern, vom Vater deines Kindes (2,5). Das gibst du bei anderen Fragen an. Bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes ist der Kindsvater zuständig. Und darüber hinaus dein leiblicher Vater nur, wenn du dich noch in Schul- oder Berufsausbildung befindest und dein Einkommen dazu führt, dass er zahlen müsste. Und die Unterhaltsforderung müsste zu Recht an beide Eltern gehen.

Antwort
von auchmama, 114

Generell besteht die Unterhaltspflicht nur bis zum 18. Geburtstag des Kindes. Wenn Du danach noch in der Schule oder Ausbildung warst, hättest Du gleich um Unterhalt ersuchen müssen!

Wo hast Du die Aussage her, dass Du jetzt Ansprüche stellen kannst?

Außerdem würde ohne Anwalt und Gericht gar nix gehen. Ein Anwalt könnte Dir auch die ganzen Zusammenhänge erklären, weil er Deinen Fall dann ganz genau geschildert bekommt.

Hier gibt es nur eine allgemein gültige Aussage.....

Kommentar von BabyBaylee ,

Aus dem Netz. Da steht, dass Unterhalt bis zum 18. LJ generell besteht, aber danach eine Verjährung von 3 Jahren läuft. Also kann der Unterhalt rückwirkend gestellt werden.

Kommentar von auchmama ,

Verlinke bitte mal die Seite. Vielleicht hast Du da auch etwas vollkommen falsch verstanden!

Kommentar von Tira77 ,

Mal abgesehen von den diversen anderen Voraussetzungen, die erfüllt sein müssten... die Verjährungsfrist auf die Du Dich beziehst, beginnt mit der Volljährigkeit (also Deinem 18. Geburtstag) und endet 3 Jahre danach, mit Vollendung des 21. Lebensjahres (also am 21. Geburtstag), in Deinem Fall dann wohl im August 2015.

Kommentar von maja11111 ,

unterhalt bis zum 18. lj hätte deine mutter einfordern müssen. wenn sie das nicht getan hat, dann ist der anspruch hinfällig. rückwirkend kann man keinen unterhalt einfordern.

Kommentar von DFgen ,

Da steht, dass Unterhalt bis zum 18. LJ generell besteht, aber danach eine Verjährung von 3 Jahren läuft.

Bis zu deinem 18. Geburtstag war deine Mutter zuständig, den Unterhalt für dich einzufordern. Wenn sie 

  • einen Titel gegen den Vater hatte, er aber trotzdem nicht oder zu wenig gezahlt hat 
  • und die Mutter den ausstehenden Unterhalt regelmäßig bei ihm angemahnt hat 

könntest du ihn innerhalb der Frist noch von ihm einfordern.

Für mögliche Ansprüche ab deinem 18. Geburtstag hättest du erst selbst einen neuen Titel erstellen lassen müssen, um etwas von ihm fordern zu können....

Kommentar von claudialeitert ,

nur wenn er aller 2 jahre angemahnt wurde

Antwort
von Tursikussi, 40

nun möchte ich ihn da treffen, wo es ihm wehtut ist eine sehr problematische Ausgangslage. Wer sich auf jeden Fall "sehr freuen" dürfte, ist dein Rechtsanwalt, besonders wenn es ein langwierige Sache wird, wo er viel Zeit investieren, Schreiben verfassen und Eingaben machen muss. Kannst du dir das überhaupt leisten? Der will nämlich Bares sehen, sonst macht er gar nichts (manchmal auch dann nicht viel). Ansonsten müsstest du beim Amtsgericht zu einer kostenlosen Rechtsberatung gehen, wo du deinen Fall schildern und evtl. Prozesskostenhilfe beantragen kannst. Aber nur, wenn es überhaupt zu einem Prozess kommt. Ich kenne deinen Fall  nicht und weiß nicht, was dein Vater sich alles "erlaubt" - von euch "hinnehmen" musste, wer weiß. Hat er überhaupt Geld? Aus leeren Taschen ist nichts zu holen. Wenn du 22 und bedürftig bist, hast du Anspruch auf die sozialen Sicherungssystem.

Antwort
von jenshiller, 98

Nun, ob das liebe Geld der richtige Weg ist, dir das zu holen, was dir von Vaters Seite aus fehlt....nun gut, dein gutes Recht, ich bleibe skeptisch, verstehe dich aber.
Es gibt mehrere Möglichkeiten:
- Prozesskostenhilfe, wenn nötig oder Prozessfinanzierer. Details erfährst du beim Anwalt deines Vertrauens.
Unabhängig davon, dürfte dir das Jugendamt ebenso helfen, Stichwort: "Beistandschaft"
Das mal in kürzester Form :-)

Kommentar von auchmama ,

Eine Beistandschaft ist nur und ausschließlich für minderjährige Kinder! Ab 18 und dann aber auch nicht unendlich, hilft das Jugendamt nur noch beratend! Mit 18 ist jeder volljährig und mit 21 schon lange erwachsen. Bitte bei der Realität bleiben ;-)

Kommentar von jenshiller ,

Hallo,

"vermutlich eher Mutti".

Er ruft beim Jug.-Amt an, oder schreibt einen zarten Dreizeiler: "Hallo, ich brauche Hilfe. Du mir helfen können bei Beistandschaft?"

Dann bekommt er entsprechend Antwort. das Jug, hilft in aller Regel eh beratend, es liegt in der Natur der Sache.

Eine Bitte hätte ich noch, wenn du schon mit ":-)" und "!" die Wichtigkeit deiner Äußerungen unterstützen magst, schreib ordentlich :-)) *blinkblink**huhhuuhu**bin auch arbeitsloss**huhuhihihi**kringelROFL!!!*

omg

Dem Fragesteller soll geholfen werden, Mutti und nein, dass meine ich nicht nett :-)

Antwort
von ichweisnix, 49


Also habe ich rückwirkend auf jeden Fall Anspruch auf Kindesunterhalt.

Das wird normalerweise nur der Fall sein, wenn bereits ein Unterhaltstitel für die Zeit vorhanden ist, der nicht bedient wurde. In diesen Fall kann der Titel vollstreckt werden, eine Klage ist dann nicht mehr nötig.

Gibt es keinen Unterhaltstitel ist die Forderung von Unterhalt für die Vergangenheit nur in Außnahmefällen möglich, z.B. wenn die Vaterschaft erst jetzt festgestellt wurde.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/\_\_1613.html

Für die Zukunft kann natürlich Unterhalt verlangt werden, sofern Sie sich noch in der Ausbildung / Studium befinden.

Antwort
von maja11111, 109

du hast keinen anspruch auf rückwirkenden unterhalt. wie kommst du darauf? wenn du einen titel hast, dann muss der jährlich neu angemahnt werden, sonst ist das vorjahr vorbei und der anspruch aus dem titel verjährt. wenn du ihn jetzt aufforderst auf unterhalt, dann wäre unterhalt fällig ab heute. auch das nur, wenn du noch in schule oder erstausbildung bist.

Antwort
von Laury95, 53

Bist du noch in der Schule oder während deiner Erstausbildung?
Sonst hast du evtl. keinen Anspruch auf Unterhalt.

Antwort
von geell, 89

Ab Volljährigkeit musst Du selbst den Unterhalt für Dich festlegen lassen. Fordere Deinen Vater auf, Dir bis zu einem bestimmten Zeitpunkt - ca. 14 Tage - Dir seinen Lohnbescheinigungen der letzten 12 Monate zu übergeben. Damit gehe entweder zum Jugendamt oder zu einem Antwalt. Was dann bei der Berechnung herauskommt, muss Dein Vater zahlen, aber erst ab dem Monat, wo Du ihn aufgefordert hast, dass er Dir seine Lohnbescheinigungen gibt. Rückwirkend hast Du kein Recht. Du hättest ihn ja schon viel eher auffordern können.

Kommentar von maja11111 ,

aber auch nur, wenn kind in ausbildung oder schule ist. ansonsten fließt auch hier kein cent mehr.

Kommentar von vwzicke64 ,

Das Jugendamt ist für Volljährige nicht mehr zuständig

Antwort
von turnmami, 113

Du bist seit du 18 bist immer noch in Schul-oder Berufsausbildung?

Ansonsten hast du keinen Unterhaltsanspruch...

Kommentar von maja11111 ,

genau so sieht es aus.

Kommentar von turnmami ,

will er oder sie aber anscheinend nicht gerne hören ;))

Kommentar von maja11111 ,

nun er oder sie kann ja viel geld zahlen, einen anwalt involvieren u. sich das noch einmal von diesem erklären lassen :)

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