Frage von Minnesoter,

Darf Vermieter Wohnungstüre aufbrechen lassen ?

Mal angenommen, ein Mieter, der stets die Miete bezahlt hat ( und bereits gekündigt hat ), erhält von seinem Vermieter mitgeteilt, zum 01. des Folgemonats auszuziehen, da dieser schon einen Nachmieter gefunden hat. Da der Mieter aber aufgrund unterschiedlicher Arbeitszeiten ( u.a. Rufbereitschaft ) nur selten die Möglichkeit hat, Wohnungen zu besichtigen und noch keine gefunden hat und daher noch 1 Monat länger in seiner Wohnung bleiben möchte - kann bzw. darf der Vermieter dann damit drohen, die Wohnungstür aufbrechen zu lassen und / oder das Schloss auszuwechseln ?

Hilfreichste Antwort von slave532005,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Damit drohen darf er schon- nur hat das ganze keine rechtliche Bedeutung Die Drohung in die Tat umsetzen darf er auf keinen Fall. Damit macht ersich strafbar. Das gleiche gilt uebrigens auch,wenn er einfach das Schloss auswechselt. Die Kosten, die Dir dadurch entstehen-z.B. Uebernachtung im Hotel. Fahrten dorthin und zurueck usw. gehen dann auch zu seinen Lasten.

Der Vermieter kann und darf die Wohnung erst wieder nach Deinem fristgerechten Auszug neu vermieten.

Kommentar von Minnesoter,

vielen Dank an alle für die vielen sehr hilfreichen Antworten !

Kommentar von johnnymcmuff,

-:- .......

Kommentar von surfenohneende,

DH !

Wenn der Vermieter das trotzdem macht:

Hausfriedensbruch

Sachbeschädigung

Verletzung der Wohnung & Privaten Kernbereichs (GG)

usw.

Antwort von johnnymcmuff,
10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Da der Mieter aber aufgrund unterschiedlicher Arbeitszeiten ( u.a. Rufbereitschaft ) nur selten die Möglichkeit hat, Wohnungen zu besichtigen und noch keine gefunden hat und daher noch 1 Monat länger in seiner Wohnung bleiben möchte - kann bzw. darf der Vermieter dann damit drohen, die Wohnungstür aufbrechen zu lassen und / oder das Schloss auszuwechseln ?

Der Vermieter darf weder das die Tür aufbrechen noch das Schloss tauschen.

Er muss dann eien Räumungsklage erheben.

Der Nochmieter muss jedoch mit hohen Kosten rechnen. Mietausfall, Lagerung der Möbel des Nachmieters sowie Unterkunftskosten.

MfG

Johnny

Kommentar von Eichbaum1963,

So und nicht anders ist es! DH!

Aber mir stellt sich ob des Satzes vom Fragesteller

Da der Mieter aber aufgrund unterschiedlicher Arbeitszeiten ( u.a. Rufbereitschaft ) nur selten die Möglichkeit hat, Wohnungen zu besichtigen und noch keine gefunden hat ...

die Frage: wer kündigt seine alte Wohnung, bevor er einen neuen Mietvertrag unterzeichnet hat??

Kommentar von surfenohneende,

DH !

Antwort von DerHans,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn du fristgemäß gekündigt hast, musst du auch die Wohnung zu dem Termin räumen. Natürlich darf niemand einfach einbrechen. Aber du musst sämtlich Schäden ersetzen, die durch dein verspätetes Ausziehen entstehen.

Einlagerung von Möbeln, Hotelkosten, doppelte Umzugskosten usw.

Antwort von anitari,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wer ist denn so unklug und kündigt seine Wohnung obwohl er noch keine neue hat?

Der VM darf (leider) nicht die Tür aufbrechen.

Er kann den Mieter aber Zwangsräumen lassen, soll seit Mai 2013 relativ schnell gehen, und ihn schadersatzpflichtig machen.

Antwort von LeastoftheEast,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein. Das wäre Einbruch und Hausfriedensbruch, wenn er es selbst macht und verletzt das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung. Er müsste also den langen Weg der Räumungsklage gehen. Hat er den Räumungstitel, kann ein Gerichtsvollzieher die Tür aufbrechen. Aber nicht der Vermieter selbst.

Da das aber alles im vorliegenden Fall teurer Quatsch wäre und auch zu lange dauert, sollte man lieber miteinander drüber reden.

Antwort von kevin1905,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Der Mieter muss raus zu dem Datum zu dem der Mietvertrag gekündigt wurde nicht vorher.

Das Aufbrechen der Wohnungstür wäre als Hausfriedensbruch strafbar. Das Auswechseln des Schlosses hindert den Mieter an der vertaglichen Nutzung der Wohung womit sich der Vermieter schadenersatzpflichtig macht.

Kommentar von bwhoch2,

Themaverfehlung: Hier geht es nicht darum, dass der Vermieter vor Ende des Mietvertrags in die Wohnung will, sondern nach Ende des Mietvertrags, wenn der Mieter nicht ausgezogen ist.

Kommentar von werbon,

Na ja ich habe es auch anders interpretiert.

erhält von seinem Vermieter mitgeteilt, zum 01. des Folgemonats auszuziehen<

In der Regel ist die Kü-frist am Ende des übernächsten Monats abgelaufen. Ich habe es so verstanden das der VM weil er einen Nachmieter hat die Wohnung früher zurück haben will? Oder habe es hier falsch verstanden?

Hier sollte der Fragende in der Tat den Inhalt des Kündigungsschreibens posten. Hier scheint es etwas Verwirrung zu geben?

Kommentar von kevin1905,

Ich habe es genau so verstanden wie werbon...

und daran ausgerichtet ist auch meine Antwort...

Antwort von amidon,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

es ist sein eigentum, er kann die tür aufbrechen und du kannst ihn wegen einbruch verklagen. aber es gibt eine kündigungsfrist und die ist normalerweise 3 monate.

Kommentar von kevin1905,
du kannst ihn wegen einbruch verklagen.

Hausfriedensbruch in dem Fall und dies wäre ein Straftatbestand. Hier wird man nicht verklagt, hier wird Anklage erhoben seitens der Staatsanwaltschaft, sofern Strafantrag gestellt wird.

Strafrecht ./. Zivilrecht

Kommentar von anitari,

aber es gibt eine kündigungsfrist und die ist normalerweise 3 monate.

Und die sind, wie ich das der Frage entnehme, am Ende des Folgemonats um. Übrigens hat der Mieter selbst gekündigt.

Die Tür aufbrechen darf der Vermieter allerdings nicht.

Antwort von Geisha2902,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Angenommen die Wohnung ist mit der 3monatsfrist zb. Zum 1.1. gekündigt, muss der Mieter auch zum 1.1. raus! Die Türe darf aber nicht aufgebrochen werden! Das ist in der Tat Hausfriedensbruch.

Antwort von Ann93,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

schau in den mietvertrag aber normalerweise bekommt man einen zeitpunkt gesetzt wann man draussen sein muss. aber drohungen würde ich nicht akzeptieren

Kommentar von johnnymcmuff,

schau in den mietvertrag aber normalerweise bekommt man einen zeitpunkt gesetzt wann man draussen sein muss. aber drohungen würde ich nicht akzeptieren

Der Zeitpunkt ist gesetzt durch die Kündigung des Mieters.

Antwort von alterwateh,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

drohe kann er.

nur machen darf er das nicht.

Antwort von Hebelwirkung,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das wäre Hausfriedensbruch.

Allerdings bist Du als Mieter auch verpflichtet, zu angemessenen Zeiten (nach angemessener Ankündigungsfrist von 2 Wochen) eine Besichtigung zu ermöglichen.

Im Zweifel müssen eben die Interessenten am Wochenende kommen oder Du musst jemanden beauftragen, der in Deinem Namen die Besichtigung ermöglicht.

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