Frage von gestresst, 5.799

Beschwerde gegen einen Anwalt bei der Anwaltskammer

Um das zu beschreiben muss ich weit ausholen. Im Jahre 2003 kaufte ich mir ein Fahrzeug. Bei 4000 km stellte sich heraus dass die Spaltmaße nicht stimmten. Da der Verkäufer uneinsichtig war habe ich seinerzeit einen Anwalt eingeschaltet. Nach 4 Jahren schriftwechsel kam es zum Prozess bei dem ich gewonnen habe. Leider hat sich nach dem Prozess herausgestellt dass keine Werkstatt bereit war das gem. Gutachten zu reparieren. Auch habe ich mit dem Anwalt sehr schlechte Erfahrungen gemacht (Hinhalten, sich Verleugnen lassen, erswt tätig geworden bis ich ihm jedesmal auf die Füße getreten habe u.v.m.) Nun, ich habe einen anderen Anwalt beauftragt der mir bei der ersten Besprechung gesagt hat; so darf man mit Klienten nicht umgehen! Das war vor einem Jahr. Mittlerweile stelle ich fest dass auch dieser Anwalt nur tätig wird wenn ich ihm auf die Füße trete, auch er lässt sich am Telefon verleugnen (kann nachgewiesen werden) hat gerade das Haus verlassen, ist gerade bei Gericht (aber man hört ihn im Hintergrund), also mache ich das gleiche durch wie beim ersten Anwalt. Ich habe auch keine Lust mehr ihm auf die Füße zu treten aber er braucht für einen Antrag stellen sage und schreibe 7 Monate. Nun erwäge ich eine schriftliche Beschwerde bei der Anwaltskammer wegen Untätigkeit und hinauszögern.

Meine Frage hierzu;

Hat jemand Erfahrung damit?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Rechtsfrage. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Jetzt anfordern: www.expermondo.de

Antwort
von MichaDani68, 5.799

Bei mir geht es um eine Klage bzgl. Rentenversicherung.
Zuerst hatte ich mir als meinen Anwalt Herrn Dr. J. L. aus Hamburg/Wandsbek, Fachanwalt für Rentenrecht ausgesucht gehabt.
Er nahm meinen Fall an, kurze Zeit später riet er mir jedoch ohne weitere Begründung von einer Klage ab, obwohl er mich zuvor auch fragte, ob ich bereit wäre zu klagen.
Außer die von mir schon bezahlten Kosten wären keine mehr offen, und für die letzte „Handlung“ seinerseits würde er mir nichts berechnen, wie auch besprochen (seine Aussage habe ich jetzt mit meinen Worten formuliert, jedoch war zuvor mit ihm auch bzgl. „nichts berechnen“ nichts besprochen gewesen. Aber gut für mich, daß ich keine weiteren Kosten zu tragen hatte).
Dennoch hatte ich aufgrund dessen das Gefühl, ihm würde die ganze Sache „über den Kopf wachsen“ und suchte mir einen anderen Anwalt, Herrn RA. G. I. K., ebenfalls Fachanwalt für Rentenrecht aus Hamburg/Eppendorf.
Ich schilderte ihm meinen Fall und daß Herr RA. Dr. J. L. mir auf einmal ohne weitere Begründung von einer Klage abriet; und er auf Nachfrage meinerseits nicht mehr reagieren würde.
Herr RA. G. I. K. schaute sich meine Unterlagen und den Schriftverkehr zwischen mir und Herrn RA. Dr. J. L. genauestens an, stellte mir einige Fragen und meinte abschließend, es sehe
doch gar nicht so schlecht für mich aus. Und meinte dann noch 80 zu 20 oder 70 zu 30 Prozent Erfolg für mich vor Gericht.
DAS ist natürlich nicht schriftlich festgehalten worden, aber unser *Vertrag vom 07. August 2014, den wir schlossen, bestätigt seine Aussage!
So blieb ich bei ihm.

Mit o. g. *Schriftsatz haben Herr RA. G. I. K. und ich vereinbart, wie wir vorgehen wollen. Nach einigen
„Überprüfungen“ seinerseits teilte er mir auf einmal auch mit, er rate mir von einer Klage ab mit für mich zwei „schwammigen“ Begründungen, nämlich:

1. Das Gericht könnte ..... sagen.
2. Er hätte im Internet bzgl. der Tarifzahlungen nachgeschaut und eine Frist von einem ½ Jahr entdeckt, die ich, allerdings schon vor seiner Zeit hätte einhalten müssen.

Es war zuvor von beiden Punkten keine Rede gewesen!
Und, warum kommt diese Aussage nicht von meinem ehemaligen Arbeitgeber, sondern von ihm aus dem Internet?!
Grund könnte sein:
Weil mein ehemaliger Arbeitgeber erst meinte, ich hätte ihnen das Original des Schreibens von der Rentenversicherung NICHT für Kopien vorgelegt.
Die Versicherung wollte mir auch noch einen angeblich diesbzgl. von mir an sie getätigten Kontakt vor einer bestimmten Zeit unterstellen.
Jedoch beides konnte ich belegen, daß ich im Recht bin/war!
Es scheint, nun weiß keiner weiter mir Neues zu unterstellen, und nun kommen solche „schwammigen“ Begründungen meines Anwalts?!
Zudem ist Herr RA. G. I. K. vertragsbrüchig geworden.

Daraufhin teilte ich ihm mit, daß ich dennoch klagen möchte, weil seine plötzlich auftauchenden Aussagen für mich keinen Grund darstellen würden, dies nicht zu tun und ich, wie besprochen als auch schriftlich festgehalten, fortfahren wolle.
Das war im Dezember 2014.
Im Januar 2015 schrieb ich ihm eine e-mail, ob er mir schon etwas bzgl. der Klage mitteilen könne, weil ich keine Antwort von ihm erhalten hatte.
Da ich im April 2015 immer noch nichts von Herrn RA. G. I. K. gehört bzw. gelesen hatte, rief ich an. Die Empfangsdame teilte mir mit, daß er besagte Woche im Urlaub sei, er sich aber nach dieser bei mir melden würde.
Mit Beendigung der Woche nach seinem Urlaub war wieder nichts von ihm zu lesen/zu hören. So schrieb ich eine weitere e-mail, ob es evtl. Schwierigkeiten geben würde, da ich noch keine Antwort erhalten habe.
Daraufhin erneut keine!
Nun macht er das gleiche wie Herr RA. Dr. J. L.?!
Gut, er hat mir zwar eine Begründung genannt, die für mich jedoch, wie schon zweimal erwähnt, äußerst „schwammig“ rüberkam.

Nun sind weitere vier Monate vergangen, die ich auch abwarten wollte.
Da ich es langsam leid bin/war, bei erneutem Nachfragen vermutlich stets die gleiche „Antwort zu erhalten“, schrieb ich der Rechtsanwaltskammer Hamburg.
Dies geschah erst vor ca. einer Woche, jedoch vermute ich, wie ich auch schon von anderen hören und lesen konnte, daß es wenig Aussicht auf positiven Erfolg für mich beinhalten wird/würde, weil „eine Krähe der anderen kein Auge aushackt“.
(Zumal meinen jetzigen Anwalt zu verklagen auf Kosten meinerseits?? So verdienen also manche Anwälte ihr Geld!)

Alles Geschriebene kann ich belegen!

Und ich bin gespannt, was für eine "tolle Antwort" die Rechtsanwaltskammer für mich hat/haben wird!

Ich habe einige Medien angeschrieben .... – einige waren nicht bereit, über das Thema insgesamt zu berichten .... ein paar Antworten stehen jedoch noch aus ....
Zumal dieses Thema überhaupt, wie ich von mehreren Seiten lesen und hören konnte, weit verbreitet zu sein scheint und für viele Zuhörer, -seher und Leser äußerst interessant sein würde ....

Kommentar von shadow2708 ,

Hallo MichaDani68,

Welche Medien hast du angeschrieben ??

Habe den gleichen Fall, bin in einer Verhandlung von einem Richter ohne irgend welche Beweise unter Strafandrohung zu einem Geständnis erpresst worden.

3 Anwälte, die Strafvereitelung betreiben und betrieben habe ich hinter mir.

Das ganze liegt jetzt bei der Generalsanwaltschaft in FFM.

Tut sich in ihren Ermittlungen sehr schwer.

Gibt es wirklich keine Möglichkeit, sich gegen so etwas zu wehren ???

Antwort
von rolfmartin, 3.470

Hallo, nach eigener Erfahrung kann ich nur jedem raten, lasst die Finger von Beschwerden an Anwaltskammern. Denn hier bearbeiten Anwälte Beschwerden über ihre eigenen Kollegen. Ausgang: Vergleichbar dem Hornberger-Schießen. Beliebte Begründung: "Die Rechtsanwaltskammer(RAK) vermag daher kein berufswidriges Verhalten des Herrn Kollegen X zu erkennen". Selbst gravierende Verstöße gegen Standesregeln erfahren keine Rügen. Statt Opferschutz wird Täterschutz betrieben. Ein RA kann lügen, dass sich die Balken biegen, geglaubt wird letztendlich ihm. ER KANN (hier ist die Rede vom diesseitigen Rechtsanwalt, unvorstellbar, dass Organe der Rechtspflege im Allgemeinen so agieren)

Klageschriften den Gerichten vorenthalten, Fristen versäumen, VBs nicht an die Gerichtsvollzieherverteilerstelle weiterleiten(in meinem Fall sind bereits 3 Schuldner verstorben), VUs erfinden, die selbst Gerichtspräsidenten in Erstaunen versetzen, vom Mandanten überlassene Gerichtsgebühren erst 12 Monate später an die GK
überweisen, dem Mandanten eigene Termine mit mit Gerichtspräsidenten, Staatsanwälten, Richtern, Geschäftsstellen, Gerichtsvollziehern, etc. offerieren, die alle Institutionen auf Nach- frage in Erstaunen versetzten, da niemand mit dem RA einen Termin vereinbart hatte(ein Oberstaatsanwalt bezichtigte ihn im weitesten Sinn der Lüge, Richter hoben seine "Inkompetenz" hervor. Fazit: Verlorene Prozesse), Beschwerden gegen Kostenfestsetzungsbeschlüsse nicht weiterverfolgen, dem Anderkonto zugeführte Mandantengelder abstottern(hier liegt ein Vermögenverfall nach diesseitiger Auffassung vor) eine schriftliche Kostenübernahme, die vor dem AG verhandelt und diesseits gewonnen wurde, mit fragwürdigen Argumenten ad absurdum zu führen, was ihm eine Belehrung des Vorsitzenden Richters einbrachte, Zwangsvollstreckungen erfahren wegen Nichtzahlung vom Gericht festgesetzter Werte, dem Mandanten Kopien von ANGEBLICH getätigten Schriftsätze zwischen Beteiligten vorenthalten(zahlreiche Geschäftsstellen in Deutschland klagten über die Unverschämtheit des RA, der sich auf Schriftsätze bezog, die diese nie erreicht hatten).

Vorstehende Verfehlensaufstellung ist nur ein Bruchteil der diesseits erfahrenen Ungereimtheiten. Dieser RA ist für mich ein LÜGNER, der seine Mandanten Vermögensverluste beschert/garantiert.

2 Beschwerden zwecks Entzugs der Anwaltszulassung wurden der RAK diesseits überlassen. Nach 14 bzw. 12 Monaten erreichte mich dann ein für die Kammer blamables Resultat. Trotz hundertfacher Beweise, auf ca. 110 Seiten festgehalten, kam die Kammer zu der in Satz 3 dieser Antwort aufgeführten ERKENNTN IS! Zwischenzeitlich wurde Strafanzeige gegen die RAK wegen Begünstigung gestellt.

Wie sind Eure Erfahrungen mit Rechtsanwaltskammern?

Antwort
von katikaz,

Ihr macht mir ja gerade richtig MUT. habe leider auch so ne niete erwischt, wobei er mir von der rechtschutzversicherung empfohlen wurde. Selbst die sind unsicher, ob die Rechnnung zu zahlen ist. Ich musst ihm 2 von 3 schreiben vorfertigen, bei dem anderen schreiben hat er sogar den inhalt verdreht und mich somit noch weiter reingeritten ! und jetzt möchte der "fachmann" dafür insgesamt 650 euro. ehrlich gesagt sehe ich es nicht ein, dafür überhaupt etwas zu bezahlen, aber wenn ich eure einträge so lese, wird mir nichts anderes übrig bleiben. können anwälte so einfach davon kommen ? also wenn ich meinen job so erledigen würde, ratet mal, wo ich dann stempeln dürfte ! ich find es eine riesen SAUEREI, wenn man mit mandanten so umspringt. kann man nicht doch irgendetwas tun ? und bei der nächsten anwaltswahl werde ich keine kompromisse machen und wieder zu meinem hausanwalt (arbeitsrecht)gehen, hätte ich nur nicht auf die RS-Versicherung gehört. aber ich werde mich trotzdem beschweren, wie schon gesagt...vielleicht höhlt steter tropfen doch den stein ?

allen alles gute katikaz

Kommentar von rolfmartin ,

Hallo, wenn du deinem Rechtsanwalt(RA) eine Fehlberatung nachweisen kannst, bestehen über einen externen RA Erfolgsaussichten, auf dem Klageweg, sofern du die Liquidation entrichtet haben solltest, in den Genuss der deinerseits geleisteten Zahlung wieder zu gelangen. Diesseits wurde einer Klage vom AG Köln zu 100% entsprochen. Eine solche Vorgehensweise ist einer Beschwerde bei der RAK in jedem Fall vozuziehen, da Rügen der RAK gegenüber einem Kammermitglied 6 Richtigen im Lotto gleichzusetzen sind.

Antwort
von Nordlicht2000, 5.155

Leider muss ich mich in diese Runde einreihen. Auch ich habe so einen Nichtstuer an der Backe. Es geht um Scheidung/Ehevertrag/Pfändung des Unterhaltes und alles was dazu gehört. Auf meine E-Mails wird gar nicht mehr reagiert. Somit wieder verständlich, ich bin Rennterin, Rente beträgt nicht ein mal das Existenzminimum - somit klage ich auf Prozesskostenhilfe. Dabei verdient er leider zu wenig und bewegt sich so gut wie gar nicht. Einen gravierenden Fehler macht er, in dem er eine laufende Pfändung gegen meinen Exmann beendete, weil er meinte, es wäre erledigt. Nun muss das ganze wieder von vorne aufgerollt werden und das kostet Zeit , Zeit, die ich leider nicht habe.Wenn ich dann hier lese, Beschwerde bei der Anwaltskammer is sinnlos, na da frage ichmich, hat jemand, der kein Geld hat, keine Rechte??

Antwort
von teuto47, 4.998

Ein Versuch ist es wert. Du musst nur bedenken die Jungs sind so gewieft denen fallen Begründungen ein da weißt du nicht mal das es die gibt. Normal zwecklos.

Antwort
von carpatina,

du kannst den RA auch vor Gericht verklagen, da er seine Vertragspflichten nicht erfüllt hat. Da kannst du Schadenersatz verlangen.

Antwort
von tebom32,

wow.. ich habe auch probleme mit antählten.. vertraut und letzt endlich stehen gelassen worden.. so wie es aussieht teh ich am anfang, nur irgendwo muss man sich doch melden könnten.. hatte schon gedacht mit der "bild zeitung" darüber zu sprechen .. oder es einfach mal rausschreien.. keine ahnung????

Antwort
von Philosoph47,

Hallo "gestresst",

auch ich habe solche Erfahrungen MEHRFACH gemacht und bin ebenfalls gestresst! - und ich kenne eine große Anzahl weiterer Fälle aus meinem Bekanntenkreis. Hinzu kommen Anwaltliche Fehlleistungen, die sogar ein Laie erkennen kann, und richtig ins Geld gehen. Der Bürger, der Mandant ist immer der Verlierer. Wollen Sie sich in einem solchen Fall "Recht" verschaffen, müssen Sie auf ihre Kosten den Anwalt verklagen - ein meist hoffnungsloses Unterfangen, denn das System schützt seine Mitglieder. Das ist, wie mir zwischenzeitlich klar geworden ist, systembedingt.

Ich weiß, ein schwacher Trost. Wichtig ist, nicht den Mund zu halten, und wenigstens die Anwaltskammer zu informieren. Die ist zwar auch Teil des Systems, aber vielleicht höhlt steter Tropfen auch diesen Stein.

Antwort
von abzockeranwalt,

das leid des mandanten: der mandant weis was zu tun ist, aber der rechtsanwalt macht es nicht oder hat seinen beruf verfehlt. wenn anwaltskammer nicht helfen sollte, evtl. schriftlich beim justizministerium über beide beschweren.

Antwort
von DasKaugummi,

Kann mich MeisterPaul nur anschließen, versuch es einfach ;)

Antwort
von MeisterPaul,

Hier hat niemand Erfahrung damit. Versuch es!

Antwort
von doka12,

beruhig dich mein Anwalt ist genauso,nur Rechnungen kann er schnell schreiben

Antwort
von TCReis,

Liebe Leser und Leserinnen, Hiermit möchte ich euch etwas mitteilen, es gibt ne Menge Anwälte die betrügen, neulich habe ich einen aus Düsseldorf kennengelernt, der BAT mich über Radaranlagen zu fahren damit er Gelder über die Verkehrsrechtsschutz kassiert. Hammer oder? Daher sucht euch eure Anwälte selbst nimmt es auch selber in die Hand jeder hat die Entscheidung selbst dieser oder nicht.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten