Frage von Eisblume2009,

Beim unbezahlten Praktikum Überstunden machen ist das okay oder Ausnutzen?

Huhu wer kann mir helfen? Meine Freundin macht derzeit ein Praktikum in einem Büro und jetzt ist sie dort schon regelmäßig seitdem sie es macht viel später rausgekommen als die Arbeitszeiten waren. Da dies ein unbezahltes Praktikum ist was vom Amt genehmigt wurde (im Rahmen einer Maßnahme) muss sie auch die vielen Überstunden hinnehmen? Ich bin der Meinung nein, dazu ist sie nicht verpflichtet, weil das ja nicht vergütet wird. Sie traut sich halt nur nix zu sagen (zu schüchtern) und ob man nebenbei noch als Putze agiert ist ne 2. Frage. Das hab ich auch einmal ablehnen können wo ich das im Praktikum im Bürobetrieb machen sollte, nur sie nimmt es hin, weil sie bis jetzt nix anderes bekommen hat. Sowas grenzt für mich irgendwie schon an reine Schikane. Was meint ihr dazu?

Antwort von Teddyle,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Bei dem Thema "Praktikum" kann ich jedesmal die Wände hochgehen. Was ein Praktikum ursprünglich mal sein sollte, das ist es doch heute kaum noch. Unbezahlte Arbeitskräfte, von denen Höchstleistungen verlangt werden und obendrein noch Überstunden und all die Dinge, die die regulären AN nicht machen (wollen). Wenn so ein Praktikant dann knurrt, fliegt er raus und der nächste folgt zu den gleichen Konditionen usw. Am meisten regt mich dabei auf, dass der Staat das alles gut heißt und unterstützt. Deine Freundin sollte sich umgehend an den Träger der Maßnahme wenden, damit sie ihr Praktikum in einem gescheiten Ausbildungsbetrieb fortsetzen kann, wenn in diesem Betrieb Aussprachen nichts bringen.

Kommentar von Schnuffduff,

DH

Kommentar von made3311,

Sehr gut geschrieben. Ich frage mich, wie lange das noch so geht und wann endlich auch mal die Ämter und der Staat reagieren.

Kommentar von Vaigaini,

Seitdem haben wir nun den 7.2012.

Geändert hat sich nichts!

Antwort von Drachenbaum,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es gehört zum Leben dazu, daß sie lernt, ihre Position zu vertreten.

Sie muß es nicht hinnehmen und kann das dem Chef oder ihrem direkten Vorgesetzten auch sagen.

Wenn Sie es richtig sagt: ausgewogen freundlich und bestimmt ohne den anderen anzugreifen wird sie nichts verlieren. Wenn der Vorgesetzte sie dann rausschmeißt unbedingt Gespräch mit dem Chef führen und Position klarstellen. Wen nSie dann immer noch nichts gewinnt, z.B. geregelte Arbeitszeiten oder Angebot für angemessenen finanziellen Ausgleich, dann mit Angeabe der genauen Gründe schriftlich dem Chef kündigen.

Unbedingt täglich Arbeitszeit und geleistete Arbeit privat protokollieren.

Antwort von lachbaer,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Pure Ausnutzung. Das kann niemand von ihr erwarten. Billige Arbeitskraft ist da noch untertrieben. Was heißt vom "Amt"? Arbeitsamt? Die würde ich darüber sofort informieren, dass sie sich den Arbeitgeber mal zur Brust nehmen. So geht das natürlich nicht. Wenn die Firma so dringend jemand brauchen, sollen sie jemand einstellen und dafür bezahlen. Ein Praktikum ist dafür gedacht, dass man sich ein Bild von der Arbeit in dem Unternehmen macht und nicht dafür, dass der Arbeitgeber Personalkosten sparen kann.

Antwort von Quickley,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Keine Minute mehr wie vereinbart. Es reicht doch schon das sie Gratis dort arbeitet.

Antwort von holsch,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

klar ist das ausbeutung

Antwort von FridaGT,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es ist ja die Frage, ob sie sich erhofft, dass durch das Praktikum evtl. eine Arbeitsstelle rausspringt. Wenn das im Bereich des Möglichen liegt, würde ich die Überstunden machen. Wenn sie da eh nicht bleiben kann oder will, dann würde ich das Thema ansprechen.

Kommentar von 1hoss43,

Warum sollte der AG ihr eine feste Stelle geben? Ist doch so viel billiger! Wenn die Praktikantin dann weg ist, fordert man bei der Arge den/die nächste Praktikanten(in) an!

Antwort von mia1987,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

also wenn ich die aussicht auf einen job hätte, würde ich die eine oder andere überstunde hinnehmen, aber es hört sich schon so an, als ob sie ausgenutzt werden würde.

ich würde auf jeden fall mal nein sagen, wenns zuviel wird. kein geld, keine unzähligen überstunden und putzarbeiten!

Kommentar von Eisblume2009,

es ist weder eine Ausbildungsstelle geplant (weil sie hat den Beruf ja schon erlernt) noch eine Übernahme angestrebt. Mit mir könnten die das sicher nicht machen. Da hätte ich mir auf biegen und brechen schon was neues gesucht. Sollte auch einmal noch zusätzlich zum Praktikumsplatz wo da eh einiges schief gelaufen ist, noch als Putze agieren, da hab ich gestreikt und konnte auch vom Amt aus raus.

Kommentar von Schnuffduff,

Na dann ist die ganze Sache ja noch schwachsinniger wenn sie den Beruf schon hat und bestimmt nicht übernommen wird.

Antwort von Karabasch,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Natürlich bezweifle ich ob das alles so richtig ist , aber es kann natürlich auch ein Test sein.. Und in der heutigen zeit einen Ausbildungsplatz zu finden ist nicht leicht..

Antwort von conchen,

Überstunden

Es passiert immer wieder, dass Praktikanten bis an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit „ausgenutzt“ werden und viele Überstunden machen müssen. Gesetzlich festgelegt ist jedoch, dass die werktägliche Arbeitszeit eines Arbeitnehmers (im Halbjahresschnitt) acht Stunden nicht überschreiten darf (§3 Arbeitszeitgesetz). Die Höchstarbeitszeit beträgt 10 Stunden.

Die Arbeit an Sonn- und Feiertagen ist nur in einigen Brachen oder in „betrieblichen Notfällen“ erlaubt. Wenn Sie überlegen, ob Sie sich weigern sollen, Überstunden abzuleisten sollten Sie abwägen, ob sie Ihnen etwas bringen. Handelt es sich um nützliche und produktive Arbeit, bei der Sie etwas lernen, können Sie ruhig auch mal etwas länger bleiben. Geht es aber um Briefmarkenkleben oder Kopieren sollten Sie sich auf Ihre festgelegten Arbeitszeiten berufen und höflich ablehnen.

Es spielt natürlich auch eine Rolle, ob sie von dem Unternehmen übernommen werden wollen und wie wichtig ein gutes Praktikumszeugnis für Sie ist.Fest steht: Überstunden können vorkommen, sollten aber nicht zur Regel werden.

Antwort von conchen,

Mache auch seit 2 monaten ein praktikum zur fachkraft logistik.........3x fragte man mich um ne stunde länger zu arbeiten.Ich sagte 3x freundlich das es nicht gehen würde da ich nach dem praktikum auch noch genug zu tun hab.Punkt aus!!! Leute lernt es freundlich aber bestimmt grenzen zu setzen.

Groetjes ,Connie

Antwort von Tom91,

kommt drauf an wie alt deine freundin ist. aber eigentlich is es gesetzlich verboten in einer unbezahlten maßnahme überstunden zu machen. sag das ruhig deiner freundin. und wenn ihr der mut fehlt zum chef zu gehen, dann geh doch selbst zu ihm und mach ihm klar, dass deine freundin dass nicht darf.

Antwort von made3311,

Klar ist das pure Ausnutzung. Auf sowas sollte sie sich niemals einlassen. Wenn sich alle an gewisse Regeln halten würden, brauchten diese Fragen nicht sein...Leider ist dem nicht so. Sie wird später genau so ausgenutzt wie jetzt. Finger weg, es sei denn sie mag das. Regeln sollten immer vorher ausgehandelt werden und das von beiden Seiten. Diese Art Praktika sollten verboten werden !!!!!!!!

Antwort von ullagio,

Sie lässt sich ausnutzen

Antwort von lananel,

Aber sowas von Ausnützen

Antwort von Zander1961,

Ausnutzung hoch 10

Kommentar von Eisblume2009,

ich habe ja mal selber in einer Kanzlei gearbeitet, aber so spät kam der Anwalt nie mit der Post rüber und die würde eh um die Zeit nicht mehr rausgehen, also könnte die ja theoretisch auch am nächsten Tag gemacht werden. Sehe ich ja richtig? Morgens hat sie kaum was zu tun und nachmittags wird sie dann kurz vor Schluß überhäuft. Find ich auch sehr komisch.

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