Frage von Rollergirl83, 74

Auffahrunfall bei Vollbremsung an gelber Ampel ,teilschuld?

Hallo meine Sachlage ist folgende. Ich fuhr mit meinem Roller 25er bei mir im Dorf als vor mir 2Radfahrer (Jugendliche) auf der Fahrbahn fuhren und dann auf dem Gehweg jeweils einer rechts und einer links weiterfuhren. Da es so aussah als ob der rechts neben mir wohl doch rüber wollte behilt ich diesen etwas im Auge während ich auf die Kreuzung mit Ampel zufuhr,welche sich auch in gleicher Blickrichtung befand wie der Radfahrer. Als ich sah das die Ampel gelb wurde machte ich eine Vollbremsung da ich es ME nicht mehr geschafft hätte da ja 25er.Ich kam auch an der Haltelinie noch zum stehen aber der Autofahrer der hinter mir war schaffte es halt nicht mehr und knallte mir mit voller wucht hinten drauf .Als ersten kommentar gab er an warum ich nicht noch bei gelb gefahren sei ich hätte es ja noch schaffen können ???Er dachte dies genauso deswegen fuhr er auch noch so schnell anscheinend.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dermick74, 47

Eigentlich zählt in dieser Situation, der Auffahrende hat Schuld.

Es steht nirgendwo geschrieben, dass man gezwungen ist bei gelb über die Ampel zu fahren, sondern dieses Signal deutet darauf hin jetzt in genau diesem Moment zu entscheiden was zu tun ist.

In meinen Augen hast Du völlig richtig gehandelt, da es für Dich nicht sicher war in Sicherheit zu kommen bevor andere Verkehrsteilnehmer durch Dich behindert wären.

Der Autofahrer hätte es sicher geschafft, aber er hat ja auch Rücksicht auf Dich zu nehmen, das regelt schließlich der gute alte §1

Antwort
von Piadora, 48

Egal was und wie es auch immer war - an einem Unfall hat JEDER der Parteien Schuld. Und zwar schon allein deshalb, weil JEDER der Parteien sich im Straßenverkehr bewegt hat.

Das war das Urteil, welches ich bekommen habe, als mir beim Abbiegen einer reingefahren ist, der zu schnell war (war meine Auffassung). Ich war daran genauso Mitschuld, so das Gericht, da ich mich überhaupt im Straßenverkehr bewegt habe. Wäre ich morgens nicht losgefahren und dann nicht an der Stelle gewesen, wäre der Unfall nicht passiert. Hammer oder?

Kommentar von dermick74 ,

Ein sehr komischer Urteil, da wäre ich ganz sicher gegen angegangen.

Eine dämlichere Begründung habe ich bisher noch nicht gehört

Antwort
von neurodoc, 34

Prinzipiell hat der Hintermann die Schuld, im Einzelfall kann das auch mal anders ausgehen. In diesem Fall hast Du richtig gehandelt, bei Gelb fährt man nicht mehr in die Kreuzung ein.

Antwort
von deathbyhacks, 26

Du bekommst leider immer eine Mitschuld. Aber 70%+ wird der Autofahrer bekommen. Du hast dich ja an die Verkehrsregeln gehalten.

Antwort
von Schalkefan1324, 38

Wenn gelb ist kannst du ja bremsen wenn du es selber so einschätzt dass du es nicht mehr schaffen kannst. Wenn er dir dann drauffährt ist er schuld.

Antwort
von CCCPtreiber, 27

Streng genommen ist es eine Ordnungswidrigkeit bei Gelb noch zu fahren wenn man anhalten könnte. Daher - alles richtig gemacht, du hast keine Schuld!

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