Frage von Ilyasal, 72

Arbeitszeitregelung 40 Stunden im Monat.Muss der Arbeitgeber die Stunden zahlen wenn man tatsächlich weniger gearbeitet hat?

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 14

Wenn du deine Arbeitskraft für die vereinbarten 40 Stunden bereitgestellt hast, der Arbeitgeber sie aber, aus welchen Gründen auch immer, nicht abgenommen hat, so befindet er sich im Annahmeverzug und muss dir die vereinarte Zeit bezahlen, ohne dass du zu einer Nachleistung verpflichtet bist. Siehe dazu § 615 BGB:

https://dejure.org/gesetze/BGB/615.html

Antwort
von Maximilian112, 30

Warum hast Du weniger gearbeitet??

Wenn der AG weniger Arbeit bereitgestellt hat, Deine Arbeitskraft nicht abgerufen hat dann ist das nicht Deine Sache. Es sind 40 Stunden vereinbart und diese sind auch zu zahlen.

Wenn Du keine Lust hattest, also von Dir aus weniger gearbeitet hast aus welchen Grund auch immer dann werden die 40 Stunden auch nicht bezahlt.

Antwort
von Kleckerfrau, 39

Was hat deine Frage jetzt mit den Themen zu tun, die du angegeben hast ?

Und wenn in deinem Arbeitsvertrag 40 Stunden vereinbart sind, muss dein AG sie auch zahlen.

Kommentar von Ilyasal ,

KEine Ahnung.. bin neu hab mich vertan. sorry

Antwort
von Rheinlandjunge, 31

Das kommt ganz auf deinen Arbeitsvertrag an, ich habe die Erfahrung gemacht das ich bei allen Verträgen wo es um viel Geld geht sei es nun Miete, Arbeitsvertrag, Autokauf nicht direkt unterschreibe sondern zu Leuten damit hingehe die sich mit Vertragsrecht etc auskennen. Oftmals sind solche Verträge einfache UNI-Verträge aus dem Internet manchmal auch leicht verändert aber selten nach deinen Wünschen und Bedürfnissen angepasst.

Sollte in deinem Arbeitsvertrag ein Festgehalt vereinbart worden sein wirst du egal auch bei weniger Arbeitsstunden dein Geld auch bekommen. Ist aber dein Gehalt abhängig von den Arbeitsstunden und dann sieht es da eher mies aus, am schlimmsten sind die Verträge wo davon gesprochen wird das die Arbeitsstunden Flexibel sind spätestens dann sollte man zwei mal nachlesen wie es denn mit der Lohn Auszahlung ist.

Ich hatte mal eine Fexibele Arbeitszeit aber ein Festgehalt im Vertrag waren 35 Stunden angegeben aber ich habe 65-80 Stunden in der Woche gekloppt für wenig Geld weil ich eben von den 35 Stunden ausging. Aus diesem Grund bin ich was Verträge angeht um einiges schlauer geworden. Am besten liest du dir dein Vertrag nochmal gründlich durch dann ist deine Frage von selbst beantwortet

Antwort
von Bambi201264, 40

Normalerweise schon, da er davon ausgeht, dass Du diese Stunden umgehend nacharbeiten wirst.

Falls Du allerdings gekündigt hast/wirst, darf er die Minderstunden natürlich vom letzten Gehalt einbehalten.

Kommentar von Ilyasal ,

hatte bis  zum letzten Monat einen Vertrag über 30 Stunden. Da ich seit zwei Monaten mehr wie 40 arbeite haben sie es geändert da sie mir die Überstunden bezahlen müssen. 

Kommentar von Maximilian112 ,

Hast Du nun einen Vertrag über 30 oder 40 Stunden?

Einseitig lässt sich das nicht ändern.

Kommentar von Bambi201264 ,

Maximilian: Wahrscheinlich "musste" sie den neuen Vertrag unterschreiben.

Hatte ich auch mal: Bei McD sollten wir plötzlich zwingend schwarze Schuhe bei der Arbeit tragen. Ich fragte nur, ob sie die auch bezahlen würden oder stellen, dazu meinte der Filialleiter nur: Sie müssen, ja nicht hier arbeiten... :(

Antwort
von Hexe121967, 37

nein, der arbeitgeber zahlt nur für die stunden, die du auch geleistet hast. bei krankmeldung werden dir - glaube ich - 2 stunden angerechnet.

Kommentar von Ilyasal ,

Also  für mich nicht von Bedeutung, ausser das ich bei Urlaubstagen oder Krankeheitstagen den Durchschnitt von 40 Std im Monat kriege..Schade..

Kommentar von Familiengerd ,

bei krankmeldung werden dir - glaube ich - 2 stunden angerechnet.

Das ist schlicht Unsinn!!

Kommentar von Maximilian112 ,

Schliesse mich an!

Kommentar von Hexe121967 ,

also bei meinem letzten aushilfsjob und auch bei dem meines sohnes und meines mannes war das so. ich musste 40 stunden im monat arbeiten um die 450 euro ausgezahlt zu bekommen. konnte mir aber die zeit frei einteilen. in diesem fall wird im schnitt mit 20 arbeitstagen im monat a 2h gerechnet. meldet man sich jetzt krank, bekommt man pro krankheitstag 2h gutgeschrieben

Kommentar von Familiengerd ,

Wenn in Deinem Fall eine solche Durchschnittsberechnung vorgenommen wurde, weil es für die Krankentage keine Arbeitseinteilung nach einem Dienstplan gab, der entsprechend du auch bei Erkrankung hättest bezahlt werden müssen (Lohnausfallprinzip), dann ist da absolut in Ordnung - sofern der Durchschnitt Deines Verdienstes der letzten 13 Wochen/3 Monate vor der Erkrankung zugrunde gelegt worden ist.

Das ist aber keine Regelung, die pauschal auf alle Fälle anzuwenden ist!

Im Falle einer Erkrankung bei einer Einteilung in einen Dienstplan hat der erkrankte Arbeitnehmer das an Lohnfortzahlung zu erhalten, was er aufgrund der Dienstplaneinteilung als Entgelt erhalten hätte!

Um was für einen Job es sich dabei handelt (Vollzeit, Teilzeit, Mini, Midi, Aushilfe oder was der Bezeichnungen noch mehr sein könnten), spielt übrigens keine Rolle!

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