Ich bemühe mich derzeit um eine Lehrstelle, leider gibt es sehr wenig Lehrstellen in meiner Umgebung die meinem Berufswunsch entsprechen - nämlich gar keine. Die Anbieter, die am wenigsten weit entfernt sind, sind ca. 40 - 60 Minuten von meinem Wohnort weg. Heute habe ich eine Absage mit der Begründung: Aufgrund des langen Arbeitsweges.... erhalten.
Ist ein Arbeitsweg von bis zu einer Stunde nicht zumutbar oder nicht sogar recht normal?! Und: Was ist für den Arbeitgeber (bzw. den Lehrstellenbetrieb) negativ wenn der Auszubildende einen längeren Arbeitsweg hat - entstehen beispielsweise irgendwelche Kosten, welche der Lehrstellenbetrieb decken MUSS?
Da ich den Grund nicht so recht verstehe, frage ich mich auch, ob es vielleicht sein kann, dass der lange Arbeitsweg lediglich als Ausrede benutzt wurde und es doch an etwas anderem liegt - schliesslich ist es ja mein Problem wie weit ich bis zu meiner Arbeit brauche...
Ich könnte mir von einem Lehrlingslohn keine "Wohnung" leisten (Schweiz ist verdammt teuer) und selbst wenn ich weiterhin nebenbei arbeiten gehen könnte wirds schwer bis unmöglich, da ich sonst keine finanzielle Unterstützung bekomme... ist also leider nicht so einfach.
Mein Lehrlingslohn betrug 1988 DM300, die 1Zi-Wohnung mit Bad- und Küchenmitbenutzung (3 andere Mitbewohner) DM250. Mein Auto, die Fahrten zur Schule und evtl. Wochenendausflüge mit der Freundin kosteten auch gutes Geld. Ich ging arbeiten auf Baustellen, bediente und tat noch so einige andere Dienste. LG, Nx.
Danke für die Auszeichnung "mischtfieh", wünsche Dir alles Gute in deinem Leben. LG, Nx.