Frage von Karoti, 94

Arbeitsstelle nicht antreten?

Hallo. Ich habe ab November eine neue Arbeitsstelle Bei der ich schon den schriftlichen Vertrag unterschrieben habe. Nun ist es so, dass ich die "neue Stelle " aus persönlichen Gründen nicht antreten kann. Genügt da ein Schreiben , dass ich die Stelle doch nicht annehme??? Oder kennt sich wer damit aus?? Also es wäre ja sowieso erst mal die Probezeit. Aber ich werde dort ja überhaupt nicht arbeiten können.

Antwort
von DatSchoof, 54

Hallo lieber Fragesteller,

das kommt ein klein wenig darauf an. Schau mal in Deinen Arbeitsvertrag, den Du unterschrieben hat. Es gibt Firmen, die eine Kündigung vor Arbeitsantritt ausschließen. Ist das der Fall, wirst Du den ersten Tag arbeiten gehen müssen, wenn Du nicht eine Schadensersatzforderung am Hals haben möchtest. (müsste auch im Vertrag formuliert sein)

Ist das nicht der Fall, dann reicht es die Firma zu informieren. Ich würde immer die Schriftform bevorzugen, aber netter ist es dort anzurufen und zu fragen, wie das Verfahren ist. Danach kannst Du immer noch ein Schreiben aufsetzen.

Viele Grüße
DatSchoof

Antwort
von peterobm, 52

auch da kann man noch fristgerecht kündigen. https://www.das.de/de/rechtsportal/arbeitsrecht/arbeitssuche/kuendigung-vor-arbe...

Kommentar von DarthMario72 ,

Aber auch nur, wenn die Kündigung vor Antritt nicht vertraglich ausgeschlossen ist.

Kommentar von peterobm ,

steht im Link und Hinweis auf seinen AV

Antwort
von DarthMario72, 48

Ein Rücktrittsrecht gibt es nicht!

Als erstes musst du in deinen Vertrag schauen, ob dort nicht zufällig die Kündigung vor Antritt ausgeschlossen ist. In dem Fall musst du entweder die Stellen antreten oder versuchen dich mit dem AG auf einen Aufhebungsvertrag zu einigen.

Gibt es eine solche Regelung nicht, kündigst du den Vertrag einfach.

Antwort
von MondscheinStern, 58

Gehe an besten selber zum Chef und regel das vorm Ort, aber nehme eine Schriftliche Kündigung bereits mit:) 

Antwort
von Midgarden, 37

Du bist einen Vertrag eingegangen und den kannst Du nicht einfach ignorieren, weil Du etwas Besseres gefunden hast - schließlich hat der Betrieb Dich bereits als Mitarbeiter eingeplant.

Also solltest Du dem Betrieb schon eine Begründung liefern, die er akzeptieren kann - vergiß nicht: im Ernstfall könnte er Dich sogar wegen der Vertragsverletzung auf Schadensersatz verklagen

Kommentar von DarthMario72 ,

Als AN braucht man eine ordentliche Kündigung niemals zu begründen.

Kommentar von Midgarden ,

Bei aller Begeisterung darüber: das macht den AG aber nicht rechtlos - auch ein Arbeitsvertrag ist ein Vertrag nach BGB und schließt Regreßforderungen (z.B. Kosten der Neubesetzung) nicht aus.

Außerdem: ein solches Verhalten verbessert die Chancen am Arbeitsmarkt nicht, denn AG sind besser vernetzt als die AN ;-)

Kommentar von DarthMario72 ,

Seit wann gibt es Regressforderungen, wenn man fristgerecht kündigt? Ich bitte dich!

Kommentar von Midgarden ,

Gern - z.B. für Neuausschreibungen / Inserate etc.
Gab es schon vor Gerichten ...

Die Privilierung in dieser Phase von AN gegenüber dem AN ist eben nicht grenzenlos ;-) 

Und "fristgerecht" definiert vor Antritt anders als im Job

Kommentar von DarthMario72 ,

Gab es schon vor Gerichten

Und wo? Hast du ein Aktenzeichen?

Und "fristgerecht" definiert vor Antritt anders als im Job

Wie kommst du darauf? Bitte begründe das bzw. belege das mit entsprechenden Rechtsquellen.

Kommentar von Familiengerd ,

Bei aller Begeisterung darüber: das macht den AG aber nicht rechtlos

Das ist doch Unsinn!

Sofern die Kündigung vor Arbeitsantritt nicht ausgeschlossen wurde, ist sie erlaubt, muss nicht begründet werden und berechjtigt auch nicht zu "Regressforderungen"! Wie kommst Du da drauf??

Die Privilierung in dieser Phase von AN gegenüber dem AN ist eben nicht grenzenlos

Wo soll es denn hier eine "Privilegierung" des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber geben?? Die Möglichkeit zur Kündigung hat der Arbeitgeber in diesem Fall ebenso!

Und "fristgerecht" definiert vor Antritt anders als im Job

Auch hier noch einmal die Frage: Wie kommst Du da drauf?? Wurde eine Probezeit vereinbart, kann fristgerecht vor Arbeitsantritt mit der entsprechenden Frist gekündigt werden.

Allenfalls könnte sich aus Vertragformulierungen, die die Vermutung belegen, dass dem Arbeitgeber sehr an der Beschäftigung des Arbeitnehmers gelegen sei, ergeben, dass eine Kündigung vor Arbeitsantritt ausgeschlossen ist, auch wenn dies im Arbeitsvertrag nicht so formuliert wurde.

Gern - z.B. für Neuausschreibungen / Inserate etc.
Gab es schon vor Gerichten ...

Mit absoluter Sicherheit nicht bei einer erlaubten Kündigung vor Arbeitsantritt!

Deine Einwände sind sämtlich völlig unschlüssig!

Kommentar von DarthMario72 ,

Deine Einwände sind sämtlich völlig unschlüssig!

Da kann ich mich nur anschließen.

Antwort
von Halbammi, 44

am besten macht man einen auflösungsvertrag.

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