Frage von AppleEater, 99

Anhörung zum Bußgeldverfahren (Probezeit)?

Liebe Community,

ich wurde am 21.05 auf der Autobahn geblitzt. Es waren 100 Km/h erlaubt und ich bin abzüglich Toleranz 24 Km/h zu schnell gefahren. Vielleicht ist zu erwähnen, dass ich im Landkreis Göttingen geblitzt wurde. Wohnen tue ich aber auch in Hamburg und habe auch hier mein Führerschein gemacht. Habe heute das Schreiben (Schreiben vom 24.06) bekommen zu Anhörung im Bußgeldverfahren. Mich wundert es, dass in dem Schreiben nicht die zu erwartende Höhe des Bußgeldes erwähnt wird. Das Problem ist, dass ich mich noch in der Probezeit befinde. Ab 20 Km/h zu viel wird ja eigentlich die Probezeit verlängert um 2 Jahre und ein Aufbauseminar angeordnet. Deswegen bin ich mir nicht sicher ob ich jetzt einfach nur die Pflichtangaben ausfüllen soll oder die Tat direkt gestehen soll und hoffe, dass ich nur den Bescheid kriege welchen ich einfach bezahle. Prüfen die das nach ob ich noch in der Probezeit bin? Ist das erste mal, dass ich geblitzt worden bin.

Antwort
von TheGrow, 25

Hallo AppleEater,

im Bußgeldverfahren bei dem ein Bußgeld verhängt wird: (Zur Erklärung. Von einem Bußgeld spricht man, wenn der Betrag mindestens 60 Euro beträgt, bei Summen bis zu 55 Euro spricht man von einem Verwarnungsgeld) wird vor Erlass des Bußgeldbescheides zuerst ein Anhörungsbogen ohne Angabe der Sanktionen versendet.

In dem Anhörungsbogen wird einem, wie Du sehen kannst, die Möglichkeit geben:

  • Den Verstoß zuzugeben oder
  • den Verstoß zu bestreiten oder
  • einen anderen Fahrer angeben und zudem hast Du die Möglichkeit
  • Dich zur Sache zu äußern.

In Deinem Fall wird es keine Rolle spielen, ob Du Dich zur Sache äußerst oder nicht.

Nachdem Du den Anhörungsbogen zurück gesendet hast, wird auf Dich laut bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog folgender Bußgeldbescheid zukommen:

***************************************************************************************

Tatbestandsnummer: 103774

Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um .24. (von 21 - 25) km/h.

Zulässige Geschwindigkeit: *).100. km/h.

Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): **).124. km/h.

Ordnungswidrigkeit: § 3 Abs. 3, § 49 StVO; § 24 StVG; 11.3.4 BKat (andere Kfz) Tab.: 703011

Bußgeld: 70,00 Euro plus 28,50 Euro Verwaltungskosten

Punkte: 1

Fahrverbot: Nein

A-Verstoß

***************************************************************************************

Die Folgen des A-Verstoßes werden im Bußgeldbescheid nicht mit angeführt.

Du wirst einige Zeit nach dem Bußgeldbescheid von der Fahrerlaubnisbehörde angeschrieben und Dir wird mitgeilt:

  1. dass sich die Probezeit um 2 Jahre Verlängert und
  2. dass Du innerhalb eine Frist von 3 Monaten an einem Aufbauseminar teilnehmen musst

Schöne Grüße
TheGrow

Kommentar von AppleEater ,

Danke für die ausführliche Info. Dann weiß ich schon mal worauf ich mich einstellen muss. In Zukunft wird sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten. 

Antwort
von Antitroll1234, 47

Mich wundert es, dass in dem Schreiben nicht die zu erwartende Höhe des Bußgeldes erwähnt wird

Dies ist nur ein Anhörungsbogen und kein Bußgeldbescheid.

Dort kannst Du z.B. wenn Du gar nicht der Fahrer warst, den richtigen Fahrer benennen, oder deine Angaben zur Person berichtigen wenn diese fehlerhaft sind.

Den Bußgeldbescheid bekommst Du später, Du musst wenn alles richtig ist in dem Anhörungsbogen nichts weiter unternehmen.

Bei späteren Eingang des Bußgeldbescheids steht auch die Höhe des Bußgeldes drin.

Nach Rechtskraft des Bußgeldbescheids, also nachdem Du das Bußgeld gezahlt hast, wird die Fahrerlaubnisbehörde darüber in Kenntnis gesetzt und nach einiger Zeit bekommst Du von der Behörde entsprechende Maßnahmen bezgl. der Probezeit.

Wenn dies dein erster relevante A-Verstoß war, kommt eine Verlängerung der Probezeit von 2 Jahren auf dich zu und eine Anordnung zum Aufbauseminar.

Antwort
von roschue, 62

Das mit der Probezeit sehen die natürlich automatisch. Und ich finds ehrlich gesagt auch ok.

Antwort
von Mignon4, 58

Gerade Anfänger sollten nicht zu schnell fahren, weil sie in brenzligen Situationen keine Kontrolle über das Fahrzeug haben. Du gefährdest dich selbst und Leben und Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer. Deshalb ist es sinnvoll, wenn du eine Lektion erteilt bekommst.

Kommentar von AppleEater ,

Ich brauch hier keine Vorträge über zu schnelles Fahren. Es ist wie gesagt mein erstes mal. Das war mit einem Mietwagen auf einer 4 spurigen Autobahn bergab. Ich weiß sehr wohl, dass man nicht zu schnell fahren sollte. Statt mir zu helfen den geringstmöglichen Schaden davonzutragen... Vielen Dank! -.- 

Kommentar von Mignon4 ,

Nein, warum sollte man dir helfen? Du hast dich und andere Menschen gefährdet. 4-spurige Autobahn und bergab fahren sind keine Entschuldigungen für zu schnelles Fahren. Wenn du nicht weißt, wie man die Geschwindigkeit drosselt, mußt du zurück in die Fahrschule.

Du mußt lernen, die Konsequenzen deines Handelns zu tragen.

Kommentar von roschue ,

So ist es. Mit 18 erhält man nicht nur Rechte sondern auch Pflichten. Als Erwachsener musst du lernen Verantwortung für dein Handeln zu übernehmen. Das bleibt jetzt für den Rest deines Lebens so.

Kommentar von AppleEater ,

Also erstmal, seit wann sind wir beim du? Sie verwechseln hier 2 verschiedene Dinge. Ich trage sehr wohl die Konsequenzen für mein Handeln. Jedoch handelt es sich hier ggf. um ein Aufbauseminar und diese sind recht teuer. So viel Geld habe ich nicht und weiß auch nicht wo ich es hernehmen soll. Ist denn ein wenig Menschlichkeit zu viel verlangt?.. Bin ja kein Raser, der gerne zu schnell fährt. Sparen sie sich bitte zukünftige Kommentare, welche zu meiner Problemlösung nicht dazubeitragen. 

Kommentar von Mignon4 ,

Du hast die Situation selbst verschuldet. Wärest du nicht zu schnell gefahren, bräuchtest du kein Aufbauseminar.

Strafen sind nur Strafen, wenn sie wehtun. Deshalb ist es gut, wenn du dir das Geld zusammensparen mußt. Dann ziehst du hoffentlich deine Lehre aus dem Vorfall.

Wenn du dich im Internet bewegst, mußt du immer damit rechnen, dass du Kommentare bekommst, die du nicht lesen möchtest. Die Wahrheit kann halt peinlich und grausam sein. :-)))

Kommentar von Antitroll1234 ,

Du hast die Situation selbst verschuldet. Wärest du nicht zu schnell gefahren, bräuchtest du kein Aufbauseminar

Bestreitet der Fragesteller doch gar nicht.

Wenn du dich im Internet bewegst, mußt du immer damit rechnen, dass du Kommentare bekommst, die du nicht lesen möchtest. Die Wahrheit kann halt peinlich und grausam sein

Die Wahrheit ist, dass die hier gegebene Antwort einfach nur unnötig und am Thema absolut vorbei geschossen ist.

Weder jammert der Fragesteller über das Bußgeld noch über die probezeitrelevante Maßnahmen.

Der Fragesteller möchte lediglich wissen wie er mit dem Anhörungsbogen vorzugehen hat und warum dort kein Bußgeld aufgeführt ist.

Weder möchte der Fragesteller das Bußgeld umgehen, noch die probezeitrelevante Maßnahmen.

Vielleicht einfach nochmals die gestellte Frage lesen und mit deiner doch sehr seltsamen Antwort darauf vergleichen.

Kommentar von Antitroll1234 ,

Nein, warum sollte man dir helfen?

Sinn und Zweck dieser Plattform hier.

Du hast dich und andere Menschen gefährdet. 4-spurige Autobahn und bergab fahren sind keine Entschuldigungen für zu schnelles Fahren.

Ich erkenne in der Frage nichts was darauf hindeutet das der Fragesteller eine Entschuldigung sucht, der Fragesteller möchte lediglich wissen was nun passiert und was er mit dem Anhörungsbogen anstellen soll.

Du mußt lernen, die Konsequenzen deines Handelns zu tragen

Ich erkenne in der Frage ebenfalls keinen Ansatz das der Fragesteller nicht die Konsequenzen zu tragen bereit ist.

Der Fragesteller stellt eine ganz normale Frage was nun geschieht, wozu da irgendeine Moralkeule geschwungen wird wie von dir, wird mir nicht ganz klar.

Kommentar von AppleEater ,

Danke!

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