Bin ich Trans oder ist das nur eine Phase?

Hi, ich bin mir relativ unsicher ob ich Trans bin oder nicht, deswegen erzähle ich einfach mal von Anfang an:

Als ich in der Grundschule war, wollte ich von der 1-3 Klasse ein Junge sein. Ich habe nur Jungsklamotten getragen und mochte die anderen Mädchen nicht besonders.

Da sich die Jungs immer geprügelt haben und ich dabei war durfte ich mit gehen, wenn „alle Jungs“ aufgerufen wurden, bin aber auch einfach aus Prinzip mitgegangen, wenn ich nicht dabei war.

Wenn ich für einen Jungen gehalten wurde fande ich das allerdings eher komisch, habe mich aber darüber gefreut, wenn ich als Junge gesehen oder so behandelt wurde.

Ab der 4ten Klasse, habe ich mich so entwickelt wie alle anderen, mich auch als Mädchen gefühlt und mich auf die weibliche Pupertät gefreut.

Ich habe so gut wie immer Kleider getragen und mich dadrinnen auch wohl gefühlt. Als dann die Klassenfahrt in der 4 Klasse anstand wollte ich jedoch in ein Jungenzimmer und habe überhaupt nicht verstanden, dass ich das nicht durfte.

In der 5ten und 6ten Klassen habe ich mich weiterhin als Mädchen gefühlt, gerne Kleider getragen und nie angezweifelt, dass ich etwas anderes sein könnte.

Vor knapp einem Jahr, habe ich ein Musikvideo von einem Jungen gesehen und habe mir gewünscht, auch so zu sein.

Das hat mir jedoch solche Angst gemacht, dass ich Trans sein könnte, dass ich es sofort beiseite geschoben und nicht mehr darüber nachgedacht habe.

Seit ca 3/4 Jahr habe ich plötzlich angefangen much in Kleidern eher unwohl zu fühlen.

Vor etwas mehr als einem Monat, habe ich angefangen mir zu wünschen Trans zu sein (sprich ein Junge zu sein), da ich dann die Hormon Therapie und generell als Junge leben könnte.

Irgendwann bin ich darauf gekommen das es sein könnte, dass ich es bin. Ich habe mir die Haare kurz geschnitten und Jungenklamotten gekauft um auch wirklich als Junge durchzugehen und fühle mich damit auch viel wohler.

Wenn ich als Junge angesprochen werde, freue ich much immer darüber und mache mir in der Öffentlichkeit immer Gedanken, ob man auch ja nicht sieht, dass ich biologisch ein Mädchen bin.

Ich stelle mich mir selber immer als Jungen vor und fühle mich in Mädchen oder Figurbetonten Sachen immer unwohl.

Wenn ich männliche YouTuber sehe, denke ich mir oft, dass ich gerne auch so wäre und auch gerne Oberkörperfrei schwimmen gehen möchte etc.

Ich denke, dass ich später lieber als Junge leben möchte, jedoch ist ist ein weiter Punkt der mich verunsichert, dass viele Transmenschen sagen, dass sie sich gefangen in ihrem Körper fühlen.

Das habe ich nicht. Ich habe auch keine Dysphorie und mir geht es auch nicht schlecht. Ich habe nur das Gefühl, dass ich mich als Junge wohler fühlen würde und glücklicher wäre.

Kann es trotz der viele Punkte, die dagegen sprechen, sein dass ich Transident bin?

LG

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Medizin oder Jura mit 26?

Hallo zusammen,

ich habe die Möglichkeit entweder Jura oder Medizin dieses Semester anzufangen. Ich bin 26 und habe davor noch keine Ausbildung oder Studium aus gesundheitlichen Gründen gemacht, deswegen ist das für mich mein Erststudium. Ich bin total aufgeregt, nach jahrelangem Kampf mit meiner Gesundheit endlich ein Studium machen zu können. Mich interessieren beide Fächer sehr. Medizin, da es ein sehr strukturiertes Studium mit inhaltlich interessanten Themen ist und der Job sehr realitätsnah ist. Jura, da man durch sein Fachwissen anderen ebenfalls helfen kann und man sehr viel Allgemeinwissen erlangt. Auch schreibe ich unheimlich gerne und war schon immer gut im Argumentieren. Deutsch und Bio waren meine besten Fächer in der Schule.

Jetzt ist für mich die Frage, in welchem der beiden Studiengängen spielt das Alter weniger eine Rolle? Da ich ein sehr sicherheitsbedachter Mensch bin, ist es für mich schon wichtig, später dann auch gute Chancen auf einen Job zu haben. Dabei spielt mir das Gehalt weniger eine Rolle, sondern eher die Passion, die ich für den Job aufbringe. Passion bringt leider nur wenig, wenn man in dem Bereich keine Chancen aufgrund des Alters bekommt. Bei Jura habe ich die Befürchtung, dass es in meinem Alter zu riskant ist. Da man ja ohne Staatsexamen nichts in der Tasche hat. Nach dem Physikum in Medizin ist es ja recht entspannt und sicher, dass man das Studium schafft. Zudem sind im Jahr 2021 gerade mal um die 9 Prozent durch das Physikum gefallen, beim ersten Staatsexamen in Jura sieht es schon anders aus, da waren es in meinem Bundesland um die 34 Prozent.

Für mich ist es sicher, dass es einer der Studiengänge wird. Was denkt ihr, Medizin oder eher Jura im "fortgeschrittenem Alter"?

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Vergessen, wie es ist, mutig zu sein?

Hallo ihr Lieben :) ,

ich bedanke mich bei jedem, der sich die Mühe macht, das durchzulesen. Vllt könnt ihr mir ja sagen, ob ihr diese Situation kennt oder mir einen Ratschlag geben könnt: ich glaube, ich habe vergessen, wie man mutig ist! In den letzten Jahren habe ich mit einigem zu hadern gehabt, viel ist passiert - davon leider auch viel Schlechtes. Auch damals ging es mir sehr schlecht, ich habe viel getrauert, aber trotzdem habe ich es geschafft, mich meinen Ängsten zu stellen, einfach weiterzumachen - egal, was man gerade fühlt. Nach dem Motto: Der einzige Weg da raus, ist dadurch! Und es war OK. Aber jetzt wenn ich kämpfen will, merke ich, wie unfassbar kraftlos ich bin. Mein Körper fühlt sich an, als würde die Erdgraviation plötzlich ein ganz anderes Ausmaß erreichen. Ich heule jeden Tag - meistens einmal wenn ich erwache und dann bevor ich schlafen gehe. Manchmal auch über den Tag hinweg noch ein drittes Mal. Und ich habe Angst, mich meinen Ängsten zu stellen, habe sogar Angst "irgendwas" falsch zu machen. Etwas in mir möchte keine Menschen mehr sehen, mit niemandem mehr reden, einfach nur noch da liegen und darauf warten, dass es irgendwann wieder besser wird. Aber das wird es nicht. Wie konnte ich je so mutig sein? Jetzt habe ich z.T. nicht mal mehr den Mut, vor die Tür zu gehen und mit einem Nachbarn ein ziemlich sinnloses Gespräch zu führen.

Was kann ich tun, um mich wieder stärker zu fühlen?

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