Kalter Entzug bei Akne Medikament?

Gude,

vorab : Ich weiß, dass man bei Medikamenten kein kalten Entzug machen sollte, habe es trotzdem gemacht. Ich nehme ein Akne Medikament ein, welches sich negativ auf meine Psyche wirkt. Sobald ich es nicht nehme, bekomme ich Angstattacken, Schlafstörungen und eine innere Unruhe. Ich nehme wie vorgeschrieben 3 Täglich. Achso, ich bewerte meine Panikattacken von 1-10 (1 leicht 10 Todesangst). In der Zeit seit Montag, nehme ich 1 mal Täglich 80mg Lavendelöl.

Also:

Sonntag, der 05.05.2019 nahm ich die Letzte Tablette meines Medis ein. Ich hatte vergessen das Medi zu kaufen und es war schon abends.

Montag, der 06.05.2019: Ich hatte nun seit ca. 9 Stunden das Medi nicht eingenommen und langsam bemerkte ich "Entzugserscheinungen". In der Schule verlor ich dann komplett die Kontrolle, ich hatte im Unterricht eine Panikattacke (6/10) , fühle mich surreal und mir ging es total beschissen. Ich ging an die frische Luft, danach ging es halbwegs. Meine Beine zitterten jedenfalls die ganze Zeit. Meine Mutter kaufe mir abends das Medi, ich habe mir aber gesagt, dass mich das Medi krank macht und das ich es nie wieder einnehmen werde.

Dienstag, der 07.05.2019: Morgens in der Bahn Panikattacke (4/10), als ich auf mein Handy schaute und meine Hand sah, überkam mich die Angst. Nachmittags auf einer Konzert Probe erneute Attacke (2/10 ging ca 2min). Den rest des Tages keine empfinden.

Mittwoch, der 08.05.2019: Keine Panikattacke, leichtes surreales Gefühl in der Schule, sonst nichts weiter. Ich weiß zwar, dass etwas mit mir noch nicht ganz stimmt, jedoch fühlte ich mich schon deutlich besser, als die Tage zuvor.

Erstmal, danke fürs lesen. Hatte einer von euch sowas ähnliches schonmal? Wie seit ihr damit umgegangen? Wie lange wird es ca. daueren, bis die Symptome verschwinden? Noch irgendwelche Tips, für die innere Unruhe?

Psychologie, psychose, Entzug, Gesundheit und Medizin
2 Antworten
Warum muss ich (m/42) seit fast 3 Wochen immer zittern ... etwa Entzugserscheinungen?

Hallo zusammen. Seit etwa 3 Wochen zitter ich ständig gefühlt am ganzen Körper. Sichtbar aber hauptsächlich an Armen und vor allem an Händen und Finger.

Ich kann kaum etwas schreiben. Beim unterschreiben beim bezahlen im Laden kritzel ich irgenswass schnell und unleserlich auf dem Bon, damit man nicht so merkt, das ich so arg zitter.

Besonders wenn ich mit dem Arm/Hand etwas anfocussieren will (Bsp. Die Gabel zum Mund führen, ein glas angemessen langsam und leise auf einen Glastisch abstellen, den Stift führen oder die Buchstaben auf der handytastatur treffen) kämpf ich regelrecht mit der Feinmotorik.

Zudem schwitze ich auch sehr schnell, sehr stark. Bei kleinster Anstrengung (Bsp. Hose wechseln in der Umkleide, oder Schuhe aus-und anziehen)

Jetzt habe ich seit einigen Wochen relativ wenig (vereinzelt auch mehrere Tage) keinen Alkohol mehr getrunken. Seit paar Tagen wieder deutlich mehr.

Zudem hatte ich bis ca. 4 Tagen, für etwa 5-6 Tagen meine Psychopharmaka nicht eingenommen (wegen Kinderwunsch), sowie mein Blutdrucksenker, weil er ausgegangen ist.

Zwar schon vorher, aber besonders in dieser Zeit wurde die unsichere Motorik und das Zittern nochmal extremer, denke ich zumindest.

Vor einiger Zeit hatte ich auch mal für etwa 3 Monate überall son dauerndes Kribbeln in den Gliedmaßen und auch sonst manchnal auch an anderen Stellen. Das ist aber wieder mittlerweile so gut wie verschwunden. Der Neurologe konnte auch nichts feststellen.

Kann da eines davon die Ursache für mein zunehmendes Zittern sein? Oder ist das alles nur Psychosomatisch?

Ich habe seit langem u.a.die Diagnosen:

{F13.1G} Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika : Schädlicher Gebrauch

Und seit meiner Kindheit die Diagnose:

{F10.1G} schädlichem Gebrauch von Alkohol/Alkoholmissbrauch

Ich war aber nie von etwas richtig abhängig, ich meine, ich konnte zwischendrin mit beidem wieder für ne gewisse zeit aufhören einige Wochen und einmal auch für ca. 3-4 Monate.

Jetzt soll ich bald in eine Reha (Suchtklinik). Ich warte noch auf den genauen Einweisungstermin) obwohl ich das nich nachvollziehen kann, weil ich kann ja aufhören, auch wenn ich irgendwann wieder anfange.

Ein wirklich abhängiger könnte nicht so grad unterbrechen von dem, vonach er süchtig ist.

Und reine Benodiazepine nehm ich nur noch selten, weil ich kaum noch welche verschrieben bekomme und sparsam damit haushalten muß.

Ubrigens: ich bin m/42, 186 cm groß und 108 KG schwehr (wegen den Tabletten).

Tut mir leid, der viele Text. Aber bite sagt mir, das das Zittern keine Entzugserscheinungen sind. Aber was könnte es denn noch sein? DANKE für Eure Antworten !!!

trinken, Medikamente, Alkohol, Tabletten, Sucht, Alkoholsucht, Entzug, Klinik, entzugserscheinungen
3 Antworten
Wie lange dauert es bis der Körper eine Abhängigkeit von Tramadol "vergessen" hat?

Über Erfahrungswerte und Ratschläge zu folgender Situation wäre ich sehr dankbar:

Vorgeschichte: Ich habe etwa 3 Monate lang täglich Tramadol oral eingenommen in Form von retardierten und nicht retardierten Tabletten / Kapseln, die tägliche Dosis belief sich auf 300-450mg.

Aktuelle Situation: Ich spüre die Entzugserscheinungen der körperlichen Abhängigkeit. Seit 6 Tagen habe ich kein Tramadol mehr genommen, langsam lassen die Probleme (hauptsächlich starke, erkältungsähnliche Symptome und Magen-Darm-Beschwerden) nach. Diesen Entzug mache ich freiwillig und alleine - ca. 3m von mir entfernt im Schrank liegen über 100 Retardtabletten a 150mg sowie einige 50mg Kapsel...

Die Frage: Wie lange wird es wohl dauern bis einerseits die Symptome völlig verschwunden sind und andererseits sie nicht direkt wieder auftreten, wenn dem Körper erneut über einen kürzeren Zeit von 2 Tagen Tramadol zugeführt wird?

Konsumgründe und Zukunftsplanung: Wie man der Frage schon entnehme kann, plane ich aktuell nicht für immer "clean" zu bleiben. Das klingt schlimm und mir wird sicherlich gegenteiliges empfohlen, jedoch habe ich dafür einen "guten" Grund...

Auch wenn Sedierung und andere Auswirkungen von Tramadol durchaus angenehm sind, so habe ich sie nicht aus diesem Grund genommen. Ebenfalls nicht zur Schmerztherapie, sondern von Beginn an als Droge, um die psychischen Auswirkungen auf mich auszunutzen. Ich beurteile mich selbst als depressiv und extrem sozialphobisch, ich fühle mich in Gegenwart anderer Menschen grundsätzlich unwohl, habe in diesen Situationen extrem hohen Blutdruck, Schweißausbrüche usw.

Diese Symptome werden von Tramadol unterdrückt, ich bleibe auch in diesen Situationen ruhig und entspannt, mache mir weniger Sorgen und kann insgesamt sehr viel freier mit anderen Menschen umgehen - ja, ich kann es dann sogar genießen mal nicht alleine zu sein.

Nun ist der dauerhafte Konsum von Tramadol nun auch nicht unbedingt die beste Lösung, alleine schon wegen Abhängigkeit und Entzugserscheinungen. Was ich sicherlich langfristig dagegen unternehmen sollte (und möchte) ist eine Psychotherapie (vermutlich mit Unterstützung der "richtigen" Medikamente). Nur... funktioniert das nicht. Sowohl Gesprächstherapie als auch Selbsthilfegruppe habe ich versucht und nach dem ersten Termin aufgegeben. Ich halte es nicht aus mit anderen Menschen "so" zu sprechen - nicht nüchtern.

Ich würde gerne so weit vom Tramadol wegkommen, um es zukünftig kurzfristig nutzen zu können, um die "richtigen" Schritte einzuleiten... aber bitte ohne dauerhafte Entzugserscheinungen wie die letzten Tage - daher die Frage.

Natürlich nehme ich gerne andere Ratschläge entgegen, aber Kommentare wie "sprich mit jemandem" sind nicht hilfreich, denn genau das ist das Problem ;)

Medikamente, Sucht, Tramadol
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