Warum sind so viele Menschen so unreflektiert?

Ich habe sehr selten Menschen getroffen, bei denen ich auch im Alltag sagen würde, dass sie reflektiert sind. Das trifft auch auf studierte Menschen zu, die ja eigentlich zumindest beim wissenschaftlichen Arbeiten einen gewissen Grad an Reflexion an den Tag legen müssen.

Um Besipiele zu nennen: unser Französisch-Lehrer hat in der elften Klasse behauptet, in unserer Klasse würden alle in einer intaken Familie leben. Wie kommt er zu so einer Behauptung? Hat er es bei jeder einzelnen Familie überprüft?

In meinem letzten Schuljahr ist meine Chemie-Lehrerin auf mich zugekommen, weil es, sage ich einmal, unbestreitbar war, dass ich familiäre Probleme habe, weil ich deshalb in einer psychiatrischen Klinik war. Sie hat mir dabei angeboten, dass ich jederzeit zu ihr kommen und um ein Gespräch bitten könnte, was sehr löblich und nett ist. Nur frage ich mich warum sie davon ausgeht, dass bevor sie von meinen familiären Problemen erfahren hat, alles in Ordnung war,was sie auch selbst so gesagt hat. Familiäre Probleme können doch auch ohne ihr Wissen vorhanden sein. Kann ja auch sein, dass andere Kollegen davon wissen und, weil es um etwas Vertrauliches geht, nicht gleich jeden Kollegen damit behelligen. Dann geht sie ja davon aus, dass sobald solche Probleme auftauchen, das auch sofort bekannt wird und sie unmittelbar Kenntnis davon erhält.

Ich finde so etwas wie ich schon erwähnt habe, extrem unreflektiert, fast schon dumm, und in den beiden oben beschriebenen Fällen auch fast schon anmaßend bis unverschämt sich ein Urteil über die familiären Verhältnisse der Schüler zu erlauben.

Es gibt noch viele weitere Beispiele, die aber auch teilweise schwer zu beschreiben sind, weil es dabei auch viel um Blicke, Gestik und Körpersprache ging, mit der die anderen kommuniziert haben.

Warum bemühen sich anscheinend so wenige Menschen um Reflexion? Das ist doch eigentlich etwas Erstrebenswertes oder liege ich da falsch? Mir wurde auch schon oft gesagt, dass ich reflektiert bin. Nur um zu rechtfertigen, dass ich mich über meine so "unreflektierten" Mitmenschen so aufrege.

Studium, Verhalten, Ausbildung, Erkenntnis, denken, Kommunikation, Psychologie, Philosophie
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Ausbildung abbrechen oder nicht? Was sind andere Optionen?

Guten Abend,

ich habe ein großes Problem. Ich bin nach 4 Monaten total unzufrieden in meiner Ausbildung als Sozialassistent und weiß nun nicht ob ich abbrechen soll oder nicht.. Angefangen hat alles gut und schön. Jeder war mit meiner Leistung zufrieden, doch seit 1-2 Monaten hat sich das Blatt gegen mich gewendet.

Um kurz zu beschreiben weshalb es zu solchen Gedanken kommt, ich habe am Ende des Jahres bestimmte "Aufgaben" im Betrieb zu erfüllen, ansonsten komm ich nicht ins 2. Lehrjahr. Kurz gefasst war meine Anleiterin nie da, hatte nie Zeit und hat die Anleitung am Ende an eine weitere Mitarbeiterin abgegeben, die ebenfalls sogut wie nie anwesend ist. Dementsprechend komme ich nicht dazu diese geplanten Angebote (mir muss jemand über die Schulter gucken und mir Reflexion geben+eine Unterschrift was gemacht wurde) durchzuführen. Zudem kommt noch, dass ich in 4 Monaten Ausbildung erst ein einziges Gespräch, im Sinne von Reflexion meiner Fähigkeiten, mit meiner Chefin hatte. Ich habe zwar selbst öfter gefehlt, jedoch war ich immer zu abgesprochenen Terminen anwesend.

Letztens hatte ich nun mein erstes Ausbildungsgespräch, bei dem die stellvertretende Anleiterin mit mir zusammen in meiner Schule war um dort meiner Lehrerin zu reflektieren, was bereits gemacht habe usw.

Obwohl andere Kolleginnen meine Lehrerin in Kenntnis setzten, dass ich für diese ganzen Umstände nichts kann, warf sie mir an den Kopf ich würde dann wohl nur herumsitzen und nichts tun. Der Knaller war dann, dass die Stellvertretung dem ganzen Mist auch noch zustimmte, obwohl sie dank ihrer "Anwesenheit" nichts davon beurteilen konnte, ob ich nun was mache oder nicht.

Es ist noch vieles, sehr viel mehr vorgefallen, aber das tut nicht zur Sache. Mein Problem ist nun, dass ich nicht nur im Betrieb der Buhmann bin, sondern auch in der Berufsschule und ich keinen wirklichen Weg sehe dieses Jahr noch erfolgreich zu beenden.

Lohnt es sich die Ausbildung abzubrechen und bis ich eine neue Ausbildung gefunden habe, die besser zu mir passt Praktika zu machen oder gar jobben zu gehen? Oder sollte ich den Mist lieber weiter machen? Wenn ich es weitermache, an wen soll ich mich wenden wenn ich Hilfe brauche? Ich bin einfach total unsicher und weiß nicht mehr weiter.. danke für jede hilfreiche Antwort im voraus.

Ausbildung, Abbruch, Sozialassistent
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