Schütteres Haar und Scheitelkahlheit bei Frauen - soll sie ein Haarteil tragen oder nicht?

Hallo zusammen,

eine längere Geschichte, wozu ich Rat und Einschätzung der Community brauche. Meine Schwester leidet an androgenetischem Haarausfall (erblich bedingt) und hat sichtbar dünnes, schütteres Haar.

Darunter leidet ihr Selbstbewußtsein sehr, da auch ein gut passend ausgewählter Schnitt und typgerechte Haarfarbe es nicht verbergen kann. Besuche beim Hautarzt brachten nichts, da sie lebenslang ein hormonhaltiges Haarwasser auftragen müsste, was im Monat ca. 80 Euro kostet, und dieses nur das Fortschreiten verhindert, nicht aber das Nachwachsen hervorruft.

Sie ist zur Zeit auch nach langjähriger Partnerschaft in Trennung, und dazu arbeitssuchend. Sie ist Bäckereifachverkäuferin und hat direkt Angst vor Vorstellungsgesprächen, da sie von der Optik her sich schämt, täglich vielen Menschen ausgesetzt zu sein.

Ihre Friseurin hat ihr nun ein Haarteil empfohlen, das von Haarfarbe und Schnitt genau ihrer Frisur entspricht. Ich war dabei, als es angepaßt wurde, und man sieht wirklich nichts! Es wird oben auf die schüttere Stelle angeklipst und vermischt sich mit den vorhandenen Haaren.

Beim Probetragen war meine Schwester ein anderer Mensch! Sie strahlt und lächelt und schaut den ganzen Tag in den Spiegel. Sonst ist sie immer mit gesenktem Kopf an allen Spiegeln vorbeigeschlichen

Nun das Problem bzw. die Frage: Ein Haarteil tragen ist eine Grundsatzentscheidung, weil man muß es ab dann immer tragen (es würde zu sehr auffallen, ohne in die Arbeit zu gehen beispielsweise). Ich denke, wenn einem Zähne fehlen, trägt manja auch Zahnersatz - also ich sehe es als kosmetische Ergänzung

Soll sie es ab sofort mit dem Haarteil versuchen, oder soll sie zu ihrer Krankheit stehen? Es ist ja auch nicht gerade billig. Was meint ihr?

Haare, Kosmetik, Frisur, Selbstbewusstsein, Haarausfall
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