Meine Hündin musste erlöst werden?

An euch liebe User, die mich seit Jahren begleiten.

Meine Maus konnte es nicht mehr schaffen.

Seit einiger Zeit war etwas nicht stimmig, was dem Alter nicht zuzuordnen war. Großer "TÜV" deshalb im April. Rätselraten um schlechte Blutwerte und weitere Forschung brachten wenig. Nachkontrolle und Verhalten stimmten positiv.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag totale Verhaltensänderung. Krampfartiges Kopfschütteln, stocksteif stehen und heftiger Speichelfluss. Gassi, fressen oder trinken nicht möglich. Tierklinik. Stationäre Aufnahme am Sonntag.

Am nächsten Morgen Anruf der TK, stabilisiert, kann sie am Nachmittag abholen. Freudig begab ich mich auf die einstündige Fahrt.

Zwischenzeitlich hatte sich ihr Zustand wieder verschlechtert. Weitere Anfälle mit Kopfschütteln uns ein sehr schlimmer mit ganzem Körper. Nicht transportfähig, sollte sie so nicht mit nachhause nehmen. Zu 99 % Hirntumor, Zweifel ob Medikamente vorübergehend helfen, keine gute Prognose. Euthanasie wurde mir ans Herz gelegt.

Vernunft hat entschieden.

Wollte ihr helfen und habe ihr dadurch viel zugemutet. In ihren letzten Stunden TK in einer Box, so etwas wollte ich nie. Sie war doch trotzdem noch so klar.

Für so einen Verlust gibt es keine Worte. Trauer und Leere. Mein Leben war darauf eingerichtet. Fast 40 Jahre ununterbrochen Hunde und nun plötzlich keiner mehr da, ist für mich völlig neu.

Werde das wahrscheinlich nicht lange aushalten. Bin noch zu kopflos um auf Suche zu gehen.

Nach 6 Doggen fällt mir die Orientierung schwer. Die sind einfach unvergleichlich., aber so sehr anfällig.

Noch steht und liegt alles von meiner Maus herum. Habe noch nicht die Kraft zum Aufräumen. Stiche ins Herz, ihr Futterständer, Hundesofa, der leere Platz neben meinem Bett, ihre Leine usw. Kenne das doch alles zu gut und trotzdem tut es so sehr weh.

Hund, Krankheit, Gesundheit und Medizin
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