Hochzeit - sind unsere Vorstellungen egoistisch?

Hallo liebe Community

Mein Verlobter und ich wollen nächstes Jahr im Frühsommer (Mai/Juni 2020) heiraten. Da wir beide aus unserer Kirche (Katholisch) ausgetreten sind, planen wir eine freie Trauung. Sie soll in einem grossen Gartenpark mit kleinem Teich, vielen Bäumen und Blumen stattfinden. Bei schönem Wetter natürlich draussen, ähnlich wie bei dem angehängten Bild. Falls es regnet gibt es auf dem Gelände einen Saal, in dem das ganze stattfinden könnte. Auf der Gästeliste stehen 80 Personen.

Wir stellen uns den Ablauf so vor:

Bei der Trauung soll eine Hochzeitssängerin einige Lieder singen, wir wollen uns gegenseitig ein Ehegelübte vorsagen und eine Hochzeitskerze anzünden. Die Ringe sollen an einer Schnur durch die Gäste gereicht werden, wobei jeder Gast einen guten Wunsch für das Brautpaar auf den Weg geben kann.

Nach der Trauung wollen wir einen Apéro mit Sektempfang im Gartenpark anbieten. Wir stellen uns ein Buffet mit Brötchen, Früchtespiessen und Apérogebäck vor. Dazu soll es Orangensaft, Wasser, Sekt und Softgetränke (Cola/Eistee/Fanta) geben. Die Gäste haben die Möglichkeit, mit dem Brautpaar anzustossen und zu plaudern. Dann wird der Brautvater eine kurze Rede halten. Anschliessend wird die ganze Gesellschaft farbige Luftballons aufsteigen lassen. Eine Liveband spielt im Hintergrund und trägt so zur Unterhaltung der Gäste bei. Nach den Programmpunkten kündigen die Trauzeugen die Hochzeitstorte an. Diese wird dann vom Brautpaar angeschnitten. Es gibt ein Dessertbuffet mit kleinen Köstlichkeiten und Kaffee wird angeboten. Auf dem Gelände gibt es Stehtische sowie einige Gartenlaunches, wo sich die Gäste hinsetzen können.

Die Trauung soll ungefähr 50 Minuten gehen, der anschliessende Apero 2h. Somit sollte das ganze nach 3h zuende sein. Eine Limusine fährt vor und holt das Brautpaar ab, welches sich auf den direkten Weg in die Flitterwochen macht. Die Gäste gehen nach Hause.

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Wie findet ihr diesen Ablauf einer Hochzeit?
Es wird immer erwartet, dass nach einer Trauung ein grosses Fest mit spektakulärem Abendessen, grosser Unterhaltung, DJ und langer Party mit viel Tanzen stattfindet. Was ist, wenn wir (das Brautpaar) aber überhaupt nicht die Typen für Partys sind? Wir tanzen nicht gerne, und feiern ist gar nicht unser Ding. Man sagt, einmal im Leben gehört es dazu, es soll doch so sein. Die Sau raus lassen usw. Aber wir möchten das gar nicht. Wir würden es wenn dann nur für unsere Gäste tun. Um ihre Erwartungen zu erfüllen. Ist das nicht falsch? Ist eine Hochzeit wie oben beschrieben nicht auch schön?

Wir wollen das viele Geld (was ein Abendessen inkl. Programm ect kosten würde) lieber für tolle, aufregende Flitterwochen nutzen und ein Teil für die Familienplanung sparen... Trotzdem wollen wir mit unseren Familien und Freunden anstossen und eine schöne Erinnerung an den Tag haben. Was meint ihr dazu? Ist das egoistisch?

Hochzeit - sind unsere Vorstellungen egoistisch?
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