Erzieherin sein geht nicht mehr

Hallo an alle,

wegen Burnout (bin Erzieherin) bekam ich ein Attest das meine Tätigkeit einschränkt (kein Schichtdienst, kein Wochenenddienst, keine Tätigkeit mit Kindern unter Grundschulalter). Neben Burnout wurde u.a. Depressionen, Tinnitus sowie eine traumabedingte Persönlichkeitsakzentuierung diagnostiziert. Derzeit erhalte ich ALG I. Geeigneten Stellen zu finden ist schwierig, Angebote des Arbeitsamtes passen nicht. Zudem haben sich die gesundheitlichen Probleme verstärkt, speziell der Tinnitus. Bei einer ärztlichen Untersuchung wurde nun zusätzlich eine beidseitige Schwerhörigkeit festgestellt die eine beidseitige Hörhilfe dringend erfordert. Demnächst habe ich beim medizinischen Dienst des Arbeitsamtes einen Termin um feststellen zu lassen ob ich noch für den Beruf der Erzieherin geeignet bin. Ich habe ziemliche Angst vor dem Termin weil ich nicht weiss was auf mich zukommt.Zeitgleich habe ich mich bei der Berufsgenossenschaft bezüglich einer Umschulung erkundigt, dort wurde ich an meinen Rentenversicherungsträger verwiesen. Von diesem erhalte ich nun in den nächsten Tagen einen Antrag auf Umschulung zugeschickt, den ich natürlich ausfüllen will.Mir liegt viel daran nicht in die Erwerbslosigkeit zu fallen bzw. darin zu verbleiben. Für eine Rente wegen Berufsunfähigkeit fühle ich mich zu jung (bin 49). Kann mir jemand Mut machen? Was kommt auf mich zu? Danke für Tipps.

 

 

Erzieherin, Umschulung
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Welchen Behinderungsgrad erreiche ich ungefähr?

Hallo, bin 29, weiblich und wüsste gerne, wie meine Aussichten sind, einen Behinderungsgrad zu erreichen und wo der ungefähr liegen könnte. Diese GdB-Taballen sind ja sehr undurchsichtig... Folgende Einschränkungen habe ich: 1. Leichte Wirbelsäulenverkrümmung mit Beckenschiefstand (führt ab und an zu Rücken- und Kopfschmerzen)- orthopädisch festegstellt, teilweise ausgleichende Einlagen bekommen, die aber nix halfen, jetzt leb ich damit 2. Kniescheibenfehlstellung mit Arthrosefolgen in beiden Knien (vollständige Knorpelabnutzung, leichte Probleme durch Schmerzen, ab und an Entzündungen des Gelenks, othopädisch festgestellt, Krankengymnastik ohne Besserung, bisher aber noch keine OP empfohlen, noch zu jung) und leichter Sehnenverkürzung (Schonhaltung) 3. leichte bis mittlere Schwerhörigkeit (höre in etwa so gut wie ne 70-Jährige ohne Hörhilfe, Hörgeräte auf beiden Ohren) 4. Tinnitus, leichte Verlaufsform ohne Alltagseinschränkungen (mittlerweile) 5. starke Kurzsichtigkeit (über -8 Dioptrien) mit Hornhaut- und Linsenverkrümmung, leichtes Schielen ohne Doppelbilder, aber ohne Stereoskopie (räumliches Sehen), erreiche aber gute Werte mit Brille 6. seborrhoisches Ekzem in leichter Ausprägung auch im Gesicht an Nase und Brauen 7. Allergische Sinusitis mit leichtem Asthma saisonal

Wüsste jetzt gerne inwieweit das ausreicht für irgendeinen Ausweis oder ob das irrelevant ist?

Ausweis, Behinderung, Gdb.
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Erfahrungen mit Hörgeräten bei Sport und Outdooraktivitäten?

Ich höre nicht gut, mein Arzt hat jetzt eine nicht nur leichte Schwerhörigkeit festgestellt und zum Kauf von Hörgeräten geraten. Daher habe ich mich schon intensiver informiert, bei Hörgeräteträgern, beim lokalen Akustiker und im Web.

Ich stelle erst mal fest, das Hören ein Riesengeschäft sein muss, mit Fernsehwerbung und gigantischen Margen .. Für mich als Elektroingenieur sehe ich da nichts als ein paar Stunden qualifizierten Servive und Beratung und eine Hardware, die nicht komplizierter ist als ein Bluetooth Kopfhörer für 100 Euro. (oder weniger) Aber offenbar ist der Handel mit gebrauchten Geräten oder die Verwendung von Alternativen hier bei uns verboten, weil medizinisches Hilfsmittel. Lesebrillen ohne individuelle Anpassung darf ich aber beim Discounter im Regal kaufen .. Offenbar hat das die Herstellerlobby gute Arbeit geleistet. Und wohl auch schön die Schwell runtergesetzt, ab der man eine Hörhilfe braucht, früher war es klar, dass man im Alter die Hohen Töne schlechter hört, heute verspricht die Werbung intelligente Geräte, die offenbar besseres Hören als der Normalhörer versprechen (Störgeräusche ausfiltern)

Dazu kommt, dass viele Leute die ich kenne oder gekannt habe, die Geräte nicht oder kaum nutzen, jedenfalls nicht wie empfohlen immer tragen und wieder "hören lernen" .. sondern nur bei Anlässen bei denen man mit vielen Stimmen und Nebengeräuschen Schwierigkeiten hat. Ich kenne die Argumente Gehirn wieder ans Hören gewöhnen etc. aber ich würde ich wohl auch so machen .. ich komme eigentlich gut zu recht ohne, Telefonieren, Fernsehen mit Normallautstärke, 1:1 Unterhaltungen .. alles kein Problem, ich merke das eigentlich nur bei Störgeräuschen: Unterhaltungen im schnell fahrenden Auto, Kneipe/Restaurant/Hotellobby. Kommt aber nicht jeden Tag vor .. und genau dabei würde ich ein Gerät tragen wollen.

Dazu kommt, dass ich (M 58) meine Zeit nicht im Fernsehsessel verbringe, sondern mit Motorradfahren, Tauchen, Sportstudio Besuchen, Sauna, Fahrradfahren Das hat mir auch der Akustiker bestätigt: Schweiss und Wasser "geht gar nicht" und damit käme auch bei den Situationen, wo ich gerne besser hören würde wie Sportstudio mit Laufbändern im Hintergrund, sowieso kein Gerät in Frage. Evtl kommen demnächst ähnlich wie bei den Smartphones Geräte auf den Markt, die statt Batterien Akkus haben und wasserdicht versiegelt sind. Aber dann liege ich wahrscheinlich gleich im obersten Preissegment.

Was empfehlen Betroffene oder Experten unter den Lesern ?

Ich denke, dass ich mir früher oder später ein Gerät zulegen werde, bin aber als Selbstzahler nicht auf den deutschen Markt angewiesen, und als Informatiker / Elektrotechniker durchaus in der Lage, ein elektronisches Gerät selber zu konfigurieren. Gibt es Alternativen zur Investition von 4000 Euro die dann in der Schublade liegen ?

Hörgerät, Schwerhörigkeit
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Schwerbehindert - finde keinen Job!

Hallo, ich (22, w) bin seit nunmehr fast einem Jahr auf der Suche nach einem Job - ich habe im Febr. 2012 meine gute Ausbildung zur Bürokauffrau abgeschlossen und bin seither in einem Jobcenter/Weiterbildungskursus, welcher in Kürze endet.

Von Geburt an bin ich schwerbehindert (100 %), also ich bin schwerhörig und habe darausfolgend eine Sprechstörung (teilweise recht schwer verständliche Aussprache)

Ich habe seit Beendigung der Ausbildung fast 200 Bewerbungen geschrieben (Schriftlich, telef., persönliche Vorstellung), hatte um die 10 Vorstellungsgespräche, aber keinen Erfolg (die Gespräche waren zum Großteil von Zeitarbeitsfirmen aus, die nicht weiterhelfen konnten/wollten - und teilweise Stellen im Öffentlichen Dienst). Die Schwerbehinderung gebe ich inzwischen nicht einmal mehr in der Bewerbung an (nur bei Schwerbehinderte bei gleicher Eignung bevorzugt... - Gesuche), aber spätestens beim persönlichen Gespräch scheitert es daran und der Job wird lieber anderweitig vergeben. Dazu muss ich sagen, dass die Behinderung eigentlich so ausgeprägt ist - ich höre mit Hörhilfe 95 % und habe halt eben diese leichte Sprachstörung - wenn man sich kurz an die Sprechweise gewöhnt hat, ist aber schon alles verständlich und so... Die Gespräche liefen bisher auch alle sehr sympathisch ab, also ich denke nicht, das ich ein unausstehlicher Mensch bin o.ä. ;)

Mir ist klar, dass es gerade in der Büro/Verwaltungsbranche stellentechnisch recht eng aussieht, und ich bewerbe mich auch auf andere Stellen im Nicht-bürotechnischen Bereich, aber Nichts. Nichtmal ein Nebenjob- Ich denke halt, dass gerade ein Verwaltungs/Büro-Job wie Datentypistin, Buchhalterin, etc. das Richtige für mich wäre, gerade im Bezug auf die Behinderung, wärend ich zB im sozialen Bereich (oder überhaupt Arbeit mit vielen Menschen/Kunden) damit Probleme hätte, zwecks Sprechstörung etc..

Bei sozialen Einrichtungen habe ich mich zuhauf beworben, aber auch Nichts.

Ich bin langsam verzweifelt und sehe mich schon die nächsten 40 Jahre lang in den Fängen der Arbeitslosigkeit mit 300 € im Monat <.<

Ist/war hier jemand in einer ähnlichen Situation? Gibt es irgendwelche Stellen, die Behinderte wirklich bevorzugt einstellen und wo man mehr Chancen hätte? Die Agentur für Arbeit hilft mir nämlich leider überhaupt nicht weiter :/

Vielen Dank schonmal...und entschuldigt den Roman.

Viele Grüße,

Liz

Job, Hartz IV, Schwerbehinderung
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