Kennt jemand ein Tool zur Organisation von Digital Signage Contents?

Hallo,

ich bin in einem Unternehmen tätig, das Werbespots auf verschiedenen Screens (Hoch- & Querformatscreens, Videowalls,...) einspielt. Ein kompletter Durchgang aller Spots (Loop) dauert 15 Minuten, die einzelnen Spots dauern 10-20 Sekunden, ein Spot kann je nach Kundenwunsch mehrmals im Loop vorkommen.
Derzeit werden die Contents in einer Excelliste eingetragen, in der genau drinsteht, an welcher Position im Loop sich ein Spot befindet, wie lang der Spot dauert, von wann bis wann der Spot eingespielt werden soll usw.
Spots, die rausgenommen werden müssen oder neue Spots, die eingespielt werden sollen, werden farbig hervorgehoben. Diese Liste wird dann an die IT übermittelt, die für die Einspielung zuständig ist.

Leider ist die Lösung durch die Excelliste sehr unübersichtlich und es wurden oft Ablaufdaten übersehen und Ähnliches. Daher suchen wir nun nach einem eigens für diese Zwecke entwickelten Tool, das eine bessere Übersicht und auch eine leichtere Bedienung ermöglicht.
Wir suchen also nicht nach einem CMS zur Einspielung der Contents, das haben wir, sondern nach einem Tool rein zur Auflistung und Übersicht der Contents. Super wäre z.B. auch ein Alarmsystem, das aufpoppt, wenn Spots abgelaufen sind.

Ist evt. jemand in einem ähnlichen Bereich tätig und kann mir Tipps geben oder kennt ein Programm oder Webtool, mit dem das möglich ist bzw. muss doch auch bei TV-Stationen ein entsprechendes Tool verwendet werden, um das gesamte TV-Programm zu verwalten.

Danke!

...zur Frage

Hallo Wulfgar123, 

leider kann ich Deine Frage so aus dem Stand auch nicht beantworten.

Eine gute Lösung für Dein Problem könnte eventuell die freie Software Xibo sein. Die enthält allerdings nicht nur die reinen Playlisten, sondern auch gleich das CMS System. Vielleicht ist es aber mal einen Blick wert.

Wir vom VideoWallShop bieten unseren Kunden für solche Anforderungen eine eine Lösung an, die auf Microsoft Dynamics NAV basiert. Hierdurch können wir nicht nur die Spots und den Content verwalten, sondern auch gleich die Abrechnungen erstellen und Kosten erfassen. Das ist dann allerdings schon ein etwas größeres Projekt, da man eben Dynamics NAV als Grundlage benötigt und auch so einiges anpassen muss.

Wenn Du Interesse hast kannst Du Dich ja mal im VideoWallShop umsehen oder Dich mit uns in Verbindung setzen.

Viele Grüße


Tom vom VideoWallShop


...zur Antwort

Hallo GoldPikachu, und alle die es interessiert,

ich möchte mal versuchen die Frage zu beantworten wie eine Videowand funktioniert.

Zuerst einmal muss man zwischen den verschiedenen Arten von Videowänden unterscheiden. Es gibt Videowände, die aus mehreren Bildschirmen zusammengesetzt werden und solche, die aus einzelnen LED-Panels bestehen. (Beides kannst Du Dir zum Beispiel bei uns im VideoWallShop ansehen.

Bildschirmwände

Bei den Bildschirmwänden kann man entweder normale TV Geräte benutzen und diese dann mit einer speziellen Grafikkarte ansteuern. Hierbei hat man oft das Problem, dass die Rahmen sehr breit sind und man diese mit der Grafikkarte aus dem Bild "herausrechnen" muss. Sonst sieht das etwas merkwürdig aus. Normale TV Geräte sind in aller Regel auch nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt und für professionellen Einsatz zu dunkel. 

Besser man verwendet spezielle und recht teure Videowall-Screens. Diese haben oft einen sehr dünnen Rahmen (steglos) und meistens auch die Steuerung für eine Videowand schon eingebaut.
Das heißt, man schleift das Videosignal von einem Bildschirm zum nächsten durch und kann an jedem Gerät einstellen wie viele Bildschirme zur Wand gehören und wo sich das einzelne Gerät in der Wand befindet.
Bei einer solchen Wand kann man mit einem normalen Videosignal arbeiten und benötigt keine spezielle Grafikkarte.
Außerdem sind diese Bildschirme in der Regel wesentlich heller als normale TV Geräte und für den 24/7 Dauerbetrieb ausgelegt.

LED-Videowände

Bei LED-Wänden funktioniert es vom Grundsatz her ähnlich wie bei Bildschirmwänden. Hier werden einzelne LED-Panels zu einer homogenen Videowand zusammengesetzt. Man unterscheidet grob zwischen Indoor- und Outdoor-Geräten und Fix- oder Rental-Produkten. Die LED-Wände können theoretisch nahezu jede Größe haben. Es ist meist nur eine Frage des Preises.

Moderne Produkte haben Auflösungen von 10mm Punktabstand oder weniger. Für den Indoor-Einsatz haben die besten Produkte, die wir gegenwärtig im VideoWallShop anbieten unter 2mm Pixel-Pitch. Das ist zwar immer noch mehr als bei Bildschirmen, aber eine LED-Videowand ist auch für größere Betrachtungsabstände gedacht. Man kann grob sagen "pro Millimeter Pixel Pitch braucht man mindestens einen Meter Betrachtungsabstand".

Outdoor-Panels sind zum einen, wie man schon vermuten könnte, "wasserfest". Sie sind aber auch viel heller als die Indoor-Systeme, da man sie sonst an sonnigen Tagen draußen gar nicht erkennen könnte.

Rental-, also Miet-Geräte, sind in aller Regel aus Aluminium und damit wesentlich leichter. Moderne Produkte sind lüfterlos und haben spezielle Schnellmontage-Verschlüsse. Diese werden meist für Veranstaltungen verwendet und bleiben nicht fest montiert an einem Ort stehen (was aber trotzdem möglich ist).

LED-Wand-Ansteuerung

Zur Ansteuerung einer LED-Videowand wird meist eine spezielle PC-Steckkarte und die passende Software, oder eine Controller-Box benötigt. Die Panels selbst werden untereinander im "Daisy-Chain" Verfahren verbunden. Das Signal wird also auch hier von einem in das nächste Gerät durchgeschleift. Das Videosignal wird dann an den Eingang der PC-Karte oder der Controller-Box angelegt und hiervon über ein einzelnes Daten-Kabel an die Wand übertragen. Konfiguriert wird die Wand dann über die Software.
Es gibt unter anderem Zusatzprodukte über die man die Helligkeit der Wand automatisch an Umgebungshelligkeit anpassen kann, um niemand zu belästigen und Strom zu sparen.

LED-Technik

Bei den LEDs auf den Panels geht man mittlerweile von der DIP-Technik (3 einzelne LEDs [rot,grün,blau] pro Farb-Punkt) auf die SMD-Technik (1 LED pro Punkt) über, da diese mittlerweile auch Helligkeiten von über 6000cd/m² erreichen und sich deutlich höher integrieren lassen (kleine Abstände).
DIP-Technik wird überwiegend nur noch für extrem helle, mit über 7000cd/m², oder extrem robuste Wände (z.B. Bandenwerbung im Stadion) verwendet.

VideoWallShop

Wer noch mehr wissen möchte, der kann einfach mal bei uns im Videowallshop nachschauen oder auch gern anrufen oder vorbei kommen.
Wir haben immer einige LED- und Bildschirm-Videowände in unserem Beratungszentrum aufgebaut und freuen uns über jeden Interessenten der sich das einmal live ansehen möchte.

Tom vom VideoWallShop

...zur Antwort