Wie kann ich aufhören, Gefühle für meinen Lehrer zu haben?

Hallo Community,

es gibt da ein kleines Problem. Bin in der Oberstufe, und habe Gefühle für meinen Lehrer entwickelt. Mir geht es damit nicht gut, weil er es glaube ich gemerkt hat und nicht professionell damit umgeht. Er flirtet mit mir: "Die würd' ich heiraten.", "Du bist heute sehr locker gekleidet, steht dir gut!", etc. Und benotet mich besser bzw. verrät mir Lösungen in Klausuren. An anderen Tagen würdigt er mich dann wieder keines Blickes, was ich eigentlich gut finde, weil ich mich dann von ihm lösen kann, aber dann bricht er diese Ignoranz wieder und flirtet. Die typischen Spielchen halt. Er ist allgemein jemand, der sehr viel Aufmerksamkeit braucht, brüstet sich mit seinen sportlichen Leistungen, der Größe seines Grundstücks, möchte unbedingt bewundert werden etc. Im Grunde genommen ist er aber ein guter Mensch und ich würde ihn gerne vergessen, kann es aber nicht, weil er nicht die nötige Distanz bewahrt. Er genießt diese Aufmerksamkeit denke ich. Ich schätze, es ist so eine Mischung aus Midlife-Crisis und geringem Selbstwertgefühl: "Ich werde immer älter und nehme zu." "Mein Unterricht ist sch#ße, ich mache nur Power Points." Ich habe ihn auch eine Zeit lang ignoriert, jetzt sitzt er jedoch am längeren Hebel und hat den Spieß umgedreht, kontrolliert also, wann und wie er mich ignoriert und wieder beachtet. Das verwirrt, verunsichert und verletzt mich.

Liebe, Schule, Gefühle, Beziehung, Abitur, Lehrer, Liebe und Beziehung
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Sind das Zeichen für Sympathie (Lehrer)?

Hallo Community,

ich weiß, diese Fragen werden häufig gestellt, doch ich mache gerade mein Abitur und ein Lehrer von mir verhält sich mir gegenüber echt seltsam.

Es fing damit an, dass er mir Komplimente über mein Aussehen machte, mich nach meinem Ergehen fragte und allgemein viele Witze mit mir gemacht hat: "Die würd' ich heiraten." (Kein Scherz)

Da ich von Natur aus ein sehr direkter Mensch bin, habe ich ihn des Öfteren mal kritisiert, wenn er mal wieder keinen Unterricht machte. Das nahm er immer sehr persönlich und regierte gereizt, während er die Sprüche der anderen Schüler nur belächelte. Meine Kritik war noch sachlich. Normalerweise nimmt man sich das mit genügend emotionaler Distanz doch nicht allzu sehr zu Herzen, vor allem nicht als Lehrer. So was erleben die doch ständig.

Na ja, irgendwann meinte er, wenn er wegen mir jetzt Depressionen kriegt, dann gebe er mir schlechte Noten und versaue mir meine Zukunft. (Im Unterricht betont er gerne scherzhaft seine Macht). Daraufhin konterte ich gelassen. Jedoch ging ich danach erst mal auf Distanz, weil mir das zu weit ging.

Wir ignorierten uns dann kurze Zeit gegenseitig, bis er die Aktion unterbrach, indem er mir in der Mittagspause begegnete und mich fragte, ws ich denn da esse sowie einen guten Appetit wünschte.

In den Klausuren verrät er mir oft die Lösungen und drückt auch ein Auge zu, wenn mal was nicht ganz so stimmt. Letztens kam er sogar und meinte: Bei deiner Skizze fehlt noch xy.

Sein Blick hat sich in letzter Zeit auch verändert. Er ist mir gegenüber weicher geworden. Trotzdem versucht er meines Erachtens oft, mich möglichst wenig zu beachten, wirft mir aber dann doch manchmal kurze Blicke zu, wenn er sich unbeachtet fühlt.

Wie würdet ihr das Verhalten deuten? Schon seltsam, für einen Mitte 30 jährigen Mann, oder?

Schule, Freundschaft, Gefühle, Beziehung, Schüler, Psychologie, Abitur, Gymnasium, Lehrer, Liebe und Beziehung, Psychlogin
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Motivationslosigkeit in der Schule?

Hallo Community,

ich mache momentan mein Abitur. Ich war aufgrund von Magersucht und Depressionen insgesamt zwei Jahre in einer Klinik und durfte nach der neunten Klasse, trotz des fehlenden Halbjahres, versetzt werden. Wegen meines Rückfalls habe ich die zehnte Klasse jedoch vollständig verpasst und wurde rückversetzt. Deswegen bin ich nun ein Jahr älter, wäre also schon in der 12. Klasse, bin aber noch in der 11. Mein Problem ist, dass ich in der zehnten Klasse sowie im ersten Halbjahr der elften Klasse noch total motiviert war und gerne gelernt habe. Mittlerweile bin ich total motivationslos und kann mich zu gar nichts mehr aufraffen. Davor war ich Stufenbeste, was auch viel mit meinem hohen Leistungsanspruch zu tun hatte. Jetzt kann ich dem nicht mehr gerecht werden, weil ich mich einfach nicht mehr dazu überwinden kann, die Themen auswendig zu lernen. Es kommt mir gerade alles so monoton vor und ich bin mit der Situation total überfordert. Ich hatte davor noch nie eine so große Schulunlust. Außerdem ist mir mein Verhalten in der Schule enorm peinlich. Ich verschieße mich z.B. andauernd in Lehrkräfte. Und ich glaube, der Lehrer hat es gemerkt. Der ignoriert mich nämlich. Mittlerweile kann ich nicht mehr leugnen, dass das vielleicht etwas mit dem Tod meines Vaters zu tun haben könnte. Obwohl ich damit eigentlich abgeschlossen habe...zu Hause läuft es halt auch nicht gut, weil ich andauernd mit meiner Mutter streite und deswegen versuche, meinen Frust durch Verweigerung bzw. Rebellion im Unterricht zum Ausdruck zu bringen. Und das nie bewusst. Erst hinterher. Die Noten sind auch keine Motivation mehr für mich. Dabei wollte ich unbedingt ein NC-Fach studieren. Da ich mir das vermutlich sowieso abschminken kann, habe ich mal in Erwägung gezogen, mit Fachabitur von der Schule zu gehen. Was soll ich tun?

Schule, Familie, Gefühle, Noten, Psychologie, Lehrer, Motivation, Ausbildung und Studium
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