Kaputtes Auto gekauft - selbst Schuld oder lohnt Anwalt?

Hallo,

da mein Auto letzte Woche den Geist aufgegeben hat, musste schnell ein neues her. Ich habe dann bei einem Händler eine gute Anzeige für einen Gebrauchtwagen gefunden - laut Beschreibung suuuper in Schuss, ganz neuer TÜV, alles flottgemacht, ausgewechselt und repariert. Nur ein paar Minikratzer äußerlich, was mir aber egal ist. Es handelt sich um einen 12 Jahre alten Daihatsu Cuore.

Kurz Probefahrt gemacht, bei der alles gut lief (bis auf das der Boardcomputer wegen dem kurz zurückliegenden Reset etwas gezickt hat).

So. Nun habe ich ihn gestern geholt und war auf der Heimfahrt schon leicht schockiert, als er mir nach zwei Kilometer "Ölstand niedrig" anzeigte. Ein Ölwechsel war laut Händler kurz zuvor gemacht worden... also Öl nachgefüllt, das ich glücklicherweise dabei hatte. Der Fahrertürgriff außen ist auch kaputt, ist mir heute aufgefallen. Bei der Probefahrt und überhaupt stand die Tür immer (extra?) offen, sodass das nicht auffiel. Dann der "Schock" - laut Wartungsheftchen, was ich mir dummerweise erst nach dem Kauf durchgeblättert habe, ist nächste Woche (!) ein Zahnriemenwechsel fällig, was mir verschwiegen wurde. Der letzte wurde vor 5 Jahren gemacht, die aufgeschriebene KM Leistung wurde zwar noch lang nicht erreicht, aber der Wechsel wäre vermutlich trotzdem ratsam? Ich habe 1 Jahr Gewährleistung auf Motor und Getriebe, fällt der Zahnriemen darunter?

Der Händler stellt sich quer und will nichts damit zu tun haben (obwohl seine Bewertungen überwiegend sehr gut sind, von daher dachte ich, bei Problemen wäre ich dort gut aufgehoben).

Leider ist das mein erstes selbstgekauftes Auto und ich bin anscheinend zu naiv an die Sache rangegangen. Bin ich Schuld, da ich mir nicht alles punktgenau durchgelesen habe und mir die Probleme bei der Probefahrt nicht aufgefallen sind? Oder ist das mutwilliges Verschweigen vom Händler?

Wie gehe ich am besten vor? Vielen Dank im Voraus

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Alle Mängel, die bei der Besichtigung vorhanden waren, (Türe etc) sind dein Problem, du hast das Auto besichtigt und probegefahren. Ob Kundendienste gemacht wurden ist ebenfalls dein Problem, es sei denn der Händler hat dir schriftlich zugesichert, daß alle Kundendienste gemacht wurden und kein Wartungsstau besteht.

 Ansonsten ist der Händler dir gegenüber durchaus gewährleistungspflichtig, auch wenn im Kaufvertrag "ohne Gewährleistung" steht, das ist beim Verkauf Händler an privat null und nichtig. Wenn du z.B massiven Ölverlust hast, ist das ein schwerwiegender Mangel, v.a. wenn der Ölwechsel angeblich gerade erst gemacht wurde und schon so viel fehlt, daß die Warnlampe leuchtet...

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Kann auch sein, daß er es eher gut meint. Ich für meinen Teil bekomme immer einen Haß, wenn Deutsche mit Ausländern in "Dummdeutsch" reden, z.B. "Du nehmen diese Schaufel und machen Loch hier, OK Kollega?"

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ja gibt es. Durch Chiptuning, d.h. die Software des Steuergeräts wird optimiert. I.d.R. wird die V-Max Sperre entfernt, die Leistung gesteigert (durch Erhöhung des Ladedrucks geht da Einiges) und die Schaltpausen der (Halb-)Automatik verkürzt.

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kannst du grundsätzlich machen, allerdings lauern dabei eine menge fallstricke, z.B. markenrechtlicher Natur, gefakte Marke und Du bist fällig. zugesicherte Eigenschaften, die nicht zutreffen, da hilft dir auch kein Privatverkauf. sonstige Fehler in der Beschreibung, danach Abmahnung Kunde zahlt nicht oder dann doch verspätet und du hast das teil mittlerweile anderweitig verkauft... Ebay ist ein Haifischbecken voller Psychos. Unterm Strich: Je höher der Wert des angebotenen Artikels, desto gefährlicher. Und ich weiß wovon ich rede.

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