Kieferfehlstellung trotz gutem Aufbiss?

Kurze Rückblende: Als Kind hatte ich einen starken Überbiss, der kieferorthopädisch behandelt wurde - allerdings mehr schlecht als recht (größtenteils war ich selbst schuld).

Mit 17 folgte als Last-Minute-Aktion eine feste Klammer. Im Unterkiefer wurde ein Schneidezahn entfernt, der schon länger abgebrochen war. Die Lücke wurde erfolgreich mit den verbliebenen Zähnen geschlossen. Allgemein hat die Behandlung zu einem wirklich guten optischen Ergebnis geführt. Der Aufbiss gilt, laut KFO, als völlig in Ordnung.

Jetzt, mit 32, der Ist-Zustand: Seit mehr als 8 Jahren habe ich mitunter starke Verspannungen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen. Nicht immer 100%, aber dennoch chronisch. Ich habe bereits eine Ärzte-Odysee hinter mir, denn ich hatte das Problem zunächst nur an der HWS oder dem Rücken vermutet.

Neulich ist mir beim Rasieren im Spiegel aufgefallen, dass mein Unterkiefer einen merklichen Schiefstand hat - sichtbar an der Bartkante, die ich genau am Kiefer entlangfrisiere. Auch der Abstand der Ohren zum Kiefer ist ungleich, was mich dann doch verblüfft hat, denn mein Aufbiss im Mund ist nach wie vor - zumindest subjektiv betrachtet - gut. Lege ich den Kopf in den Nacken, wird der Unterschied, bzw. Schiefstand wirklich deutlich sichtbar.

Ist es überhaupt möglich, einen guten Aufbiss und trotzdem eine Kieferfehlstellung oder -haltung zu haben? Woher kommt die Asymmetrie? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Medizin, Schmerzen, Zähne, Arzt, Gesundheit und Medizin, Kiefer, Orthopädie
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